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12.06.2017

Weiterer Vorgeschmack: der Albumtitel "Mollmaterial" aus "Einfluss"

Roedelius und Kasar fesseln den Hörer mit hypnotischen minimalistischen Klängen. Ab dem 16. Juni steht ein weiterer Vorabtrack im Netz.

Roedelius & Kasar, Weiterer Vorgeschmack: der Albumtitel Mollmaterial aus Einfluss © Stefan Höderath

"Mollmaterial" ist der dritte und letzte Vorab-Track aus "Einfluss", dem atmosphärischen elektronischen ersten gemeinsamen Album von Hans-Joachim Roedelius und Arnold Kasar. Nach "Rolling" und "Sula" gibt es hier ein weiteres Pianostück.

Durch "Mollmaterial" zieht sich – der Titel sagt es schon – ein hypnotisierendes Ostinato oder Pattern oder Riff in Moll unter einer durchlaufenden Basslinie. Einzelne Töne changieren, bis sich das Stück in größere Akkorde verdichtet und mit elektronischen Effekten ausklingt. Arnold Kasar präparierte das Piano mit Filz, was dem Instrument einen weichen entrückten Klang verleiht. 

Beide Künstler kennt man für ihren ganz eigenen Stil und beide haben Fans in allen möglichen musikalischen Lagern. Vor fünf Jahren lernten sich Roedelius und Kasar kennen, und sie sind seitdem regelmäßig gemeinsam aufgetreten: insbesondere im Rahmen des viertägigen Lifelines-Festival im Berliner Haus der Kulturen der Welt, das sich 2015 ganz dem Lebenswerk von Hans-Joachim Roedelius widmete: "Heute berufen sich Techno-Musiker und Elektronik-Avantgardisten von Detroit bis Tokio auf die hypnotischen Klangexperimente von Roedelius", so der Veranstalter. "Maßgeblichen Einfluss hatte er schon auf die britische Popszene der 1970er Jahre um David Bowie und Brian Eno, der {seine zweite Band} Harmonia damals als "wichtigste Rockband der Welt" bezeichnete."

Aus seiner Generation ist heute gerade mal der (wesentlich jüngere) Klaus Schulze so einflussreich und aktiv wie Roedelius, der sich überhaupt nicht auf seinem Legendenstatus ausruht, sondern die Nähe zu jungen Künstlern sucht, darunter Burnt Friedman und Stefan Schneider (To Rococo Rot). Mit Arnold Kasar lenkt der Grandseigneur der Elektronik-Szene seine Tonkunst in noch feinstofflichere Welten.  


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