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22.05.2015

Bruce Lundvall – Abschied von dem Mann, der Blue Note wiederbelebte

Various Artists, Bruce Lundvall – Abschied von dem Mann, der Blue Note wiederbelebte

Ein Vierteljahrhundert lang lenkte Bruce Lundvall die Geschicke des renommierten Labels Blue Note Records. Als er 1985 die Herausforderung annahm, Präsident der historischen Marke zu werden, lag dieses schon seit einigen Jahren in einem tiefen Dornröschenschlaf. Mit Hilfe des Produzenten Michael Cuscuna erweckte Lundvall es wieder zum Leben. Er sorgte in den folgenden Jahrzehnten dafür, dass legendäre Jazzmusiker, die teilweise schon in Blue Notes erster goldener Phase für das Label aufgenommen hatten, wieder verpflichtet wurden: etwa McCoy Tyner, Dexter Gordon, Tony Williams, Joe Henderson, Freddie Hubbard, Kenny Burrell, Charles Lloyd oder Stanley Turrentine. Zugleich gab er aber auch jüngeren Talenten wie Cassandra Wilson, Wynton Marsalis, Terence Blanchard, Stanley Jordan, Michel Petrucciani, Joe Lovano, John Scofield, Greg Osby, Jason Moran, Us3 und Norah Jones eine Chance. Es sollte nicht lange dauern, bis der Name Blue Note wieder ein Synonym  für innovativen, wegweisenden und stilbildenden Jazz war. 2010 gab der an Parkinson erkrankte Lundvall sein Amt als Präsident von Blue Note auf, stand dem Label aber immer noch als Chairman Emeritus beratend zur Seite. Nun ist Lundvall, der von Kollegen und Künstlern gleichermaßen geachtet und geliebt wurde, im Alter von 79 gestorben. 


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