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19.01.2009

Regisseur Oliver Döring über STAR WARS

Don Harris - Psycho Cop, Regisseur Oliver Döring über STAR WARS

Im Jahr 1978 schmuggelte ein 9jähriger Junge einen batteriebetriebenen Kassettenrekorder ins Kino und nahm mit einem kleinen Mikrofon den Ton des Films "Krieg der Sterne" auf. Wann auch immer dieser Junge danach in seinem Zimmer war, ließ er im Hintergrund diese verrauschte, hallige Aufnahme laufen. Als der Junge dann zu seiner eigenen Verwunderung nach einigen Monaten den kompletten Film zitieren konnte, schüttelten seine Eltern verständnislos den Kopf. Seine Freunde aber, die allesamt ebenfalls Star Wars-Fans waren, begegneten ihm mit großer Anerkennung.

 

 


Nicht im Traum hätte dieser Junge geglaubt, dass er gut 25 Jahre später mit den Original-Sounds, der Musik und mit Hilfe digitaler Technik die deutschen Star Wars-Hörspiele produzieren würde. Manchmal übertrifft die Wirklichkeit eben jeden Traum. Star Wars hat mich mein Leben lang begleitet und nun eine Brücke zu meinem jetzigen Beruf geschlagen. Als ich die Film-Hörspiele zur klassischen Trilogie verfasst habe, konnte ich noch immer fast alle Dialoge aus dem Gedächtnis niederschreiben. Und Dank meiner auditiv geprägten Vergangenheit wusste ich bei der Post-Produktion von "Labyrinth des Bösen" genau, wie sich das Warnsignal im Cockpit eines corellianischen Frachters anhören muss. Bis heute ist "Labyrinth des Bösen" meine mit Abstand aufwändigste Produktion. Die Arbeit an diesem Hörspiel war eine einzigartige Herausforderung, bei der ich mich James Luceno und George Lucas ebenso verpflichtet fühlte wie den deutschsprachigen Fans - und nicht zuletzt auch jenem 9jährigen Jungen, der mir bei jeder Phase der Produktion mit großen Augen über die Schulter geblickt zu haben schien.

 

 

Oliver Döring, Oktober 2007

 


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