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The Cranberries, Tomorrow
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Produktdetail
The Cranberries, Bualadh Bos: The Cranberries Live, 0602527280301

Bualadh Bos: The Cranberries Live

Format:
CD
Label:
Island
VÖ:
16.02.2010
Bestellnr.:
0602527280301
Produktinformation:

Man mag es kaum glauben, aber "Bualadh Bos" ist tatsächlich das erste Live-Album der Cranberries - und das, obwohl die irische Band alles in allem fast 13 Jahre existierte. Und es bekanntlich seit Mitte letzten Jahres wieder tut: Denn seit Ende August 2009 musizieren die Hogan-Brüder Noel und Michael wieder gemeinsam mit Fergal Patrick Lawler und Dolores O'Riordan. Ein guter Zeitpunkt offenbar: Die Reunion-Tour war vielerorts recht fix ausverkauft - die Leute scheinen sie nicht vergessen zu haben.

Wenige Tage vor den Deutschlandterminen in Köln und Berlin erscheint nun also "Bualadh Bos", eine Kollektion von Live-Aufnahmen, die zwischen 1994 und 1998 in Los Angeles, Toronto, Michigan, Oslo und Tipperary entstanden - also ziemlich genau die Hochphase der Cranberries abdecken, in die sie dank des Single-Erfolgs von "Zombie" 1994 recht unvermittelt katapultiert wurden. So darf denn auch dieser Song nicht fehlen, hier in einer Version, die in ihrer irischen Heimat aufgenommen wurde. Und: "Zombie" wirkt noch immer. Dieser wuchtige Refrain, angeschoben von Hogans tief-verzerrtem Refrain, diese Stimme O'Riordans, die zwischen Wut und Klage vibriert. Der Single-Erfolg war freilich Fluch und Segen zugleich. Die Heavy Rotation des Songs und des Videos von Samuel Bayer auf MTV rückte die Band in die Alternative- und Grunge-Schublade zwischen Alice In Chains "Rooster" und Soundgardens "Spoonman" - und da gehörten die sonst eher folkigen, poppigen, düsterzarten Cranberries nun so gar nicht hin. O'Riordan schaffte es gar auf das Cover der Alternativ-Rockmagazins "Visions", das zu dieser Zeit auch schon mal gerne Acts wie Neurosis auf dem Cover hatte.

"Bualadh Bos" - was übersetzt "Klatscht in die Hände" heißt - ist nun noch einmal eine gute Möglichkeit, zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Man ist fast geneigt zu sagen: Im Vergleich zu den regulären Alben oder dem schnöden Best of "Stars" ist es die Bessere. Denn bei den vorzüglich aufgenommen Live-Songs hört man am ehesten, wie die Cranberries wirklich sein wollten. Während ihre Alben sehr glatt produziert waren, und folkige Authentizität oft gegen verkaufsfördernden Pop-Hochglanz tauschten, ist man hier ganz dicht an dem Sound, der ihnen am besten steht: Zumeist akustische Gitarren, die Dolores O'Riordans einzigartiger Stimme den Raum geben, den sie verdient und ein Drumming, das die Songs eher schüchtern voranschiebt. So wird man "Linger" oder das mit gebrochener Stimme vorgetragene "Ode To My Family" in diesen Versionen gerne dem Original vorziehen. Selbiges gilt mindestens auch für "Not Sorry" und "Free To Decide" - wo die Cranberries ganz treffend singen: "Return to where you come from". Das tun sie hier auf dieser Veröffentlichung - und sicher auch live auf der Bühne.

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