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28.04.2011

Aus dem Traum wurde ein Traumalbum - Nailah Porters Debütalbum “ConJazzNess”

Nailah Porters Debütalbum “ConJazzNess” ist so begeisternd, dass man sich wundert, nicht schon früher von dieser profilierten Sängerin und Songschreiberin gehört zu haben. Tatsächlich hätte dies durchaus der Fall sein können.

Nailah Porter, Aus dem Traum wurde ein Traumalbum © Logan Alexander

Man sollte seine Träume wirklich niemals aufgeben. Hätte Nailah Porter in den letzten 15 Jahren nicht an ihren festgehalten, würde sie wahrscheinlich heute noch als gut dotierte Anwältin und Politlobbyistin in Washington DC arbeiten. 1996 hatte sie als eine Hälfte des Duos Res Ipsa kurz davor gestanden, bei Verve Records einen Plattenvertrag zu bekommen. Doch dann verließ der A&R-Manager Guy Eckstine, der sie entdeckt hatte, das Label und der Traum löste sich in Nichts auf. Wenig später schmiss Nailah trotzdem ihren sicheren Anwaltsjob hin, um nach Los Angeles zu ziehen und sich als alleinerziehende Mutter in erster Linie ihren Kindern zu widmen. Nebenher blieb sie in Kontakt zur Musikszene, sammelte bei Jamsessions in LA neue Erfahrungen und reifte nach und nach zu einer Songschreiberin heran. Dann kreuzte sich ihr Weg erneut mit dem ihres alten Mentors Guy Eckstine. Diesmal sorgte er dafür, dass Nailah ihren Traum vom eigenen Album endlich verwirklichen konnte: Und mit “ConJazzNess” ist ihr ohne Übertreibung eines der bewegendsten Debütalben der letzten Jahre gelungen.

Ihre Musik, so sagt die späte Debütantin, hat “ihre Wurzeln in der Seele, basiert aber auf Jazz”. Man könnte sie kurz und bündig als modernen Soul-Jazz bezeichnen. Wobei anzumerken ist, dass sie nichts mit den glattpolierten Adult-Contemporary-Aufnahmen gemein hat, die man heute manchmal als “Soul-Jazz” etikettiert, sondern eher eine zeitgenössischere Variante des originalen Soul-Jazz der 60er und 70er Jahre ist. Als prägende Vorbilder nennt sie Sarah Vaughan, Nina Simone, Curtis Mayfield, Gil Scott-Heron und James Taylor. Und das Blatt LA Weekly beschrieb sie nicht zu Unrecht als eine “ungeschliffene, aber dennoch seidige Kreuzung aus Sarah Vaughan und Cassandra Wilson”. Radio-DJ Gilles Peterson, der bekanntlich ein feines Näschen für verborgene Talente besitzt, kürte sie schon 2009 zur “weiblichen Jazzstimme des Jahres”. Dass sie diese Lorbeeren redlich verdient, zeigt nun das Traumalbum “ConJazzNess”, auf dem Nailah Porter als soulige Jazzsängerin, findige Komponistin und einfühlsame Lyrikerin brilliert.

Ende Mai wird Nailah Porter als Gastsängerin der Nicola Conte Jazz Combo drei Konzerte in Deutschland geben: am 25. Mai im Berliner A-Trane, am 26. Mai im Dortmunder Domicil und am 28. Mai beim Elb Jazz Festival in Hamburg. Am 26. Mai wird sie im SAT 1-Frühstücksfernsehen zudem noch einen Auftritt mit dem australischen Pianisten Grant Windsor, Bassist Neville Malcolm und Schlagzeuger Richard Spaven absolvieren.

Nailah Porter - Sacred

Nailah Porter - ConJazzNess - EPK


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