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06.09.2013

Verve & Blue Note Today 2013: Verdoppeltes Vergnügen

Various Artists, Verve & Blue Note Today 2013: Verdoppeltes Vergnügen Universal Music

Seit letztem Jahr sind Verve Records und Blue Note unter einem Dach vereint. Die beiden Labels haben wie nur wenige andere die Jazzgeschichte geprägt. Und sie tun dies auch heute noch überaus erfolgreich . Deshalb wurde aus der beliebten CompilationVerve Today”, die Jazzfans schon seit 1997 alljährlich als Leitfaden durch das Geschehen der aktuellen Jazzszene dient, nun erstmals “Verve & Blue Note Today”. Dadurch blieb die stilistische Vielfalt dieser Compilation nicht nur erhalten, sondern wurde sogar noch um einiges erweitert. Die Auslese des Jahrgangs 2013 bietet Kostproben für nahezu jeden Geschmack und auch die eine oder andere Überraschung.

Den Auftakt macht diesmal Robert Randolph, der “Jimi Hendrix der Pedal-Steel-Gitarre”, mit seiner Funk-Rock-Band The Family und Gaststar Trombone Shorty, der gleich im Anschluss daran auch die Gelegenheit erhielt, ein besonders funkiges Stück aus seinem von Raphael Saadiq koproduzierten neuen Abum “Say That To Say This” vorzustellen. Auf den zeitgenössischen Dancefloor führt einen danach eine Nummer von der brandneuen “Verve Remixed”-Compilation “The First Ladies”: das Remix-Künstler-Kollektiv RAC präsentiert seine Bearbeitung von Ella Fitzgeralds Version von “Too Darn Hot”. Extrem groove-orientiert zeigt sich auch John Scofield mit seiner wiedervereinten Überjam-Band. Mit Freddie Hubbards KlassikerGibraltar” und dem mitreißenden Latin-Medley “Oye Como Va” verbreiten Trompeter Till Brönner respektive Sängerin Natalie Cole dann spanisch-lateinamerikanisches Flair, bevor Ryuichi Sakamoto mit seinem Trio für ein etwas ruhigeres, fast schon klassisches Zwischenspiel sorgt.

Die Norwegerin Kristin Asbjørnsen beeindruckt mit einem Spiritual, beim dem sie den afrikanischen Ursprung dieser Musik hervorhebt. In die klassische Richtung geht es wieder mit dem deutschen Trio Falk & Sons, das für sein neues Album “Toccata” einige der größten “Hits” der Barockmusik mit Elementen des Jazz, Rock und Funk aufpeppte. Ein absoluter Höhepunkt ist die unter die Haut gehende soulige Ballade “Hey Laura” von Gregory Porter, dem neuen Stimmwunder des Jazz. Nach all den Jazzern, die diverse stilistische Seitensprünge wagten, unternimmt der Flamenco-Gitarrist Tomatito einen Schritt in die entgegengesetzte Richtung, indem er ein Stück von Charlie Haden interpretiert. Eine noch größere Überraschung gelingt mit der cool swingenden Nummer “Es wird Herbst” der ehemaligen Schlagersängerin Mary Roos. Abgeschlossen wird die Compilation mit Aufnahmen von zwei führenden Trompetern des europäischen NuJazz: dem Norweger Nils Petter Molvær, der hier ein neues Duo mit dem Berliner Techno- und House-DJ Moritz von Oswald bildet, und dem Niederländer Rob van de Wouw.

Wie immer ist die Compilation für nur 4,99 Euro zu haben und beinhaltet in der CD-Version ein ausführliches Booklet in dem alle Künstler und ihre aktuellen Alben ausführlich vorgestellt werden.

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