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Aktuelles Album

Produktdetail
Nico, The End, 00602537127474

The End

Format:
CD
Label:
Island Records
VÖ:
30.10.2012
Bestellnr.:
00602537127474
Produktinformation:

“The End“, Nicos viertes Studioalbum, aufgenommen 1974 und seit langem vergriffen, ist neu als 2-CD-Ausgabe erschienen. Jenseits musikalischer Schubladen ist “The End“ ein Paradigma des Art-Rocks und Wegbereiter von Gothic.

Für die neue Edition wurde das Original-Album remastert. Die Bonus-CD enthält einen erstaunlichen Schwung unveröffentlichten Materials, darunter Nicos Aufnahmen einer 1974er-Session mit dem legendären BBC-Radiomoderator John Peel. Der Song “Secret Side“ stammt aus einer Peel-Session von 1971 und erscheint hier erstmals auf CD. Dazu kommt ein Live-Titel aus der BBC-Sendung „Old Grey Whistle Test“ (1975). Zwei 1974er-Konzert-Tracks aus dem Londoner Rainbow Theatre vervollständigen das Bonusmaterial der neuen Ausgabe von “The End“.
“The End“ bildet den Abschluss einer LP-Trilogie von Nico mit John Cale (The Velvet Underground) – gemeinsam mit “The Marble Index“ von 1969 und “Desertshore“ von 1970. Für die Aufnahmen brachte Cale den Ambient-Musiker Brian Eno und den Gitarristen Phil Manzanera (beide damals Roxy Music) mit ins Studio. Kongenial, mit einer ungeheuren Instrumenten-Palette (Glockenspiel, Perkussion, analoge Synthesizer etc.), hüllen die Drei Nicos düstere teutonische Vocals und ihr minimalistisches indisches Harmonium in faszinierende, mystische Sound-Landschaften und Rhythmen. Mit dem Tontechniker John Wood (Cat Stevens, Fairport Convention, Nick Drake, Pink Floyd) stand eine Koryphäe hinterm Mischpult.

Auf dem Titelsong und The-Doors-Cover „The End“ verarbeitet Nico den Tod ihres Ex-Lovers Jim Morrison. Morrison war es, der Nico nach ihrer Kollaboration bei den Velvet Underground (und ihrem Cover-lastigen Debütalbum “Chelsea Girl“) darin unterstützte, eigene Songs zu schreiben. In “You Forgot To Answer“ beschreibt Nico autobiografisch das letzte Treffen der beiden. Kontrovers war Nicos Version des Deutschlandlieds (mitsamt der hierzulande verpönten ersten Strophe). Bei einer Aufführung in Berlin zerdepperten empörte Studenten die Bestuhlung. Sie bezeichnete es als ihre Antwort auf Jimi Hendrix´ Version des “Star Spangled Banners“.

Nico war ein It-Girl der 1960er, sie ist ein Archetyp des Model-Schauspieler-Sänger-Multitalents. Bereits als Teenager jettete die Deutsche mit spanischen und slowakischen Wurzeln in der Welt herum, spielte in Fellini-Filmen, geriet an den Stones-Manager Andrew Loog Oldham, hatte einen Sohn mit Alain Delon. Andy Warhol verkuppelte sie Mitte der 1960er mit Lou Reeds und John Cales Band The Velvet Underground. Nico sang auf dem Debütalbum der New Yorker und machte damit Rock-Geschichte. Im Juli 1988 starb sie auf Ibiza nach einem Unfall. Nico hat zahllose Indie-Sängerinnen inspiriert, darunter Siouxsie Sioux, Patti Smith und Björk.

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