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19.02.2014

"Alors On Danse": So gefeiert war Stromaes Konzert im Berliner Astra

Stromae, Alors On Danse: So gefeiert war Stromaes Konzert im Berliner Astra

"Alors On Danse" – spätestens nach diesen drei Vokabeln ist klar, um wen es hier geht. Der belgische Maestro des Rhythmus, Stromae, hat sein Kommen für den 18. Februar 2014 im Berliner Kulturhaus Astra angekündigt. Wie viel Begeisterung seine französisch sprachige Musik, inzwischen auch in der Hauptstadt auslöst, lässt sich bei einem Blick auf die Besucher-Schlange erahnen.

One-Hit-Wonder: Fehlanzeige

Es ist 20:40 Uhr Ortszeit, Stromae betritt unter tosendem Beifall die Bühne. Mit knielanger Shorts, hochgezogenen Kniestrümpfen, weißem Hemd und einem geometrisch verzierten Cardigan unterstreicht der 28-Jährige einmal mehr seine Stilsicherheit in Sachen Markenzeichen. Paul van Haver, der sich unter seinem Künstler-Namen Stromae, zu einem der faszinierendsten Popstars Europas entwickelt hat, vermag spätestens mit der Veröffentlichung  seines zweiten Albums "Racine Carreé" der One-Hit-Wonder-Schublade erfolgreich entkommen zu sein.

Stromae macht seine Form von Realismus für jedermann zugänglich

Wie kaum ein anderer Künstler versteht er es, sozial-und gesellschaftskritische Denkanstöße zu geben, die dennoch in einer vollkommenen Symbiose zu seinen Sorglos-Sounds stehen. Getragen von einer Mischung aus HipHop, Chanson, elektronischen Eurosounds und euphorisierender Beats, macht er sein Bild von Realismus für beinahe jedermann zugänglich.

Ein Künstler der Inszenierung

Neben seinem Band-Trio, das abwechselnd für schroffe Synthesizer Elemente und dramatisch klingende Samples sorgt, greift auch der Meastro selbst zu den Elektro-Drum-Sticks. Durch seine ranken Gliedmaßen und sein markantes Gesichts, verleiht Stromae seinen exzentrischen Posen eine grundgütige Grazilität. Auch visuell wurde ordentlich in die Trickkiste gegriffen. Ob eine gesteuerte Animations-Flotte, oder hypnotisierende Lichtwirkung, dem Auge des Zuschauers bot sich ein Effekt-Spektakel mit jeder Menge Liebe zum Detail.

Die Botschaft gilt es selbst zu entziffern

Und natürlich darf an so einem Abend auch eine französisch Lektion à la Stromae nicht fehlen – während er bei seinem Song "Moules Frites" mit einem verschmitzten Lächeln auf das belgische Nationalgericht verweist, ist die Botschaft dieser eher tragische Ode vielmehr das Thema Safer Sex. Den dramatischen Höhepunkt des Abends zelebriert Stromae anschließend mit seiner Single "Formidable", für deren Interpretation er, ähnlich wie bei dem Video zu "Fomidable", einen wankenden Absturz mimt.

Einer fehlt doch noch – Lasst uns tanzen

Doch auch nach dieser Darbietung vermag die erwartungsvolle Haltung in den Gesichtern des Publikums nicht abzuflachen – einer fehlt noch! Wenige Töne später, die Halle kreischt, endlich ist es soweit, Stromae präsentiert seine gefeierte Aufforderungs-Hymne – "Alors On Danse". Vier Jahre nachdem der Song das Licht der Welt erblickte, hat er an Zauber keinesfalls verloren. Die Fans feiern und tanzen sinngemäß zu den Moves von Stromae.

Zeitreise: Stromae überrascht mit einem "Alors On Danse" Medley

Mit seinem 90er-Medley, das sich aus Crystal Waters "Gypsy Women", Snap und einer kurzen Passage des Faithless Evergreens "Insomnia" zusammensetzt, läutet Stromae den Epilog seiner Show ein. Zwei weitere Songs später, verabschiedet sich der belgische Monsieur mit einem majestätischen Wink-Gruß und knipst schließlich das Licht aus. Kein Grund zur Sorge, bereits im Mai führt ihn seine große Europa-Tournee zurück nach Deutschland. In welchen Städten er haltmachen wird, seht ihr hier.

Und wie war er nun, dieser Abend mit Stromae?   - Merci, Formidable!


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