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13.06.2014

Auf "Shine On" gibt sich Sarah McLachlan ungewohnt rockig

Sarah McLachlan, Auf Shine On gibt sich Sarah McLachlan ungewohnt rockig

Sarah McLachlan versteht es, die Regeln des Musikbusiness aus den Angeln zu heben. Seit die kanadische Songschreiberin 1988 ihr erstes Album einspielte, brachte sie nur fünf weitere reguläre Studioalben heraus.

Viele andere Künstler wären bei dieser sporadischen Arbeitsweise wohl längst weg vom Fenster gewesen. Nicht so Sarah McLachlan. Ihr scheint der Erfolg trotzdem wie ein treues Schoßhündchen zu folgen. Ihre Alben, von denen sie weltweit mehr als 40 Millionen Exemplare verkaufte, werden regelmäßig mit Mehrfach-Platin ausgezeichnet und brachten ihr bis dato drei Grammys ein. Mit "Shine On" legt Sarah McLachlan nun nach vierjähriger schöpferischer Pause ihr siebtes Studioalbum vor. Und obwohl dies wieder von ihrem langjährigen Kooperationspartner Pierre Marchand produziert wurde (er steckte schon hinter dem Album "Solace", mit dem Sarah 1991 der Durchbruch gelang und produzierte danach auch alle anderen), zeigt es die Künstlerin auf musikalischen Abwegen. Was allerdings nicht bedeutet, dass sie hier gleich eine 180-Grad-Wendung vollführt.

"Ich brauchte eine wirkliche Herausforderung", sagt die inzwischen 46-Jährige. "Ich musste mich unbedingt aus meiner Komfortzone herauswagen. Deshalb bemühte ich mich, Songs mit Leuten zu schreiben, mit denen ich vorher noch nie zusammengearbeitet hatte. Außerdem holte ich Produzenten wie Bob Rock (Metallica, The Cult, Mötley Crüe, Bon Jovi, The Offspring) an Bord, um einige der Songs in eine andere Richtung führen zu lassen. Bob drückte mir eine E-Gitarre in die Hand und erinnerte mich daran, wie sehr ich es vermisste, auf ihr zu spielen." Dadurch gewinnt "die Pop-Stimme des Mitgefühls und Trosts", wie sie die New York Times einmal nannte, ungewohnten Biss, ohne ihren eigentlichen Charme einzubüßen. Doch Sarah McLachlan hat sich auf "Shine On" nicht nur klanglich und stilistisch etwas umorientiert. Auch in ihren Texte wollte sie neue Themen anschneiden und nicht, wie sie selber sagt, "die ewig gleichen alten Herzschmerz-Geschichten erzählen, die ich schon auf anderen Alben zu Tode geritten hatte. Ich fühlte mich hoffnungsvoller, positiver, leichter und offener", sagt sie. "Und ich wollte, dass sich dies auch in den Songs widerspiegelt."

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