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18.01.2013

Sven Helbig vereint Klassik und Pop in seiner 'Sinfonie für die Hosentasche'

Sven Helbig, Sinfonie für die Hosentasche © Réne Limbecker

Auf seinem neuen Album „Pocket Symphonies“ führt Sven Helbig die kompakten Formen der Popmusik mit der voll entfalteten Kraft klassischer Sinfonien zusammen. Mithilfe einer Technik der Verdichtung schuf er eine „Sinfonie für die Hosentasche“, in der kein Stück länger als vier Minuten ist. Helbigs zwölf kurzen Stücken für Orchester und Klavierquartett liegen ganz unterschiedliche Bilder zugrunde. Eines haben sie indes alle gemeinsam. Sie erinnern an Filmmusik. „Harmonien und Melodien, die etwas erzählen wollen, werden nur noch im Film verwendet. Auf der Bühne ist das ja verpönt. Doch wohin will man nach Stockhausen mit der sogenannten Neuen Musik noch gehen? Sowie man eine schöne Melodie schreibt, die zudem noch reflektiert, was man als heutiger Künstler empfindet, entsteht die Assoziation zum Film“, erklärt der aus Eisenhüttenstadt stammende Musiker. „Viele Komponisten wären total verunsichert, wenn man ihre Musik mit Filmmusik vergleichen würde. Ich finde das hingegen schön, denn diese Stücke sind kleine Spaziergänge durch das Leben.“

Der zweifache Echo Klassik-Preisträger Sven Helbig erlangte mit der Produktion „Mein Herz brennt“, einem Orchesterzyklus nach Liedern der Gruppe Rammstein , große Aufmerksamkeit. Zudem arbeitete der klassisch ausgebildete Klarinettist und Schlagzeuger unter anderem mit der Band Polarkreis 18, Rapper Sido und der Popgruppe Pet Shop Boys zusammen. Für die Aufnahme seines Zyklus' „Pocket Symphonies“ mit zwölf sich aufeinander beziehenden sinfonischen Songs hat Helbig hochrangige Mitstreiter gewonnen. Der estnisch-amerikanische Dirigent Kristjan Järvi hat fast alle großen Orchester der Welt dirigiert und war Mitbegründer des renommierten Absolut Ensemble. Gegenwärtig leitet er das MDR Sinfonieorchester , das auch auf dieser Aufnahme zu hören ist. Außerdem setzte Helbig für die Einspielung seine Zusammenarbeit mit dem Fauré Quartett fort, die im Jahr 2010 bereits mit dem ECHO „Klassik ohne Grenzen“ ausgezeichnet wurde.

Das Album „Pocket Symphonies“ erscheint am 15. Februar bei Deutsche Grammophon. Am 25. Februar findet die Uraufführung von Helbigs Werk im Albertinum Dresden statt.


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