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02.12.2016

Kriminell gut - "Mission: Impossible" kommt in die Hall Of Fame

Seit die Grammy Hall of Fame 1973 eingeweiht wurde, kann ein jeder an den Tonträgern, die in sie aufgenommen werden, alljährlich gut seinen eigenen Alterungsprozess nachvollziehen. Um dort einen Platz zu ergattern, müssen die Aufnahmen nämlich mindestens 25 Jahre alt sein und den "Test der Zeit" bestanden haben. Wenn man sieht, dass nächstes Jahr etwa N.W.A mit "Straight Outta Compton", Nirvana mit "Smells Like Teen Spirit", Prince mit "Sign O’ The Times" und R.E.M. mit "Losing My Religion" in diesen Aufnahme-Olymp aufsteigen, fragt man sich unwillkürlich: "Sind die tatsächlich schon so alt?"

Bei anderen Aufnahmen wiederum wundert man sich, dass ihnen die Ehre erst jetzt zuteilwird. In diese Kategorie fallen in der Regel Einspielungen von Jazzkünstlern. 2017 stammen - wie schon im Vorjahr - vier der insgesamt 25 Neuzugänge von Jazzern: Billie Holidays "Lady Sings The Blues", Cab Calloways "(Hep-Hep!) The Jumpin’ Jive", Louis Armstrongs "When The Saints Go Marching In" und "Mission: Impossible" aus der Feder von Jazzpianist und Filmkomponist Lalo Schifrin. Das unverwüstliche Thema ist die jüngste dieser Aufnahmen, hat 2017 aber immerhin auch schon fünfzig Jahre auf dem Buckel. Die beiden ältesten - von Louis Armstrong und dem Proto-Hipster Cab Calloway - gar 77 Jahre. "Lady Sings The Blues" wiederum war 1956 Billie Holidays letztes Album für das Norman-Granz-Label Clef und zugleich auch Titelgeber ihrer im selben Jahr erschienenen Autobiographie.

 


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