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19.05.2017

Unikum mit spitzer Zunge und Wut im Bauch - neues Album von Pokey LaFarge

In einem Zustand "manischer Offenbarung", so sagt Pokey LaFarge, befand er sich, als er die Songs für sein neues Album "Manic Revelations" schrieb. "Irgendwann", verrät er, "gelangte ich an einen Punkt, an dem ich mich wie ein brennendes Haus fühlte, das einfach weiter brannte." Pokey LaFarge ist in der zeitgenössischen Szene ein echtes Unikum. Er ist ein Musiker, der irgendwie aus der Zeit gefallen zu sein scheint, obwohl er sich auf dem neuen, stark von klassischem Rhythm’n’Blues beeinflussten Album durchaus mit brandaktuellen Themen auseinandersetzt.

Das Stück "Riot In The Streets" etwa handelt von den Unruhen in Ferguson, die im August 2014 durch die Erschießung des Schwarzen Michael Brown ausgelöst wurden. "Es war nicht leicht darüber zu schreiben, aber als Bürger von St. Louis und als Künstler musste ich mich einfach dazu äußern", sagt Pokey. "Ich hoffe, dieser Song erwirkt mehr Gutes als Schlechtes, denn letztendlich geht es darum, einen Dialog zu beginnen. Obwohl es auch wichtig ist, nicht den friedvollen Protest zu vergessen und auch nicht diejenigen, die bei der Verfolgung von Gerechtigkeit und Gleichheit eine Botschaft der Liebe verbreiten, handelt dieses spezielle Lied von Leuten, die marginalisiert und an den Rand des Abgrunds gebracht wurden. Es war nur eine Frage der Zeit, wann sie aufbegehren würden. Ich hoffe, man kann die Spannung in dem Song spüren - vom ersten Knacken des Basses an."

Pokeys unendliche Leidenschaft für das Songwriting wird befeuert von einem unstillbaren Bedürfnis in einer Welt, in der jeder spricht und niemand zuhört, wahrgenommen zu werden. Die Songs seines neuen Albums erfordern definitiv ungeteilte Aufmerksamkeit. Jeder Akkord, jedes Riff verleiht den Geschichten, die er in seinen Texten entwirft, andere Farben. Viele dieser Storys sind von einer gewissen Dunkelheit und auch von Zorn geprägt. Solche Songs kann man natürlich nicht schreiben, wenn in einem selbst nicht ein Feuer lodert. "Die Dunkelheit? Der Zorn? Sie brechen sich in meinem Gesang und in meiner Leidenschaft Bahn ... mit einem wunderschönen Text und einer wunderschönen Melodie." Pokey träumt nicht von einem sorglosen Leben. Darüber können gerne andere Songwriter schreiben. Er braucht die Reibung und die Konfrontation. "Darum geht es für mich bei dem gesamten Album: komponieren und konfrontieren."

Seit er 2006 mit "Marmalade" debütierte, hat Pokey LaFarge sieben Studioalben veröffentlicht, zuletzt 2015 bei Rounder Records "Something In The Water". Das Magazin American Songswriter nannte es "ungeheuer unterhaltsam" und schrieb: "Die schiere Freude dieser Darbietungen ist ansteckend." Der britische Guardian wiederum meinte: "... ein beherzter Versuch, die amerikanische Rootsmusik - Country-Blues, früher Jazz, Ragtime und Western-Swing - am Leben zu erhalten." Das neue Album "Manic Revelations", das zehn neue Songs aus seiner Feder enthält, wurde von Pokey LaFarge in seiner Heimatstadt St. Louis aufgenommen und von ihm und seiner langjährigen Band The Southside Collective zusammen mit Tony Hoffer (u.a. Beck, Air, Belle & Sebastian, The Kooks, Depeche Mode) produziert.


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