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Renée Fleming BACKSTAGE EXCLUSIV

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23.08.2002

Noch zwei Wochen

Nun sind es nur noch ganze zwei Wochen und ihre Fans können endlich das in den Händen halten, worauf sie neun lange Jahre warten mussten: Amerikas Beautiful Voice singt BelCanto. Keine der anderen großen Sopranistinnen widmet sich derzeit mit mehr Engagement und Lust dem, was die Quintessenz allen Gesanges ist - dem Bel canto der Herren Donizetti, Bellini und Rossini.

Natürlich steht und fällt der Belcanto mit seinen Interpreten. Vor allem seinen Prime und seconde donne, aber auch - wie gerade der junge Peruaner Juan Diego Flórez mit seine Rossini-Album auf beweist - seinen tenore di grazie. Mehr als bei Verdi oder gar Puccini kommt es hier auf die Improvisationskunst, das freie Spiel mit stimmlichen und technisch-musikalischen Möglichkeiten an. "Der Belcanto ist zweifellos das freieste Repertoire. Er stellt schlichtweg die größte Herausforderung dar, deswegen fühle ich mich auch zu ihm hingezogen."

 

Selbst wenn es einmal anders lief, als Renée Fleming es sich gedacht und gewünscht hat, hielt sie ihrem Lieblingsrepertoire die Treue. Ein Blick zurück: Mailand, La Scala und Donizettis phantastisches Drama "Lucrezia Borgia". Renée Fleming in der Titelpartie. "Diese 'Lucrezia Borgia' war künstlerisch sehr befriedigend, sorgte aber für Furore, als ich zu Beginn der Kadenz in der Schluss-Szene von einigen 'loggisti', den berüchtigten Opernexperten im obersten Rang der Scala, ausgebuht wurde. Nichtsdestotrotz liebe ich diese Rolle und habe daher in Erinnerung an den genannten Vorfall eine noch kunstvollere Kadenz eingefügt." Basta così. Kein Blick zurück im Zorn, wohl aber ein klingender Gruß an die selbsternannten Ritter für das ihrer Meinung nach einzig Wahre und Schöne am berühmtesten Opernhaus der Welt.

 

Und so klingt die berühmt gewordene Stelle nunmehr auf ihrem neuen Album: Lucrezia Borgia


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