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28.04.2011

Fachmann für musikalische Implosionen - "Songs" von Singer-Songwriter Thomas Dybdahl

Für seine bislang fünf Alben erhielt der Singer-Songwriter Thomas Dybdahl in seiner Heimat Norwegen zahlreiche Auszeichnungen. Nun stellte er mit Produzent Larry Klein für die CD “Songs” die Highlights aus diesen Alben zusammen.

Thomas Dybdahl, Fachmann für musikalische Implosionen - Songs von Singer-Songwriter Thomas Dybdahl © Kevin Westenberg

Thomas Dybdahl einer eindeutigen musikalischen Kategorie zuzuordnen, gestaltet sich problematisch. Der norwegische Sänger, Gitarrist und Songwriter tendiert in zu viele verschiedene Richtungen: Mal gibt er sich eher rockig, dann wieder ein wenig jazziger; nicht selten versetzt er seine Musik mit Rhythm’Blues- und Soul-Elementen und selbst vor Experimenten mit TripHoppern scheut er nicht zurück. In Skandinavien genießt Dybdahl schon seit einigen Jahren den Ruf, einer der besten zeitgenössischen Singer-Songwriter zu sein. Und auch in Großbritannien ist man - nicht zuletzt durch seine Zusammenarbeit mit Morcheeba - bereits auf seine Talente aufmerksam geworden. Nun veröffentlicht Thomas Dybdahl auf Larry Kleins neuem Label Strange Cargo die die Kollektion “Songs”, die aus dem Material seiner ersten fünf Alben zusammengestellt wurde.

“Ich sehe mich selber als Singer-Songwriter mit einem Fokus auf akustische Musik”, sagt Dybdahl. “Aber ich habe sehr breitgefächerte Einflüsse, selbst Soulmusik spielt da eine große Rolle. Ich habe zwar keine Soulband und bin kein Soulkünstler, aber ich gehe die Musik wie ein Soulsänger an. In meiner Musik gibt es allerdings auch eine Menge Einflüsse von zeitgenössischer und moderner klassischer Musik. Ich mag Sachen von Arvo Pärt und Morton Feldman. Und ich bin auch ein großer Filmusikfan.”

Auf “Songs”, seinem ersten international veröffentlichten Album, wechseln sich romantische, introspektive, extrovertierte, mitsummbare und abenteuerliche Stücke in munterer Folge ab. Dybdahl, der einmal Mozarts “Requiem” als sein Lieblingsstück identifizierte, hat aber mit gediegenden Art-Rock genauso wenig am Hut wie mit prätentiösen Versuchen, den Popsong aus einer klassischen Perspektive neu zu erfinden. Für den Norweger, der als Jugendlicher täglich mehrere Stunden Gitarre übte und sich zuerst von Metallica, dann von Led Zeppelin und Jimi Hendrix inspirieren ließ, ist alles schlicht und einfach nur Musik. Ohne Etiketten, ohne Abgrenzungen.

Stücke wie “Cecilia” und “B.A. Part” belebt Dybdahl mit sehr agilen und detailreichen Melodielinien, während er seinen Sinn für melodische Kompositionen in anderen Songs wie “From Grace” und “The Great October Sound” in vergleichsweise ekstatischere und weniger kinetische Bahnen lenkt. “Meine Stärke liegt darin, dass ich mich bemühe, immer die Ruhe zu bewahren und mich ein wenig zurückzuhalten”, sagt er. “Ich versuche so eine Implosion zu erzeugen und diese zu nutzen - meine Musik ist das Gegenstück zur guten alten Rock’n’Roll-Explosion.”

Bei fünf Konzerten, die Thomas Dybdahl im Mai mit seiner Band in Deutschland geben wird, kann man sich von den vielen Talenten des Norwegers bald auch live überzeugen: Den ersten Auftritt wird er am 6. Mai im Hamburger Uebel & Gefährlich absolvieren. Weiter geht es dann mit Gastspielen im Berliner Frannz/Kulturbrauerei (7. Mai), im Kölner Stadtgarten (8.Mai), in der Frankfurter Brotfabrik (10. Mai) und im Münchener Ampere (11. Mai).

Thomas Dybdahl “Songs”-Tournee 2011:
06.05.2011 Hamburg, Uebel & Gefährlich
07.05.2011 Berlin, Frannz/Kulturbrauerei
08.05.2011 Köln, Stadtgarten
10.05.2011 Frankfurt, Brotfabrik
11.05.2011 München, Ampere


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