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26.06.2013

In Erinnerung an Theodor Storm

Theodor Storm, In Erinnerung an Theodor Storm

Theodor Storm – Am 4. Juli 2013 jährt sich der Todestag jener bedeutenden Figur der deutschen Literaturgeschichte zum 125. Mal.

Als Autor und Jurist war Storm tief verwurzelt mit seiner Heimat Husum und dem norddeutschen Kulturraum. Schon als Jugendlicher faszinierten ihn die vielen Mythen und mündlich überlieferten Erzählungen.

Auch sein letztes und bekanntestes Werk ist inspiriert von einer gespenstischen Sage, die sich um einen geisterhaften Reiter auf einem weißen Pferd rankt.

 „Wenn der halbe Mond ein karges Licht herabließ, glaubte ich eine dunkle Gestalt zu erkennen, und bald, da sie näher kam, sah ich es, sie saß auf einem Pferde, einem hochbeinigen hageren Schimmel; ein dunkler Mantel flatterte um ihre Schultern, und im Vorbeifliegen sahen mich zwei brennende Augen aus einem bleichen Antlitz an.“

Der Schimmelreiter hat nach Storms Ableben immer mehr an Bedeutung gewonnen und zählt zu den wichtigsten Werken des poetischen Realismus. In einer ungewöhnlichen Erzählstruktur inszeniert er die Geschichte des jungen Deichgrafen Hauke Haiens und thematisiert nicht nur den Aberglauben der Dorfbevölkerung, sondern auch den unerbittlichen Kampf von Mensch gegen die Gewalt der Natur.

Wenn die Möwen gackerten, wenn die Wasser gegen den Deich tobten und beim Zurückrollen ganze Fetzen von der Grasdecke mit ins Meer hinabrissen, dann hätte man Haukes zorniges Lachen hören können.  „Ihr könnt nichts Rechtes“, schrie er in den Lärm hinaus, „so wie die Menschen auch nichts Rechtes können!“

Gelesen wird der Literaturklassiker von Gert Westphal, dem „König der Vorleser“, der zahlreichen Hörbüchern seine warme und kontrastreiche Stimme lieh. Seine ausgezeichneten Vorlesequalitäten, lassen Storms Beschreibungen über die Halligen und den salzigen Geruch der Nordsee zu einem wahren Klangerlebnis werden.


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