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24.11.2011

Harmonie in Hollywood

The Puppini Sisters, Harmonie in Hollywood © Peter Zownir

„Wenn wir eine starke Idee haben, versuchen wir auch, sie in die Tat umzusetzen”, formulieren die Puppini Sisters ihren künstlerischen Antrieb.

Text: Götz Bühler | Bild: Peter Zownir

Eben noch im Weihnachts-Wahn, erobern die drei ungleichen Sangesschwestern aus London damit jetzt „Hollywood“. Eine Punktlandung: Nicht nur, weil in der Traumfabrik in rezessiven Zeiten wie diesen für gewöhnlich umso mehr die Kassen klingeln. Auch modisch liegen die Puppini Sisters mit ihrem glamourösen und leicht frivolen „Golden Era“-Look im Trend. Die elf Songs auf „Hollywood“ überzeugen allerdings auch ohne diese Äußerlichkeiten mit klassisch swingenden und sagenhaft klingenden Dreiklängen, dazu mit völlig neuen Arrangements und einer subtilen Prise britischem Humor.

„I Feel Pretty“ aus der West Side Story wird bei ihnen zum langsamen Country-Walzer, das mafiöse Liebeslied aus „Der Pate“ zum dramatischen Chanson „Parle Plus Bas“ – komplett mit Mandoline und Streichquartett. „Diamonds Are A Girl’s Best Friend“, Marilyn Monroes Evergreen aus „Blondinen bevorzugt“, wird (in Moll und) im Stil der britischen Dancebands aufgefrischt. Der einstige Judy Garland Hit „Get Happy“ ist jetzt eine moderne Mixtur aus Dixie-House-Beat und Country-Swing-Attitüde, die mit etwas Fantasie über jede bessere Tanzfläche marschieren könnte. Auch wenn die drei Damen optisch jedes Hollywood-Klischee bedienen, ihre musikalische Magie entfaltet sich originell und eigen – im filmreifen Traumland zwischen camp-iger Nostalgie und respektloser Moderne.


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