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Valery Gergiev BACKSTAGE EXCLUSIV

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30.05.2011

In einer lauen Frühsommernacht - Das Sommernachtskonzert auf Schloss Schönbrunn

Im vergangenen Jahr stand Franz Welser-Möst am Pult der Wiener Philharmoniker im Park von Schoss Schönbrunn. Diesmal ist sein russischer Kollege Valery Gergiev an der Reihe und macht aus dem Sommernachtskonzert einen Sommernachtstraum.

Valery Gergiev, In einer lauen Frühsommernacht

Es ist ein Geschenk an alle Musikliebhaber, die am 2. Juni in Wien weilen. Denn das Konzert der Wiener Philharmoniker unter freiem Himmel im Park des zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Schlosses Schönbrunn ist kostenlos. Jeder, der rechtzeitig vor Ort ist, kann dabei sein, entweder ganz vorn auf den Stühlen mit direktem Blick oder wandelnd in den barocken Grünanlagen, die den Rahmen für das Musikereignis liefern. Und ein Ereignis ist es tatsächlich, große, faszinierende Werke in diesem außergewöhnlichen Ambiente zu erleben. Rund 100 000 Zuhörer sollen es im vergangenen Jahr gewesen sein, als Franz Welser-Möst die Wiener Philharmoniker durch das Sommernachtskonzert geleitet hatte und auch diesmal wird wieder mit einem ähnlichen Ansturm gerechnet. Zumal Valery Gergiev, der Chef des St. Petersburger Mariinsky-Theaters und weltweit renommierte Dirigent, ein bunt gemischtes Programm aus nachdenklichen, berühmten und virtuosen Momenten zusammengestellt hat.

Das Spektrum des Abends reicht von Liszt bis Paganini, von Mussorgsky bis Sibelius. Der Jubilar Liszt wird beispielsweise mit „Les Préludes“ gefeiert, Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ in der Orchesterversion von Maurice Ravel bringen einen Ohrwurm-Klassiker des Repertoires auf die Bühne. Mit der „Szene mit Kranichen“ von Jean Sibelius wird ein nachdenklicher orchestraler Gruß an das japanische Volk geschickt, ist doch der Kranich in der japanischen Kultur ein Symbol des Glücks und des langen Lebens. Und als besonders virtuosen Höhepunkt des Abends wird Gergiev schließlich den Geiger Benjamin Schmid auf die Bühne von Schönbrunn bitten. Er wird gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern den 1.Satz aus Nicolò Paganinis „Violinkonzert Nr.1“ in der Bearbeitung von Fritz Kreisler präsentieren. Das ganze Konzert wird bereits kurz darauf in doppelter Fassung erhältlich sein, zum einen in einer CD-Version, darüber hinaus aber auch als DVD mit dem Mitschnitt des österreichischen Fernsehens ORF. Live schließlich gibt es das Konzert im TV-Kanal 3Sat zu erleben, am Donnerstag, 2. Juni 2011 zu Christi Himmelfahrt von 21 Uhr an. Ein mitreißendes Spektakel!


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