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04.03.2014

Rixton, "Me And My Broken Heart", 2014

Vor gar nicht langer Zeit, Anfang 2013, tingelten Rixton noch durch winzige Läden im Norden von England und spielten ein Konzert nach dem anderen, um die Leute für ihren Sound zu begeistern: melodieverliebt-massive Popsongs mit einer Überdosis Soul im Blut. Parallel dazu war die vierköpfige UK-Truppe jedoch auch bei YouTube aktiv, stellte fleißig ihre Clips ins Netz, unter anderem eine halbakustische Coverversion von Chris Browns "Don’t Wake Me Up", die schließlich rund eine Viertelmillion Views verzeichnen sollte – kein Wunder, dass ihre Fanbase trotz der noch recht kleinen Konzerte rasant wachsen sollte...

Besagte Cover-Clips waren es auch, die schließlich einen gewissen Scooter Braun hellhörig werden ließen – ein Talent-Scout und Manager, der schon Justin Bieber, Carly Rae Jepsen, PSY und Ariana Grande zu einem gelungenen Karrierestart verholfen hatte –, was wiederum dazu führte, dass Rixton schließlich einen Vertrag mit School Boy/Giant Little Man/Interscope Records unterzeichneten.

Nachdem sie in Benny Blanco (Maroon 5, Katy Perry) den perfekten Produzenten für ihren Sound gefunden hatten, stehen Rixton nun mit ihrem Debütalbum in den Startlöchern, auf dem sie stadionfüllende Hooks mit vierstimmigen Gesangsharmonien und eingängigen Popmelodien kombinieren.

Der Sound dieser Band aus Manchester ist schon deshalb so ansteckend, weil ihr Songwriting vollkommen einzigartig, ihre Instrumentierungen immer wieder neu und spannend – und nicht zuletzt ihr gesangliches Können (denn sie alle singen!) wirklich nicht von dieser Welt ist. Jake Roche (Leadgesang/Gitarre), Charley Bagnall (Leadgitarre/Gesang), Danny Wilkin (Bass/Keyboards/Gesang) und Lewi Morgan (Schlagzeug/Gesang) setzen in ihren Songs vor allem auf die Faktoren Pop und Tanzbarkeit: Ein erster Beweis dafür war schon "Make Out", eine astreine Partyhymne mit viel Gitarrendruck, deren Video im Oktober 2013 bis auf Platz 2 der UK iTunes-Musikvideo-Charts kletterte – bei YouTube verzeichnet der Clip inzwischen über 1 Million Views.

"Ja, uns war immer klar, dass wir überdimensionale Popsongs mit Souleinschlag machen wollen", kommentiert Jake, wenn man ihn auf die Anfänge von Rixton und die damit verbundene Vision anspricht. "Wir alle stehen voll auf R&B-Sound, angefangen bei den ganz alten Sachen, den Klassikern, bis hin zu Usher. R&B ist quasi unser gemeinsamer Nenner. Dazu kommt natürlich die Tatsache, dass wir alle singen – daher auch diese Harmonien, die unsere Songs auszeichnen. Und natürlich lieben wir auch die Art von Pop, die Maroon 5 oder Bruno Mars machen; das war auch ein extrem wichtiger Einfluss."

Obwohl Rixton gerade mal 18 Monate existierten, als sie ihren Plattenvertrag unterzeichneten, haben alle vier Mitglieder schon davor jede Menge Erfahrung in früheren Bandprojekten sammeln können. Entscheidend für die Gründung der Band war vor allem Jakes mit 16 gefasster Entschluss, die Schule zu schmeißen und sein Leben fortan der Musik zu widmen.

Bald drauf tat er sich mit Danny zusammen (der aus demselben Grund gerade die Unilaufbahn abgebrochen hatte), und die beiden begannen damit, durch die Pubs von Manchester zu ziehen, Coverversionen zu präsentieren und parallel dazu auch an ersten eigenen Songs zu arbeiten. Zwischenzeitlich bezogen sie sogar einen Wohnwagen im Garten von Dannys Eltern, um Geld zu sparen und sich wirklich voll und ganz auf die Musik konzentrieren zu können.

Drei Jahre gingen so ins Land, bis Jake und Danny den aus Essex stammenden Charley kennenlernten und ihn kurzerhand als Leadgitarristen ins Boot holten: Charley hatte gerade erst der recht erfolgreichen Pop/Punk-Band Rio den Rücken gekehrt, man kann sich also denken, dass er dem Pop/R&B-Sound von Jake und Danny eine vollkommen neue Note verpasste.

Ein weiteres Jahr lang arbeiteten sie als Trio zusammen, bis schließlich mit Lewi auch der richtige Drummer gefunden war. Jakes damalige Freundin hatte ihn ins Spiel gebracht, und seine Skills waren einfach zu überzeugend gewesen: Den Entschluss, Schlagzeuger zu werden, hatte Lewi gefasst, nachdem er das Video zum unfassbar komplexen Track "Chop Suey" von System Of A Down gesehen hatte; danach hatte er sieben Jahre lang in unterschiedlichen Bands darauf hingearbeitet, ähnlich brillant zu werden...

Nunmehr vollständig, verfassten Rixton wenig später den Song "Speakerphone", eine leicht melancholisch angehauchte Hymne über im Rausch gemachte Telefonanrufe – und schon mit diesem Track war klar, dass sie einen vollkommen einzigartigen Sound gefunden hatten.

Während sie auch weiterhin an ihrem Sound feilten, stellten Rixton, wie bereits erwähnt, nach und nach etliche Coversongs ins Netz: Ihre Interpretationen von Stücken aus der Feder von R. Kelly, Sisqo oder auch Usher ließen bereits erkennen, wie viel Gänsehautpotenzial diese junge Band hatte.

Genau genommen war es jedoch eine eher ironisch gemeinte Version von "Have Yourself A Merry Little Christmas" (im Video inklusive Koboldsmützen und Styling à la Barbershop-Quartett!), die Scooter Braun letztlich dazu veranlasste, Rixton zu kontaktieren und die Band binnen 24 Stunden in London zu treffen.

Von ihrem Ansatz absolut umgehauen, schlug er schließlich auch den Produzenten Benny Blanco vor (der zuvor unter anderem bei Megahits wie "Moves Like Jagger" von Maroon 5 und "Teenage Dream" von Katy Perry mitgewirkt hatte), und es dauerte daraufhin wieder nur wenige Tage, bis Blanco sich per Skype bei Rixton meldete: Er wolle nicht nur, wie bereits abgemacht, ein paar Songs produzieren, sondern gleich das ganze Debütalbum der Band aufnehmen – was er noch nie zuvor gemacht hatte.

Im Sommer 2013 flogen Rixton daraufhin nach New York, um dort die Arbeit mit Blanco zu beginnen, wobei ihre Vision von Anfang an feststand: Sie wollten keine programmierten Beats, sondern Live-Schlagzeug, und jeder einzelne Song sollte ihr Faible für große Melodien und Harmonien zum Ausdruck bringen. Da Rixton jedoch in ganz unterschiedlichen Genres bewandert sind, präsentieren sie auf ihrem Debüt alles von glasklarem Pop ("Make Out") bis zu klassischem A-Capella-Soul ("Let The Road"), von massiven Klavierballaden ("Whole") bis zu sexy-einfühlsamen Songs wie "Me And My Broken Heart".

Mit "Leave Me Lonely", das der für einen Grammy nominierte Songwriter Ed Sheeran für sie komponiert hat, präsentiert die Band obendrein auch noch einen unfassbar heftigen Trennungs-Song, der ganz, ganz minimalistisch anfängt, dann aber in ein wirklich episches Finale mündet. Außerdem finden sich auf dem Album noch ein paar Songs, die Rixton zusammen mit Blanco und dessen Team verfasst haben, unter anderem die Akustik-Gitarren-Nummer "Appreciated" und der Disco-Pop-Track "We All Want The Same Thing", auf dem sie sogar ihre Falsett-Stimmen präsentieren.

Zwischendurch unterbrachen sie gelegentlich die Arbeit am Debütalbum, um ihr Können als Live-Act unter Beweis zu stellen, so spielten sie zum Beispiel im Barclays Center von Brooklyn, wo sie im Vorprogramm von Justin Bieber vor 19.000 Zuschauern auftreten sollten – eine grandiose Gelegenheit, von der sie selbst allerdings erst 24 Stunden vor dem Auftritt erfahren hatten.

"Das war vollkommen verrückt", berichtet Danny über den Abend. "Wir kannten das schließlich eher so, dass man auf der Bühne steht und seine Eltern im Publikum erkennt. Und dann betritt man plötzlich die Bühne und schaut auf 20.000 kreischende Mädels! Dazu kam ja auch noch, dass wir in den sieben Monaten seit der Vertragsunterzeichnung nicht ein einziges Konzert gespielt hatten! Es war unsere erste Show nach dieser Live-Pause, und wir hatten nur einen einzigen Abend Zeit gehabt, um uns darauf vorzubereiten."

Auch mit ihrem nächsten Video sorgten sie weltweit für Furore: Im Clip zu "Make Out" parodierten Rixton etliche Superstars, unter anderem turnte ein nackter Jack – wie Miley – auf einer Abrissbirne rum, Danny machte einen auf Rihanna und nahm ein Bad in einer Wanne voll Zwiebeln, Lewi gab im Lendenschurz eine krasse Katy-Perry-Performance zum Besten und Charley mimte Lady Gaga in seinem aufgeblähten Aufzug aus Mülltüten...

Und dann traten sie nicht nur im Vorprogramm von Ariana Grande in Los Angeles auf, sondern sorgten auch mit ihren inzwischen berüchtigten Pop-Up-Gigs für Furore: "Wir stellen uns manchmal einfach irgendwo an eine Straßenecke und spielen ein Mix aus eigenen Songs und Coverstücken – und jeder, der vorbeikommt, kann zuhören", sagt Lewi über diese Spontan-Konzerte.

"Ich spiele mein Cajón, die Jungs haben Akustikinstrumente, und dazu singen wir unsere Harmonien. Unser erster Auftritt dieser Art fand in New York statt, auf einer Feuerleiter, drei Stockwerk hoch über dem Boden. Wir waren ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass es niemanden interessieren würde, aber hinterher kamen doch immerhin 60 Leute... und dann kamen noch mehr und alles geriet außer Kontrolle: Die ganze Straße war blockiert und die Polizei musste schließlich sogar für Ordnung sorgen."

Auch wenn sie es selbst noch kaum fassen können, dass ihnen derartige Dinge passieren: Ihr Sound spricht für sich – und erklärt auch, weshalb Rixton in den letzten 12 Monaten so unglaublich weit gekommen sind. Dabei war das erst der Anfang. Man darf jetzt schon gespannt sein, was für Reaktionen diese Band in den kommenden 12 Monaten auslösen wird.


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