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30.11.2016

Sarah McLachlan - Wonderland

Für Sarah McLachlan ist Weihnachten einfach die wunderschönste Zeit des Jahres. “Ich liebe alles an Weihnachten”, sagt die dreifache Grammy-Gewinnerin. “Ich komme immer richtig in Weihnachtsstimmung. Ich liebe das Gemeinschaftsgefühl und die Verbundenheit, die man in der Weihnachtszeit verspürt.”

 

Deshalb ist es für McLachlan, die weltweit mehr als 40 Millionen Alben verkaufte, auch eine ganz besondere Herausforderung, ein Weihnachtsalbum zu machen. Ihr erstes, “Wintersong”, wurde 2006 mit Platin ausgezeichnet. Für “Wonderland” hat sie nun dreizehn weitere Weihnachtsklassiker auf sehr frische und inspirierte Weise interpretiert. Mal sind es traditonelle Stücke, mal zeitgenössischere Nummern.

 

“Viele dieser Lieder wurden schon auf tausend verschiedene Arten zu Tode gespielt, und als Musikerin versucht man ein bisschen über die Grenzen hinauszugehen und etwas zu machen, das die Leute so noch nicht gehört haben”, sagt sie. “Ich fühlte mich verpflichtet, etwas zu machen, das ein bisschen einzigartig und anders ist. Wenn man etwas Neues schaffen und zugleich die Tradition und Geschichte respektieren möchte, wandelt man auf einem schmalen Grat. Man weiß nie so richtig, in welche Richtung es geht.”

 

Gemeinsam mit ihrem langjährigen Produzenten Pierre Marchand fand Sarah McLachlan viele überraschende neue Ansätze. “Angels We Have Heard On High” verwandelten sie in eine perkussive Anbetungshymne, während “Away In A Manger” als Country-Shuffle neu erfunden wurde. “Silver Bells” wiederum wurde wie eine pittoreske Geschichte orchestriert. Verknüpft werden all diese Stücke miteinander durch McLachlans leuchtenden Sopran, eine Stimme, die der Rolling Stone einmal für ihre “erstaunliche Kraft und Klarheit” rühmte.

 

Die in Halifax/Nova Scotia aufgewachsene Sarah McLachlan hörte von klein auf jedes Jahr Harry Belafontes Evergreen-Album “Christmas”. Noch heute betrachtet sie es als ihren musikalischen Leitstern. “Das war die einzige Platte, die wir hatten, und zur Weihnachtszeit lief sie pausenlos”, erinnert sich die neunfache Juno-Award-Gewinnerin. “Ich liebte einfach die Art, wie er diese Lieder sang, die Liebe und Seele, die er in sie hineinlegte. Genau solch ein Weihnachtsalbum wollte ich auch machen. Etwas, bei dem diie Leute dasselbe empfinden könnten wie ich, wenn ich dieses Album hörte.”

 

Als McLachlan mit der Arbeit an “Wonderland” begann, war ihre erste Aufgabe die Lieder auszuwählen. “Ich wusste, dass ich nicht ‘Frosty The Snowman’ singen wollte”, erzählt sie. “Wie sollte ich das auch machen ohne banal und albern zu klingen?” Sie analysierte Weihnachtslieder, um herauszufinden, “wie ich mir diese aneignen könnte. Dabei folgte ich größtenteils meinem Bauchgefühl. Ich glaube, das Album klingt sehr rund.”

 

Die Auswahl reicht mit “O Come, All Ye Faithful”  bis ins 16. Jahrhundert zurück. Das jüngste Stück, Randy Newmans tristes “Snow”, stammt vom Harpers-Bizarre-Album “Anything Goes” (1967) und wurde von McLachlan, die sich hier selbst am Klavier begleitet, live aufgenommen. “Es ist seltsam, aber einige Leute meinten: ‘Ich weiß nicht, ob das auf ein Weihnachtsalbum passt, es ist ein wenig düster.’ Ich antwortete ihnen: ‘Nicht alle Menschen haben eine Familie und Freunde, mit denen sie Weihnachten verbringen können. Es gibt auch Leute, die an Weihnachten wirklich einsam sind. Es ist ein sehr emotionale Zeit.’”

 

McLachlan nahm “Wonderland” im letzten Winter größtenteils in Marchands Studio in Montréal auf, machte aber auch ein paar zusätzliche Einspielungen in ihrem eigenen Studio in Vancouver. “Er hat drei Kinder, ich selbst habe zwei. Deshalb war es nicht so einfach, unsere Termine miteinander abzustimmen”, sagt McLachlan. “Also verbrachte ich sieben Tage bei ihm und er sieben Tage bei mir. Es gab vier oder fünf Sessions, die nach diesem Muster abliefen.”

 

Die Aufnahmen für “Wonderland” kamen für McLachlan, die gerade auch an einem Nachfolger für ihr 2014 erschienenes Studioalbum “Shine On” arbeitet, zum richtigen Zeipunkt. “Dieser Winter war für mich hart, weil mir jemand das Herz gebrochen hatte. Ich schrieb damals neue Stücke, nahm aber parallel auch dieses Weihnachtsalbum auf”, erzählt sie. “Es ist eine reine Freude, wenn man im Studio ist, wunderbare Songs aufnimmt und singt, sich näher mit ihnen befasst und versucht herauszubekommen, was man mit ihnen anstellen kann. Insofern war es für mich eine große Erleichterung, dass ich im Studio sein konnte.”

 

McLachan, die einen Großteil des Sommers mit Josh Groban auf Tournee verbrachte, arbeitet auf “Wonderland” mit alten und neuen Bekannten zusammen. Mit Emmylou Harris, die seit der ersten Lilith-Fair-Tournee vor beinahe zwanzig Jahren eine enge Freundin ist, singt sie “Go Tell It On The Mountain” und “Away In A Manger”. “Sie ist ein wunderbarer Mensch und ich habe ihre Stimme schon immer geliebt”, sagt McLachlan. “Ein Weihnachtsalbums gibt einem eine gute Gelegenheit, mal mit ein paar anderen Leute zu arbeiten. Und ich dachte sofort an sie.” Martha Wainwright kam in Montréal ins Studio, um auch bei “Away In A Manger” mitzusingen. “Sie hat ebenfalls eine einzigartige Stimme, die ich liebe”, meint McLachlan. “Ich wünschte, ich hätte mehr Leute dieser Art ins Studio holen können, um solche Sachen zu machen. Aber wegen des Zeitrahmens war das leider nicht möglich.”  

 

Bei fünf Stücken begleiteten McLachlan Mitglieder der kanadischen Indie-Band Half Moon Run. Sie halfen der Sängerin einige Arrangements auszuarbeiten. “Sie sind alle Mitte bis Ende zwanzig und unglaubliche Musiker”, schwärmt McLachlan. Als sie an “Huron Carol” arbeiteten (dem ältesten kanadischen Weihnachtslied!), meinte ein Mitglied der Band zu ihr, dass er “einen Drum-Beat” höre. “Und dann fing er an, diesen ausgeflippten John-Bonham-Beat zu spielen”, erinnert sich McLachlan. “Auf diese Idee wäre ich nie gekommen, aber es passte perfekt zu dem, was mir für das Stück vorgeschwebt hatte. Das ist das Wunderbare daran, wenn man mit Musikern im Studio zusammenarbeitet, die ihre eigenen Ideen bei einem Song einbringen und ihn dadurch zu etwas wirklich Unglaublichen machen.”

 

Und dann ist da schließlich noch das bekannte Bulgarische Sinfonieorchester, das in vier Stücken zu hören ist, darunter “Let It Snow”, “Silver Bells” und “Huron Carol”. Die Arrangements für das Orchester fertigte  Brian Byrne. “Wir hatten gleich zu Beginn beschlossen, dass es großartig sein würde, mit Streichern zu arbeiten”, erzählt McLachlan. “Wir ließen dafür etwas Raum und sagten zu Brian: ‘Jetzt lass mal deine Magie wirken.’ Und das hat er auch getan.”

 

Mit “Wonderland” hat Sarah McLachlan einen neuen Weihnachtsklassiker geschaffen. So wie schon das Album “Wintersongs” (das übrigens letztes Jahr mit zuvor unveröffentlichten Bonus-Tracks unter dem Titel “The Classic Christmas Album” wiederveröffentlicht wurde) wird man ganz sicher auch “Wonderland” über viele Jahre hinweg immer wieder zu Werihnachten auflegen.

 

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