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20.08.2014

Live in Berlin: Sportfreunde Stiller verwandeln Zitadelle in ein Gute-Laune-Lichtermeer

Sportfreunde Stiller, Live in Berlin: Sportfreunde Stiller verwandeln Zitadelle in ein Gute-Laune-Lichtermeer Wibke Bierwald

Was passiert, wenn die Sportfreunde Stiller aus ihrer Süddeutschen Heimat anreisen und zum geselligen Get-together in Berlin rufen? Richtig, dann kommen sie alle! So geschehen auch am Freitagabend des 15. August 2014, als rund 7000 Fans bei lauem Sommerwetter zur Abenddämmerung in die Zitadelle pilgerten. Wer sich an diesem Abend eine gute Portion Lebensfreude abholen wollte, der wurde reich belohnt, denn wenn Peter, Florian und Rüdiger – oder besser Pit, Flo und Rüde – zum Mitsingen und Tanz bitten, kann man gar nicht anders, als mit leicht beschwingtem Bauchgefühl ins Wochenende zu starten.

Kaum wurde die Bühne kurz nach acht unter noch hellem, freiem Abendhimmel mit grellen, bunten LED-Monitoren und farbenreichem Licht geflutet, begrüßte Frontmann Pit erst mal die zahlreich versammelte Fangemeinde mit einem lauten "Hallo Berliiin". Für eine ausgiebige Rückmeldung seitens des Publikums blieb jedoch kaum Zeit, denn schon ging es rockig los mit dem Opener "Eine Hymne für dich" gleich gefolgt vom "Titel vom nächsten Kapitel". Was sich den Fans dann in den folgenden zwei Stunden darbot, war ein mit viel Wortwitz, viel bayerischem Dialekt und sicher auch mit der einen oder anderen Improvisation durchmoderierter Live-Abend, bei dem alle Anwesenden bis auf die letzten Reihen voll auf ihre Kosten kamen.

Die gute Laune der Sporties ist wie ein ansteckender Virus der guten Sorte

Die Dritte Darbietung des Abends widmete Pit seinem Bassisten Rüde. Was zunächst in leisen Balladen-Klängen begann, entpuppte sich nach einem scharfkantigen Rock-Wechsel zum Gassenhauer "New York, Rio, Rosenheim", spätestens jetzt war der gute Laune-Funke auch bis zu den Hintersten der mitschwingenden Masse übergesprungen. Nacheinander begrüßten auch Drummer Flo und Bassist Rüde die teils von fern angereisten Fans, denn auch im Publikum konnte man Berlin-fremde Dialekte vernehmen.

Nach einem Mash-up aus "7 Tage, 7 Nächte" und "Ich, Roque", bei dem sich nicht nur Flo an den Drums kräftig auslassen konnte, sondern sich die Crowd zudem als äußerst textsicher und springfreudig erwies, folgten "Let’s Did It" und der Fußball-Ohrwurm "54, 74, 90, 2011", der spontan wieder das geniale Siegergefühl der letzten Weltmeisterschaft empor stiegen ließ. Mittlerweile war auch das letzte Sonnenlicht verschwunden, die volle Aufmerksamkeit auf die hell erstrahlte Bühne gerichtet und ab dann hieß es unentwegt Arme in die Luft, Mitsingen und Mitspringen.

Tosender Applaus und Singchöre unter sternenklarem Sommerhimmel

Kein Wunder, dass es die Berliner beim Ohrwurm-Kracher "Ein Kompliment" nicht mehr auf ihren Füßen hielt – ein Song, bei dem sie zudem die Gelegenheit hatten, selbst in lauten Singchören den Refrain zu übernehmen. Nach einem kurzen Ausflug in die Vergangenheit mit "Im Namen der Freundschaft" bedankten sich die drei für den rauschenden Applaus, die Treue und die tolle Zeit mit den Fans in all den "Wunderbaren Jahren".

Rollenwechsel. Für den aktuelleren Song "Es muss was wunderbares sein" tauschte Pit mit Drummer Flo kurzerhand Platz und Mikro – Pits Gitarre übernahm Techniker Nico. Zwischen den gesungenen Tönen folgten immer wieder witzige Anekdoten, kurze Dialoge mit dem Publikum und untereinander – was dem gesamten Abend eher den Charme eines gemütlichen Kneipen-Konzertes verlieh, als einem Open-Air-Event vor tausenden Menschen.

Zum Finale bescheren die Sportfreunde Berlin ein glitzerndes Konfettigewitter

Langsam neigte sich die gemeinsame schöne Zeit dem Ende zu, jedoch nicht, ohne den Euphorie-Pegel noch einmal mit "Applaus, Applaus" in die Höhe zu treiben. Zum offiziellen finalen "Wunder fragen nicht" ergoss sich schließlich ein spektakuläres Licht-Gewitter, gekrönt von Nebelkanone und glitzerndem Konfetti-Regen über den vorderen Reihen. Besucher des Sportie-Konzertes beim Rock am Ring Festival kennen diese fette Szene bereits. Für eine gefühlte Ewigkeit hüllte sich der Hof der Zitadelle in ein Glitzermeer, doch wer nun dachte, dass es das war, wurde eines besseren belehrt.

Erst nach insgesamt sechs Zugaben – wobei auch hier die Dramaturgie stimmte, da zum Abschied zuerst ruhigere Töne angeschlagen wurden – wollten Pit, Flo und Rüde ihre Fans ziehen lassen. Flogen bei "Festungen und Burgen" und "Lass mich nie mehr los" noch die Hände schwingend mit brennenden Feuerzeugen in die Luft, setzte Pit bei einem letzten Aufbäumen zu "Ich, Roque" mit seiner sprühenden Pyro-Gitarre noch einen drauf. Nach "Fast wie von allein", bei dem alle noch einmal schaukelnd mitsangen, verabschiedete Pit die Anhängerschaft mit einem finalem Abschiedsgruß "Peace!" und die Band verließ die Bühne. Eigentlich Schluss. Aber auch nur eigentlich. Nach minutenlangen "Zugabe"-Rufen zog es die Sportfreunde ein letztes Mal auf die Stage: "Seid ihr noch heiß, oder was?" – Die Antwort lag wohl auf der Hand.

Nach einem "Mrs. Robinson"-Cover schlug Flo am Schlagzeug den scheinbaren "We Will Rock You"-Takt an, der sich dann rasch als Auftakt zu "Auf der guten Seite" entpuppte. Nach insgesamt zwei Stunden bester Unterhaltung, diverser gute Laune Spritzen und noch mit einem nachwirkenden "Ohohoooh" auf den Lippen, wurden die Sportie-Fans schließlich in die laue Sommernacht entlassen. Servus, Sportfreunde, wir freuen uns schon auf eure nächste Visite!

(Wibke Bierwald)


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