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18.06.2013

Puls

Du betrittst den großen, leeren Saal und suchst dir einen Platz. Wenig später gleitet der rote Samtvorhang langsam zur Seite, das Licht geht aus und die ersten rockigen Breitwand-Sounds des Vorspanns powern mit voller Wucht aus den Boxen. Der Film beginnt. Dein eigener Film...

Und der von Puls. Puls – das sind Osy und Ibo Kurnaz. Zwei Brüder, die schon hörbar viel miteinander durchgemacht haben, die das Leben zusammenschweißt hat und die "eins" sind. Im wahrsten Sinne. Nach ihrem zum Instant-Kult avancierten YouTube-Vorabtrack "Nichts zu verlieren" veröffentlicht die Berliner Zwei-Mann-Armee nun ihr lange erwartetes Albumdebüt "Eins": Eine musikalische Reise in die 80er Jahre mit jeder Menge Reminiszenzen an das Beste aus der goldenen Ära.

Die unerschütterliche Kämpfermentalität großer Helden aus unsterblichen Leinwandklassikern wie "Rocky", "Top Gun", "Karate Kid" oder "Miami Vice", gepaart mit breitschultrigem US-Hard Rock a la Foreigner oder Toto und modernen R`n B-Vocals – mal einfühlsam, mal knallhart ins Gesicht. Immer aber ehrlich. Schmerzhaft ehrlich sogar.

Puls – das ist das pure Leben, der Austausch von reiner Energie; der unbedingte Wille, zu überleben. Selbst, wenn das Schicksal noch so heftig auf einen einknüppelt. Puls erzählen Großstadtgeschichten aus dem Multikulti-Schmelztiegel Berlin. Geschichten von Rückschlägen und Tiefschlägen. Von Moral und Ehre. Vom Einstecken, aber auch vom Wiederaufstehen und vom Sich-Nicht-Unterkriegen lassen, selbst wenn man im Ring vom Leben ausgezählt wird. Der Kampf ist erst zu Ende, wenn die Glocke ertönt.

Mit "Eins" liefern Osy und Ibo ungeschönten, realen und 100% autobiographischen Durchbeißer-Pop für harte Zeiten ab; eine mitreißende High Energy-Mischung aus Selbsttherapie und Fitnesstraining! Der erbarmungslos nach vorne pushende Soundtrack für den ewigen Kampf mit seinen eigenen Dämonen. Enttäuschung, Wut, Frustration. Den kleinen und erst Recht den großen Niederlagen.

"Puls ist unser ganz persönliches Ventil", sagt Ibo Kurnaz. "Wenn alles auf der Welt Friede, Freude, Eierkuchen wäre, dann müsste man keine Songs schreiben. Das Leben ist nicht immer einfach. Es gibt Zeiten, in denen man auch ein paar deftige Aufwärtshaken serviert bekommt und Scheiße fressen muss. Doch statt sich ihren Ängsten zu stellen, betäuben sich die Leute heute lieber mit Alkohol, Drogen oder Daily-Soaps im Fernsehen. Sie verdrängen, laufen nur weg und weichen aus. Und was passiert am Ende des Tages? Man verliert doppelt! Wir wollen die Leute wieder ermutigen, zu kämpfen und sich nicht unterkriegen zu lassen."

So wie auch der Werdegang von Puls selbst veranschaulicht. Der steinige Weg von ganz unten nach ganz oben. Ursprünglich hatten Osy und Ibo eine komplett andere Platte geplant. "Kommerziellen Singer/ Songwriter-Schrott", wie die beiden berichten. "Doch mitten während der Produktion haben wir gemerkt, dass es absolut nicht das war, was wir fühlten und was wir machen wollten. Es war einfach tot, hatte keinen Puls."

Innerhalb von nur 20 Minuten entstand der aus reinem Frust geborene, selbsterklärende Debüttrack "Nichts zu verlieren", mit dem man den Knoten schließlich zum Platzen brachte und begann, sich endlich aufs Wesentliche zu besinnen: Sich selbst. "Wir waren einfach am Boden", erinnert sich Osy. "Am absoluten Tiefpunkt. Finanziell, kopfmäßig. Das volle Programm. Uns wurde klar, dass wir nicht zurück, sondern immer nur nach vorne blicken dürfen."

Auf "Eins" reisen Puls zusammen mit Producer Michael Knight zurück in die Vergangenheit. In eine Zeit, als Musik noch Herz und Seele besaß. Nicht umsonst sind ihre Songs durchdrungen von einer fast authentischen 80er Jahre-Soundästhetik zwischen Classic Rock-Ikonen und Jukebox-Heroes wie Toto, Starship, Journey und typischen Instrumental-Filmmusiken von Komponisten wie Bill Conti oder Jan Hammer. Irgendwie nostalgisch und modern zugleich. Kein verzweifelter Wiederbelebungsversuch des Golden Age, sondern die Neuerfindung des Signature-Sounds einer großen Epoche.

Jeder hat eine zweite Chance verdient: Erst Recht die 80er! Für die Jugend von heute sind Puls Style, für ihre Eltern das Revival eines vergessenen Lebensgefühls. Eine Platte als wirksame Waffe gegen die Krise. Gegen die Krisen in der Musik ebenso, wie gegen die im wahren Leben. Manchmal weiß man nicht so Recht, was einen härter trifft. Osy und Ibo sorgen in beiden Welten für die dringend nötigen, neuen ImPulse. Zurück zum Handgemachten, zum Greifbaren. Und zurück zum Vintage-Equipment: Für Songs wie "Bis hierhin" oder "Die Straße geht ewig" haben Puls komplett auf Original-Technik und Instrumente aus den 80ern zurückgegriffen; haben analoge Synthie-Veteranen rekrutiert, die in drei Jahrzehnten schon mehr (Pop)Kriege überlebt haben, als John Rambo himself.

Nichts desto trotz sind Puls alles andere als verrückte 80ies-Nerds mit Digitaluhren ums Handgelenk und VHS-Videorekordern im heimischen Wandschrank, sondern transportieren den Action-Spirit der 80er Jahre ins Hier und Jetzt.

"Wir sind ganz klar Kinder der 80er", so Ibo weiter. "Irgendwie war die Welt aus unseren Kinderaugen damals natürlich ein ganzes Stück weit heiler. Auch wenn sie das definitiv nicht war. Heute hat die Musik ihren Zauber, ihre Wahrhaftigkeit verloren. Alles hört sich gleich an. Jeder klaut von jedem, niemand hat mehr den Mut, etwas Neues, Eigenes zu machen. Wir wissen, dass wir es vielleicht schwer werden haben mit unserem Sound. Doch das ist nun mal unser Weg."

Puls sehen die Steine auf ihrem Weg nicht als Hindernis, sondern als Herausforderung. Puls polarisieren. Und setzen mit ihrer gelebten No-Easy-Way-Out-Mentalität alles auf eine Karte. Entweder gewinnen, oder verlieren und wieder aufstehen. So auf dem ihrem Vater gewidmeten "Nicht fair" oder dem schwül-fiebrigen Lovesong "Engel der Nacht" mit seinen Police-Sirenen und den einsamen Phil Collins-"In The Air Tonight"-Drums. Und auch auf ihrer ersten offiziellen Single, dem atmosphärisch-rockigen Vollgas-Track "Alles was bleibt" starten Puls von 0 auf 100 durch.

"Jeder von uns kennt diese Story", erklärt Osy. "Es gibt besondere Menschen, mit denen man zusammen aufwächst, auf dem gleichen Spielplatz spielt, die gleiche Schule besucht oder sich vielleicht immer an derselben Parkbank zum Knutschen trifft. In dem Song geht es um das Gefühl, diese Menschen aus den Augen zu verlieren. Ganz egal, ob man sich voneinander trennt, sie in eine andere Stadt ziehen oder auf andere Art von uns gehen. Man besucht diese alten gemeinsamen Plätze und nimmt ein letztes Mal Abschied, wünscht ihnen eine gute Reise, wo auch immer sie sein mögen. Denn die Erinnerung an gemeinsame Zeiten ist immer das Letzte, was einem bleibt."

Starke Gefühle, die auch den Oldschool-Hard Rock von "Alles verloren" bestimmen: Der Moment, in dem einem alles egal ist und man nur noch sein eigenes Ding dreht. Denn manchmal ist man erst wirklich frei, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht und alles verloren hat. Eine ebenso harte, wie wichtige Lektion, wie Ibo bestätigt. "Man muss lernen, zu verlieren. Nur dann weiß man zu schätzen, wenn man wieder auf der Gewinnerstraße ist." Ein Weg, auf dem sich Puls mit "Eins" definitiv befinden.

Vorhang auf und Weg frei für "Eins"!