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11.02.2013

Songways” das neue Album des Stefano Battaglia Trios

Stefano Battaglia Trio, Musikalische Reise an mythische Orte © Caterina Di Perri / ECM Records

Das Stefano Battaglia Trio führt auf seinem neuen Album “Songways” konzeptionell fort, was es auf seinem vielgelobten Vorgängeralbum “The River Of Anyder” begonnen hatte - mit einem Reigen aus Eigenkompositionen des Pianisten, die allesamt von Beschreibungen mythischer Orte in der Kunst und Literatur inspiriert sind. Diesmal dienten ihm als Vorlagen unterschiedlichste Werke von Alfred Kubin, Jonathan Swift, Charles Fourier, Italo Calvino, Edgar Allan Poe, Adalbert Stifter, Homer und Renée Daumal bis hin zur Bibel. Auf “Songways” findet das Trio “eine neue, harmonische Balance aus archaischen Gesängen und Tänzen, rein tonalen, liedhaften Stücken und abstrakten Texturen,” sagt Battaglia, “So wird die natürliche Entwicklung des Trios widergespiegelt, in dem das Schlagzeug nun größeren Bewegungsspielraum hat.“

Songs, Gesänge und Tänze - jede dieser Formen bietet Battaglia und seinem Bassisten Salvatore Maiore reichlich Raum, lyrische Ideen zu entwickeln. Zugleich gewähren die Kompositionen des neuen Albums Roberto Dani weitaus mehr Gelegenheit, sich als melodischer Schlagzeuger in Szene zu setzen und die Musik auf besonders einfühlsame Weise mitzugestalten. Für die Einspielung von “Songways” kehrte das italienische Trio in das Auditorio Radiotelevisione Svizzera von Lugano zurück, wo Manfred Eicher im November 2009 schon “The River Of Anyder” hatte aufnehmen lassen. Die natürliche Akustik dieses außergewöhnlichen Konzertsaals ist wie geschaffen für das atemberaubende Improvisationsspiel dieses Trios, das den Musikern hochkonzentriertes Zuhören und unmittelbares Interagieren abverlangt.

“Mit diesem viel versprechenden Improvisationskonzept gesellt sich das Battaglia Trio an die Seite des - auf ‘Faithful’ zuletzt fulminanten - Wasilewski- sowie des Bollani-Trios, um uns begründete Hoffnung auf weitere unerwartet aufregende Entwicklungen im schönen Medium des Pianotrios zu machen”, schrieb Alessandro Topa 2011, als er “The River Of Anyder” für Jazzthetik rezensierte. Dass die damaligen Hoffnung ihre Berechtigung hatten, beweist das Stefano Battaglia Trio nun eindrucksvoll auf “Songways”.


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