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Colvin & Earle, Colvin & Earle, 00888072389748

Colvin & Earle

Format:
CD
Label:
Concord Records
VÖ:
10.06.2016
Bestellnr.:
00888072389748
Produktinformation:

Zwei der bedeutendsten Singer-Songwriter Amerikas – beide seit den 1970ern aktiv – veröffentlichen ihr Debütalbum als Duo: die Folksängerin Shawn Colvin und der Rootsrocker Steve Earle.

Ihre Kollaboration ist die Frucht einer jahrzehntelangen Freundschaft und gegenseitigen Bewunderung. 1987 lernten sie sich kennen, als Colvin im Vorprogramm von Earle in einem Club in Massachusetts auftrat. Ein Jahrzehnt später brillierte Colvin mit ihrem Cover von Earles epochalem Song "Someday".
Nicht lang danach rückte die Lady aus dem Mittleren Westen mit der Grammy-prämierten Nr-1-Single "Sunny Came Home" an die Spitze der Folkrock-Bewegung. 2014 unternahmen die Beiden eine ausverkaufte akustische Tournee (“Songs and Stories, Together Onstage”) durch die USA, die den Anstoß zu "Colvin & Earle" gab. Die Lokalpresse feierte ihre Shows als "nahezu perfektes Match" (Albany Times Union), bejubelte "zwei der Größten ihres Metiers" (Cleveland Plain Dealer).

Als sie zurückkehrten schlug Earle vor, ein ganzes Album im Geiste dieser gemeinsamen Konzerte aufzunehmen, für das er brandneues Material schrieb und großartige Songs zum Covern auswählte, darunter "Ruby Tuesday" von den Rolling Stones und "Raise The Dead" von Emmylou Harris. Mit einer Allstar-Band verkrochen sie sich in das Haus ihres gemeinsamen Freundes Buddy Miller (Robert Plant, Lucinda Williams) in Nashville. Dabei waren Richard Bennett (der Gitarrist von Earles bahnbrechendem Debütalbum "Guitar Town"), der Schlagzeuger Fred Eltringham (Willie Nelson, Kacey Musgraves) und der Bassist Chris Wood von Medeski, Martin & Wood. Produziert von Miller, nahmen sie in anderthalb Wochen 14 Songs auf. Meisterhaft geben die Arrangements dem akustischen Live-Feeling von Colvin & Earle einen größeren Rahmen, zwischen Momenten von subtiler Anmut und rauem Schliff.

Vorab haben sie den "düstersten Song des Albums" (Earle) im Netz veröffentlicht: "You´re Right (I´m Wrong)", der "Bariton-Gitarre, Blue-Notes, Mundharmonika und mehrstimmigen Gesang zu einem sumpfigen, schrägen, süßen Sturm zusammenbraut", rezensierte Rolling Stone Country. Mit Honig- und Reibeisenstimme singen Colvin und Earle dort jede Silbe gemeinsam. "Die beiden heizen kräftig ein, doch der Song kocht nie über, siedet über vier Minuten", knüpft stilistisch bemerkenswert an Alison Krauss´ und Robert Plants großartiges "Raising Sand"-Album von 2007 an.

"You´re Right (I´m Wrong)" ist nur einer von sechs neuen Originalsongs, die Colvin & Earle aus dem Moment heraus gemeinsam komponierten. "Unsere Herangehensweise im Studio war: Wenn du den Song schon gleichzeitig singen und spielen kannst, ist er nicht mehr taufrisch – keine Raketentechnologie mehr, das aufzunehmen", erzählte Colvin lachend. Schon beim Album-Opener "Come What May" verblüfft, wie ihr kreativer Prozess zu einem großartigen Ganzen geführt hat. "Tell Moses" ist ein zwischen Ägypten und Missouri herumtollender Folk-Gospel, während "Happy and Free" beispielhaft Colvins & Earles beeindruckende Fähigkeit zeigt, gleichzeitig einfach und tief zu wirken. Melancholische Album-Momente wie auf "The Way That We Do" und "You're Right (I'm Wrong)" kommen persönlichen Erlebnissen der Beiden empfindlich nahe. "Wir sind schon eine Weile dabei und haben beide unsere Abgründe, über die wir schreiben können", sagt der Americana-Altmeister Earle mit einem kurzen Auflachen.
Neben den bereits erwähnten Coverversionen befindet sich eine neue Fassung von "You Were On My Mind" auf dem neuen Album, die gekonnt Elemente der Versionen von Ian & Sylvia und The We Five's kombiniert, ferner eine bluesige Neuaufnahme von "Tobacco Road" der Nashville Teens. Der womöglich bewegendste Moment kommt mit dem letzten Titel: "You´re Still Gone". Er beginnt mit sehr persönlichen Zeilen, die Buddy Millers Ehefrau Julie schrieb und die Colvin & Earle zu einem ganzen Song vervollständigten. Diese tiefe emotionale Verbindung zwischen den Beteiligten macht das Album größer als die Summe seiner Teile. Der Hörer spürt hier eine Chemie und Magie zwischen Künstlern, die scheinbar die Gedanken der Anderen lesen können.

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