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20.12.2012

Old Crow Medicine Show - Mit neuer Energie zurück zu den Wurzeln

Various Artists, Old Crow Medicine Show - Mit neuer Energie zurück zu den Wurzeln

“Als wir die Band 1998 gründeten, konnte man Leute unseres Alters, die Banjo, Kontrabass oder Fiddle spielten oder diese Art von Musik machten, mit der Lupe suchen”, verriet Critter Fuqua, eines der Gründungsmitglieder der Band Old Crow Medicine Show, kürzlich dem Wall Street Journal. “Das heißt, man konnte sie schon finden, wenn man die Fiddle-Festivals am Mount Airy, North Carolina oder in Galax, Virginia besuchte. Aber heute kann man einen Stein in jede beliebige Richtung werfen... und man trifft garantiert einen in einer Band, der Banjo oder diese Old-Time-Stücke spielt.” Tatsache ist, dass die Band Old Crow Medicine Show ihren Part dazu beigetragen hat, das Genre, das wechselweise als Old-Time-Musik, Americana, Bluegrass, alternative Country-Musik oder Counrtry-Folk umschrieben wird, mit einer guten Dosis Punk-Energie zu verjüngen und zu entstauben. Mit “Carry Me Back” hat das sechsköpfige Ensemble sein viertes Studioalbum vorgelegt, das nun in Deutschland als eAlbum erhältlich ist. In den USA schaffte es “Carry Me Back” wie seine drei Vorgänger im Nu auf Platz 1 der Bluegrass-Charts.

Dabei wäre das Album beinahe überhaupt nicht zustande gekommen. Nachdem die Band 2008 unter der Regie von Produzent Don Was ihr drittes Studioalbum “Tennessee Pusher” aufgenommen hatte, ging sie auf eine schlauchende dreijährige Quasi-Nonstop-Tournee, die zu inneren Spannungen zwischen einzelnen Bandmitgliedern und schließlich dem Ausstieg des charismatischen Sängers, Gitarristen und Banjospielers Willie Watson führte. Rettung nahte dann in der Person von Critter Fuqua, der die Band 2004 verlassen hatte (aber als Gast trotzdem auf sämtlichen Alben mitwirkte) und nun für Watson in die Bresche sprang. Mit den zwölf neuen Songs von “Carry Me Back” kehrt die Band laut eigener Aussage zur ihren Ursprüngen zurück. “Wir stoßen hier zu den Wurzeln unseres Sounds vor”, merkt Fiddler Ketch Secor an und fügt dann ironisch an: “So wie auf diesem Album hätten wir vor vierzehn Jahren geklungen, wenn wir damals schon etwas getaugt hätten.” Und das ist nun wirklich nicht die schlechteste Empfehlung!


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