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Tift Merritt BACKSTAGE EXCLUSIV

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Biografie

07.05.2008

Biografie

Nach zwei Studio- und einem Live-Album sowie einer DVD-Produktion gönnte sich die junge amerikanische Sängerin, Gitarristin und Songschreiberin Tift Merritt eine kleine Auszeit in Paris, um dort zu entspannen und neue Inspiration zu schöpfen. Jetzt meldet sie sich mit ihrem brandneuen Album “Another Country”, das sie für Fantasy Records aufnahm, wieder zurück.

Nach einer langen, schlauchenden Tournee war Tift Merritt der Ansicht, daß sie sich eine Pause gönnen müsse und reiste nach Paris, wo sie zunächst bei Freunden unterschlüpfte und sich dann im zehnten Arrondissment ein eigenes Apartment mit einem Klavier mietete. “Die Zeit dort war wunderbar, ich konnte endlich einmal vollkommen ausspannen”, erinnert sie sich. “Ich weiß nicht, wie ich erklären soll, was mit mir passierte... ich kann nur sagen, daß die Zeit wie im Fluge verging und ich von allen Leuten einfach wunderbar behandelt wurde. Ich schoß Fotos. Ich schrieb Geschichten. Ich spielte Klavier. Ich verfaßte Songs.” Und diese Songs verwandelte sie nach ihrer Rückkehr in ihr drittes Album “Another Country”.

Die 1975 in Houston/Texas geborene Tift Merritt zog als Kind mit ihren Eltern nach Raleigh (Hauptstadt des Bundesstaates North Carolina). Zur Musik brachte sie ihr Vater, der ihr “alle Akkorde beibrachte, die man kennen muß” und sie mit der Musik von Bob Dylan und Dolly Parton vertraut machte. Während ihres Studiums an der University of North Carolina im benachbarten Chapel Hill lernte sie Zeke Hutchins kennen, der noch heute ihr Schlagzeuger ist. Gemeinsam gründeten sie die Band The Carbines, mit der sie in den kleinen Clubs der Umgebung auftraten.

1999 veröffentlichte Merritt gemeinsam mit der Band The Two Dollar Pistols die sehr Country-orientierte EP “The Two Dollar Pistols Meet Tift Merritt”. Der ebenfalls aus North Carolina stammender Kollege Ryan Adams besorgte der aufstrebenden Künstlerin schließlich Kontakte zu der Plattenfirma Lost Highway, bei der sie Mitte 2002 ihr eigentliches Debütalbum “Bramble Rose” herausbringen konnte. Es landete auf Anhieb sowohl beim Time Magazine als auch beim New Yorker in der Top 10-Liste des Jahres. Ihr 2004 veröffentlichtes zweites Album “Tambourine”, das ein Spur rockiger und souliger war als der Vorgänger, wurde für den Grammy in der Kategorie “Country-Album des Jahres” nominiert und sowohl von der Presse als auch den Fans mit Lobeshymnen überschüttet. Der Erfolg verschaffte Tift Auftritte in Jay Lenos “Tonight Show” und David Lettermans “Late Show” und gab ihr die Chance, bei Konzerten die Bühne mit Elvis Costello, Ryan Adams, Willie Nelson, Emmylou Harris, Gillian Welch und Nickel Creek zu teilen. Ein Jahr danach erschien das in North Carolina aufgenommene Live-Album “Home Is Loud”. Ein fürs Fernsehen aufgezeichnetes Konzert beim Austin City Limits Music Festival wurde schließlich im Oktober 2007 auf DVD herausgebracht.
Nun legt Tift Merritt, die am 8. Januar 2008 ihren 33. Geburtstag begeht, also ihr drittes Studioalbum mit dem Titel “Another Country” vor. Die Songs stammen allesamt aus ihrer Feder, die Produktion lag in den Händen des eklektischen George Drakoulias, der u.a. auch schon Alben von The Cult, den Black Crowes, den Jayhawks, Maria McKee, Primal Scream, Tom Petty, dem Wu-Tang-Clan und Soul Asylum sowie Tift Merritts “Tambourine” produziert hat. Aufgenommen hat sie die elf neuen Songs mit den Musikern ihrer eingespielten Band (neben Drummer Zeke Hutchins spielen in dieser seit Jahren der Bassist Jay Brown und Keyboarder Danny Eisenberg) sowie den Gitarristen Charlie Sexton und Doug Pettibone. Ihre alternativen Country-Wurzeln verleugnet die mittlerweile in New York lebende Tift Merritt auch diesmal nicht, wenngleich sie in ihre Songs immer wieder auch Elemente des Pop und Rock einfließen läßt. Mit dem in Französisch gesungenen “Mille tendresses” beendet sie das Album zudem mit einer charmanten Hommage an Paris und das französische Chanson. “Another Country” ist sicherlich ihr bislang in sich kohärentestes und zugleich persönlichstes Album.