Backstage
Opera, Opera! BACKSTAGE EXCLUSIV

News

10.02.2011

Stimmen, gewaltig! - Die Budget-Serie "Opera!" von Deutsche Grammophon und Decca

Man könnte fast von Glück reden. Denn eine Reihe wie Opera! ermöglicht es zu rundum erschwinglichem Budget, einige der faszinierendsten Aufnahmen der Operngeschichte mit nach Hause zu nehmen

Opera!, Stimmen, gewaltig! - Die Budget-Serie Opera! von Deutsche Grammophon und Decca

Opera! ist in mancher Hinsicht etwas Besonderes. Denn erstens handelt es sich bei dieser Serie nicht um häppchenweise verabreichte Klassik, sondern um vollständige Opernaufnahmen, die ein Werk jeweils in seiner Gesamtheit präsentieren. Zweitens kann die Reihe auf ein beeindruckendes Defilee der Stars zurückgreifen, deren Arbeit im Laufe der Jahrzehnte ein vielfältiges Panoptikum der Interpretationen in den Archiven von Deutsche Grammophon und Decca hat anwachsen lassen. Schließlich ist sie drittens bei sorgfältiger Edition preislich so konzipiert, dass eigentlich jeder angehende und bereits überzeugte Opernfreund nicht lange darüber nachdenken muss, ob er sich die eine oder andere Perle der Serie leistet. Viele Gründe also, die für Opera! sprechen. Und doch ist das überzeugende Argument das Künstlerische.

Denn die Spezialisten der beiden großen Plattenfirmen haben für Opera! gezielt Aufnahmen herausgesucht, die zu den wichtigsten und stilprägenden ihres Genres zählen. Der „Rosenkavalier“ zum Beispiel, den Herbert von Karajan zusammen mit Solisten wie Anna Tomowa-Sintow, Agnes Baltsa und Kurt Moll festgehalten hat, gehört zu den inspiriertesten Deutungen, die die Mozart-Hommage von Richard Strauss bislang auf CD erlebt hat. Ein Schmuckstück ist auch Giuseppe Sinopolis Version von Puccinis „Madame Butterfly“, die mit Mirella Freni, José Carreras und Teresa Berganza in den Hauptrollen dem Melodram die nötige Portion Emphase verschafft. Sir Georg Solti wiederum ist es mit Leontyne Price und Jon Vickers als Aida und Radamès gelungen, eine der emotionalsten Einspielungen von Verdis „Aida“ zu verwirklichen, die die Tonträgergeschichte bislang kennt.  

Und so fügt sich eines zum anderen: Ein schmissiger, nachdrücklicher Offenbach mit Jessye Norman in „Les Contes D'Hoffmann“; eine ergreifende „Lucia Di Lammermoor“ mit Cheryl Studer und Meister Plácido Domingo als Donizetti-Verehrer; ein melodramatischer „Peter Grimes“ mit Sir Colin Davis am Pult und Jon Vickers als Britten-Spezialist; Mozarts „Le Nozze di Figaro“ mit Cecilia Bartoli, Sylvia McNair, Cheryl Studer und Anna Caterina Antonacci unter der Leitung von Claudio Abbado; das Verismo-Duo „Cavalleria Rusticana / Pagliacci“ unter anderem mit Jessye Norman und José Cura; Wagners „Walküre“ ebenfalls mit Jessye Norman und James Levine als Dirigent und nicht zuletzt das barocke Kleinod „Hippolyte et Aricie“ von Jean-Philippe Rameau in der famosen Interpretation durch Marc Minkowski und Les Musiciens du Louvre. Alles das zu fairem Preis – das ist das Geheimnis von Opera!


KOMMENTARE

Kommentar speichern