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24.04.2015

Pokey LaFarge: Cool, sexy und liebenswert schrullig

Various Artists, Pokey LaFarge: Cool, sexy und liebenswert schrullig

Pokey LaFarge wirkt, als sei er in einer Zeitblase gefangen. Der aus dem Mittleren Westen der USA stammende Songwriter trägt mit Vorliebe Anzüge im Stil der 1930er Jahre, hat einen altmodischen Haarschnitt, spielt Vintage-Instrumente und macht vor allem Musik, die einen geradewegs in die Prohibitionsära zurückzukatapultieren scheint. Es ist ein schrullig-charmanter Mix aus frühem Jazz, Ragtime, Country-Blues, Honky-Tonk und Western-Swing. 

Pokey LaFarge schreibt einen Großteil seiner Songs selbst

Doch Pokey wildert dafür nur selten unter den Klassikern aus grauer Vorzeit. Den Großteil der Songs schreibt der 31-Jährige selber. Sieben Jahre lang führte er mit seiner eigenwilligen Musik ein Nischendasein. Dann entdeckte ihn der Garage-Rocker Jack White, ließ ihn auf seinem Album "Blunderbuss" mitwirken und produziert für sein Label Third Man Records die EP "Chitlin' Cockin' Time In Cheatham County" und 2013 das Album "Pokey LaFarge". Einen Karriereschub gab Pokey auch, dass er eine Nummer zum Soundtrack von Martin Scorseses grandiosem Prohibitionsära-Drama "Boardwalk Empire" beisteuern durfte.

Pokey LaFarge gelingt mit "Something In The Water" ein unterhaltsames Meisterwerk

Jetzt möchte dieser wundersame Musiker mit "Something In The Water", seinem ersten Album für Rounder Records, den Rest der Welt erobern. Aufgenommen wurde dieses höchst unterhaltsame Meisterwerk unter der Regie des JD McPherson-Produzenten Jimmy Sutton zusammen mit den Mitgliedern von Pokeys langjährigen Band sowie Musikern von NRBQ, den Fat Babies, den Modern Sounds und den Western Elstons.

"Something In The Water": Unverwechselbar eigene Musik aus amerikanischen Musiktraditionen

Für "Something In The Water" schöpfte Pokey LaFarge aus der tiefen Quelle amerikanischer Musiktraditionen, um eine unverwechselbar eigene Musik zu kreieren, die tatsächlich eher zeitlos denn retro ist und Genregrenzen in einer Weise überschreitet, die seine offenherzige Einstellung widerspiegelt. Durch seine umfassende musikalische Vision und sein Gespür für lebendige Geschichten hat er so etwas ganz Eigenes kreiert.

Das sagt Pokey LaFarge selbst über sein Album

"Man versucht etwas zu machen, das cool und sexy ist", sagt Pokey. "Aber am Ende kann man wirklich nur Musik für sich selber machen. Und ich habe den Eindruck, dass mir dies auf diesem Album das erste Mal geglückt ist. Als ich jünger war, setzte ich mich selbst sehr unter Druck. Ich hatte immer vor Augen, was für großartige Musik Typen wie Hank Williams und Bob Dylan und Otis Redding geschrieben hatten, als sie in ihren Zwanzigern waren. Aber jetzt verspüre ich diesen Druck nicht mehr. Jetzt kann ich einfach ich selbst sein."


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