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13.12.2006

Decca Concerts

Riccardo Chailly, Decca Concerts

Eine CD ist ein aufwändiges Produkt. Bis es im Laden steht, sind viele verschiedene Arbeitsgänge notwendig und außerdem vergeht in der Regel eine Menge Zeit. Das Medium Internet hingegen bietet die Möglichkeit, sehr schnell zu reagieren und noch dazu die physischen Zwischenstufen der musikalischen Verbreitung auszuassen. Und das wiederum eröffnet völlig neue Chancen für Klassikhörer, ihren künstlerischen Vorlieben nachzugehen.

Decca hat daher ein revolutionäres Konzept entwickelt, das am vergangenen Montag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Es heißt Decca Concerts und präsentiert Live-Aufnahmen wichtiger Konzertereignisse, die ausschließlich über das Internet als Download-File im iTunes-Store überall in der Welt erhältlich sind. Als Eröffnung dieser Serie gibt es gleich eine besondere musikalische Pretiose. Es handelt sich um einen großen Schumann-Abend unter der Leitung von Riccardo Chailly am Leipziger Gewandhaus, der neben der "4.Sinfonie" auch das a-moll Klavierkonzert mit der Starpianistin Martha Argerich als Solistin zu bieten hatte. Die verschiedenen Sätze sich als einzelne Downloads oder im Paket erhältlich, dazu ein Booklet als pdf-File.

In naher Zukunft werden darüber hinaus Musikereignisse mit dem Philharmonia Orchestra in London, dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta, dem Orchestre National de France und dem Orchestre Philharmonique de Radio France mit dem Maestros Masur und Chung erhältlich sein. Im Rahmen einer Online-Pressekonferenz mit live-Chat, an der neben Riccardo Chailly auch Prof. Andreas Schulz (Direktor des Gewandhausorchesters), Bogdan Roscic (Managing Director, Decca Records) und Jonathan Gruber (VP New Media, Universal) teilgenommen haben, wurde das Projekt genauer vorgestellt. Die Resonanz in der Net Community war ausgesprochen positiv und auch der Maestro Chailly zeigte sich vollauf begeistert: "Decca Concerts ist eine großartige Möglichkeit, durch das Internet ganz nah am Gewandhausorchester zu sein, insbesondere wenn es sich um Schumann handelt, eine Art Hauskomponist des Ensembles. Und das Ganze dann noch mit der genialen Martha Argerich und Mahler als Orchestrator der Schumanschen Sinfonie in meiner Gesellschaft". 


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