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23.08.2010

Immer wieder neue Perspektiven

Thomas Quasthoff, Immer wieder neue Perspektiven © Harald Hoffmann / DG

„Musik eröffnet immer wieder neue Perspektiven! Vor allem dank junger, hochtalentierter Künstler, die den verschiedensten Repertoires neue Facetten abgewinnen und mit individuellen Interpretationen fesseln.“ So die Eigeninterpretation des Musikfestes Bremen, das in diesem Jahr bereits zum 21. Mal stattfindet und sich längst als eines der bedeutenden Musikfestivals Deutschlands etabliert hat. Dass aber auch bereits etablierte, mindestens genau so hochtalentierte Künstler das Musikfest erheblich mitgestalten, dafür steht unter anderem Thomas Quasthoff, der am morgigen Dienstag, 24. August 2010, in Felix Mendelssohn Bartholdys „Elias“ zu hören sein wird.

Dass Quasthoff selbst ein Garant dafür ist, den verschiedensten Repertoires stets neue Facetten abzugewinnen, dafür steht auch sein neues Album „Tell it like it is“, das am 17. September 2010 herauskommen wird. Während der erfolgreiche Bariton dort ganz bewusst musikalisches Neuland betritt, indem er seine Lieblingssongs aus Soul, Pop und Blues interpretiert, ist die Partie des Elias für Thomas Quasthoff längst  zu einer seiner Paraderollen geworden.

Ob neues oder altbekanntes Reperoire, Thomas Quasthoff weiß aber sehr gut, dass er dennoch bei jedem Abend aufs neue um eine gelungene Interpretation kämpfen muss. Gerade bei Mendelssohn Bartholdys Oratorium, „weil man in dieser Partie alle Farben und Emotionen zeigen kann, die einem als Bariton zur Verfügung stehen sollten.“ Und somit steht Klassik dem Jazz in keiner Weise nach – und umgekehrt!

Vielmehr scheinen die Themen näher beieinander zu liegen, als es einem auf den ersten Blick womöglich bewusst wird. „Im Rahmen allgemeiner Globalisierung – sprich zunehmender Gefühlskälte – erreichen uns diese Themen, die Mendelssohn-Bartholdy bearbeitet hat, mehr denn je. Denn die großen Themen in unserem Leben sind nun mal Liebe, Zweifel, Versagensangst und Glaube.“ Genau wie in Soul, Pop und Blues – nur irgendwie anders…


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