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The Band, The Capitol Albums 1968-1977, 00602547206572

The Capitol Albums 1968-1977

Format:
LP
Label:
Capitol
VÖ:
14.08.2015
Bestellnr.:
00602547206572
Produktinformation:

Die "Capitol"-Alben erscheinen neu gemastert auf 180g-‚heavyweight‘-Vinyl-LPs mit originalgetreu nachgebautem Artwork.

Die sieben gefeierten Capitol-Studioalben von "The Band" sowie das "Rock of Ages" Konzert-Doppel-Album sind von ihren ursprünglichen analogen Masterbändern neu gemastert worden. "The Band: The Capitol Albums 1968-1977", ein neues 9-LP-Vinylboxset, wird am 31. Juli 2015 von Capitol veröffentlicht; remastert für Vinyl bei ‘Capitol Mastering’ präsentieren sich die acht Alben der Sammlung auf 180g-‚heavyweight’-Vinyl mit originalgetreu nachgebautem Artwork in ursprünglicher Verpackung.

Bevor die Band 1968 selbst in den Fokus der Öffentlichkeit trat, verband die einzelnen Mitglieder bereits eine intensive, gemeinschaftliche Geschichte. Zwischen 1960 und 1962 spielten im Teenager-Alter die Multiinstrumentalisten Levon Helm (Drums, Gesang, Mandoline), Robbie Robertson (Gitarre, Klavier, Gesang), Rick Danko (Bass, Gesang, Geige), Richard Manuel (Keyboard, Gesang, Drums) und Garth Hudson (Keyboard, Horn) zum ersten Mal zusammen und nahmen gemeinsam als Mitglieder der Ronnie-Hawkins-Backingband unter dem Namen "The Hawks" auf. Ende 1963 emanzipierten sich „The Hawks“ und wurden zu "Levon & the Hawks"; unter diesem Namen spielten und nahmen sie 1964 und 1965 auf.
1965 trafen sich Robertson und Bob Dylan in New York, da Dylan gerade einen E-Gitarristen für seine Liveband suchte. Robertson und Helm schlossen sich Dylan zunächst für die ‚Forest Hills“- und die ‚Hollywood Bowl“-Auftritte an und überzeugten Dylan schließlich, die „Hawks“ für den Rest der Tour zu engagieren. „The Hawks“ begleiteten Dylan von Oktober 1965 bis 1966, wobei er durch das Spielen von Electric-Sets das Publikum in den USA, Australien und Europa gegen sich aufbrachte. Durch die verächtlichen Stimmen des "puristischen Folk-Publikums" entmutigt verließ Helm die Band im November 1965.
Nachdem die Tour 1966 beendet worden war, tingelten „The Hawks“ das nächste Jahr über durch kleinere Schuppen, häufig in Begleitung von Dylan, wobei sie einen höchst originellen Sound austüftelten, der auf die ein oder andere Weise die Palette der amerikanischen „Roots“-Musik umfasste: Country, Blues, R&B, Gospel, Soul, Rockabilly, hupendes Tenorsaxofon, anglikanische Kirchenlieder, Trauergesänge, Blasmusik, Volksmusik und moderner Rock – all das in einer Art und Weise miteinander verschmolzen, die niemand zuvor für möglich gehalten hätte.
1967 vereinte Helm die ursprünglichen Hawks wieder, um die Aufnahme ihres ersten Longplayer-Albums vorzubereiten. „The Band“ wurde 1968 mit dem Release von "Music From Big Pink" geboren, das direkt herausragende Bewertungen erhielt. Ein Redakteur des „Life Magazine“ schrieb, "The Band" seien in den Brunnen der Tradition getaucht und mit einem Eimer voll klarer, frischer Country-Seele wieder aufgetaucht, die die Ohren mit einem Sound spült, wie man ihn nie zuvor gehört hätte. Während das Album zur Veröffentlichung nur Platz 30 der Billboard-Charts erreichte, hat man es über die Zeit als eines der wichtigsten Alben der Rockgeschichte mit seiner Lead-Single "The Weight" erkannt.
Das zweite, nach sich selbst benannte Album „The Band“ wurde 1969 mit dem Hit „Up On Cripple Creek“ veröffentlicht. Aber es war die zweite Single, Robertsons Song über den Bürgerkrieg „The Night They Drove Old Dixie Down“, der an die Spitze der Charts kletterte, dem Album (und auch dem von Joan Baez) zu Goldstatus verhalf und „The Band“ zur Headliner-Kategorie erhob. Beide Songs wurden von Helm gesungen, zwei weitere wurden zu Dauerbrennern der Rockradios, das ausgelassene „Rag Mama Rag“ und das Sozialbewusstsein vermittelnde „King Harvest (Has Surely Come)".
"Stage Fright" transportierte die Band in die Siebziger. Sowohl der von Danko gesungene Titeltrack, eine Reflexion über den Starruhm, den sie erreicht hatten, als auch "The Shape I’m In" mit dem Gesang von Manuel wurde Radioliebling. Album Nummer vier, "Cahoots", präsentiert den funky Sound aus New Orleans in "Life Is A Carnival", einer Zusammenarbeit von Robertson, Helm und Danko und enthält Bob Dylans "When I Paint My Masterpiece“, das vor Dylans selbst aufgenommener Version erschien.
Während der letzten Woche des Jahres 1971 spielte "The Band" vier legendäre Konzerte in New York Citys ‚Academy Of Music‘, und läutete das Neue Jahr mit elektrifizierenden Aufführungen ein, die Horn-Arrangements von Allen Toussaint und sogar einen Überraschungsauftritt von Dylan bei der Silvester-Zugabe bereit hielten. Die Highlights der Konzerte wurden für eine klassische Doppel-LP zusammengestellt, "Rock Of Ages", das Platz 6 der Billboard-Charts erreichte und noch heute ein Kern-Album der Gruppe im Capitol-Katalog bildet (2013 wurde mit „The Band: Live At The Academy Of Music 1971“ sogar eine neu gemischte Gesamtaufnahme aller vier Shows veröffentlicht).
„Moondog Matinee“ (1973), ein Album voller Cover-Songs enthält die "The Band"-Version von „Ain’t Got No Home“, einem 1957er R&B-Hit der New Orleans-Legende Clarence „Frogman“ Henry, dessen liebliche Frosch-Stimme, die der Song erfordert, von Hudson eingesungen wurde.
Das sechste Studio-Album der Band war „Northern Lights–Southern Cross“, eine geschickte Referenz an ihre kanadischen Wurzeln und ihre Liebe zum amerikanischen Süden. Das Album von 1975 enthält das Dixieland-angehauchte „Ophelia“ sowie "Acadian Driftwood" und "It Makes No Difference". 1977 erschien dann mit „Islands“ das letzte Capitol-Album und auch das letzte in Originalbesetzung der Band. Das Album enthält  "The Saga Of Pepote Rouge", einen typisch exzentrischen "Band"-Song, und ein Cover von „Georgia On My Mind“.
1989 wurde "The Band" in die kanadische „Juno Hall of Fame“ aufgenommen; fünf Jahre später ereilte sie dieselbe Ehrung bei der „Rock and Roll Hall of Fame“. 2008 wurde „The Band“ mit dem "Recording Academy’s Lifetime Achievement Award" ausgezeichnet.
Leider sind die drei Mitglieder Richard Manuel, Rick Danko und Levon Helm mittlerweile verstorben, aber ihre Hinterlassenschaft lebt weiter in ihren Aufnahmen und dem greifbaren Einfluss, den sie auf die Popmusik seit ihrem ersten Erscheinen auf der Bildfläche ausgeübt haben. Beeindruckt haben sie nicht nur Bob Dylan, sondern auch viele andere „Major Player“ wie Eric Clapton, George Harrison oder Miles Davis. Dadurch, dass sie "Americana Music" gemacht haben, bevor der Begriff überhaupt etabliert wurde, verdient das Ensemble aus Rick, Levon, Garth, Richard und Robbie völlig zu Recht den Spitznamen "The Band".


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