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30.04.2015

Hot Jazz des 21. Jahrhunderts - Die "Hot Sardines" erobern Europa

Die amerikanische Jazzband "The Hot Sardines" hat die Herzen moderner Jazzfans im Sturm erobert. Das liegt an der unwiderstehlichen positiven Energie, die die Musiker verbreiten und am farbenfrohen Musikmix, der alte Zeiten wieder lebendig werden lässt.

The Hot Sardines, Hot Jazz des 21. Jahrhunderts - Die Hot Sardines erobern Europa © Leann Mueller/Universal Music Classics/Decca

Die Geschichte der Bandgründung von "The Hot Sardines" ist ein modernes Märchen. Bei einer Jamsession über einem Nudelladen mitten in New York City trafen sich 2007 der amerikanische Schauspieler Evan "Bibs" Palazzo und die französische Autorin Miz Liz. Blitzschnell wurde die Idee geboren, fortan gemeinsam musikalisch durchs Leben zu gehen.

Schicksalhafte Begegnungen

"Bibs" spielt heute Klavier bei den "Hot Sardines" und er wusste sofort, dass Miz Liz genau die richtige musikalische Partnerin für ihn war als sie ihn fragte, ob er etwas von Fats Waller spielen könnte: "Ich fing an 'Your Feet’s Too Big' zu spielen”, verrät er, "und Elizabeth hat einfach mitgesungen, als ob wir dieses Duett schon ewig zusammen gespielt hätten. Das war ziemlich magisch, denn keiner um uns herum kannte den Song überhaupt." Auch das dritte Bandmitglied kam eher zufällig dazu. Der Tänzer Edwin "Fast Eddy" Francisco wollte eigentlich nur etwas abholen, als er in eine Probe der beiden hereinstolperte und spontan anfing zu der Musik zu steppen - damit war die ungewöhnliche "percussion section" der Band geboren. Mittlerweile besteht "The Hot Sardines" auch noch aus Jason Prover (Trompete), Joe McDonough (Posaune), Nick Myers (Tenor Saxophon, Klarinette, Flöte), Sam Raderman (Gitarre, Banjo), Evan "Sugar" Crane (Bass, Sousaphone) und Alex Raderman (Schlagzeug, Percussions).

In Windeseile wurde die unkonventionelle Combo in New York City zu einem der spannendsten Jazzabenteuer dieser Tage. Zurecht. Die ungeheure Energie der Musiker, die das Schicksal und die Leidenschaft für die Sache zusammengeführt hat, zieht einen sofort in den Bann. So wird das Debütalbum "Hot Sardines", das am 1. Mai 2015 über Decca/Universal in den Handel geht, auch Europa im Handumdrehen in swingende Begeisterung versetzen.

Wenn man den ansteckenden Upbeat-Ohrwurm "Bei Mir Bist Du Schön" einmal hört, wird man ihn nicht mehr los - in der Interpretation von "The Hot Sardines" entfaltet das alte Original der Andrews Sisters, das stimmigerweise 1937 für Decca komponiert wurde, eine neue, moderne Strahlkraft. Weitere Highlights des Albums sind "Wake Up In Paris", ein von schwelgenden Streichern geseufzter musikalischer Liebesgruß, den Miz Liz für ihre französische Heimatstadt geschrieben hat, Sidney Bechets berühmter Song "Petite Fleur" oder die tempogeladene, calypso-gewürzte Version von "What a Little Moonlight Can Do". Und natürlich ist auch der Song auf dem Album dabei, mit dem alles angefangen hat: "Your Feet’s Too Big" ist eine Verbeugung der acht Musiker vor ihrem Idol Fats Waller.

The Sound of "Hot Sardines"

Will man den Musikstil genauer beschreiben, dem die "Hot Sardines" auf ihrem Debütalbum Leben einhauchen, dann wäre das vermutlich eine Mischung aus altehrwürdigem amerikanischen Jazz, der augenzwinkernd mit französischen Chansons durcheinandergewirbelt wird.

"Nichts ist unmöglich", sagt Miz Liz, "uns gefällt alles - von den Muppets über Bugs Bunny und von Harry Connick, Jr. über James Brown bis Louis Prima - all diese Einflüsse prägen unsere Musik." Die Kompositionen sind außerdem hörbar inspiriert von Jazz-Größen wie Louis Armstrong und Thelonious Monk. Ausgelassen, leidenschaftlich, überwältigend und originell ist der Sound, den die Musiker kreieren. Man fühlt sich in vergangene Zeiten und verrauchte Jazzclubs versetzt und wird zugleich von der unbändigen Energie der modernen Eigenkompositionen erfrischt.

Das stürmische Blechbläser-Lineup, die groovige Rhythmusgruppe und Miz Elizabeth’s bezaubernder Gesang in Englisch und Französisch sind ein echtes Erlebnis und machen das Album zu einem fulminanten Debüt, das auf viele weitere kreative Ergüsse hoffen lässt.

Am 22. Mai 2015 kann man sich bei einem Konzert in Berlin glücklicherweise selbst live davon mitreißen lassen.


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