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30.08.2005

Biografie: OST Die Weisse Massai


"DIE WEISSE MASSAI", OST von Niki Reiser

VÖ Soundtrack: 19. September 2005
Filmstart: 15. September 2005
Prädikat: besonders wertvoll

DIE WEISSE MASSAI, der Welt-Bestseller von Corinne Hofmann, wurde an Orginalschauplätzen in Kenia verfilmt. DIE WEISSE MASSAI erzählt die wahre Geschichte einer jungen Frau, die gegen alle Widerstände ihre große Liebe in einer fremden Kultur zu leben versucht.
Am Ende ihrer Ferien in Kenia lernt Carola (Nina Hoss) den Samburu-Krieger Lemalian (Jacky Ido) kennen. Eine Begegnung mit Folgen. Kurzerhand schickt Carola ihren Freund Stefan (Janek Rieke) allein nach Hause. Sie bleibt in Kenia und macht sich auf die Suche nach Lemalian. Nach einer abenteuerlichen Fahrt durch die afrikanische Wildnis lernt Carola in Maralal die Deutsche Elisabeth (Katja Flint) kennen und freundet sich mit ihr an. In Maralal trifft sie auch Lemalian wieder und folgt ihm in sein Dorf Barsaloi. Mit unglaublicher Energie und allen Widerständen zum Trotz baut sie sich ein neues Leben in Afrika auf. Doch was sie für die größte Liebe ihres Lebens hält wird zu einem Leben zwischen Himmel und Hölle, einem großen Abenteuer, eine menschliche Grenzerfahrung.
Das Abenteuer durch Himmel und Hölle dauerte vier Jahre. Eine mutige entschlossene Frau, ein stolzer Krieger und eine große Liebe vor der atemberaubenden Kulisse Afrika - das ist der Stoff für großes Kino und noch größere Gefühlswelten!

Gefühlswelten, die nach einer ebenso imposanten, dennoch sensiblen, aber vor allem tiefgehenden musikalischen Umsetzung verlangen. Und wer könnte sich da besser anbieten, als der Schweizer Komponist Niki Reiser. Bewies Reiser doch bereits 2001 mit der Filmmusik zu NIRGENDWO IN AFRIKA dass er es wie kein anderer versteht, den Zauber Afrikas ungeschminkt durch seine Kompositionen zu transportieren. Kein Wunder: In Vorbereitung auf diese Aufgabe, studierte Reiser extra in Nairobi, Kenia. Aber wozu die Eile?! Betrachten wir den eindrucksvollen Werdegang des Schweizers doch von Beginn an!

Niki Reiser wurde 1958 in der Schweiz geboren. Nach einer klassischen Flötenausbildung studierte er von 1980 bis 1984 an der BERKLEE SCHOOL OF MUSIC in Boston Jazz und Klassik mit filmmusikalischem Schwerpunkt. In seiner Heimat vertiefte er später seine Ausbildung mit zusätzlichen Studien im Bereich Komposition in Basel. Niki Reiser besuchte des weiteren Workshops und konnte unter anderem Erfahrungen mit den erfolgreichen Filmmusikkomponisten Ennio Morricone und dem mittlerweile verstorbenen Jerry Goldsmith sammeln. Von 1983 bis 1985 komponierte er bereits in den USA Musik für einige Filme. In dieser Zeit tourte er außerdem als Jazzflötenspieler mit dem Ensemble PEOPLE, welches er selbst mitbegründet hatte. Im Jahr 1986 zog es ihn wieder zurück nach Europa und er begegnete Regisseur Dani Levy. Für dessen Debütfilm DU MICH AUCH schrieb er dann gleich die Filmmusik. Der Film war in ganz Europa ein überraschender Erfolg und bekam in Cannes 1987 den CRITICS AWARD. Zu der Zeit trat Niki Reiser in die sehr bekannte Klezmerband KOL SIMCHA als Flötenspieler ein und komponierte dort ebenfalls einige Stücke.

In den nächsten Jahren komponierte er weiterhin für Dani Levy. So entstand 1989 ROBBYKALLEPAUL und 1992 I WAS ON MARS. Aber auch für andere Regisseure schrieb er die Filmmusik, wie 1994 zu Doris Dörries KEINER LIEBT MICH. Nebenher tourte er 1991-1993 mit KOL SIMCHA durch die Welt. 1995 vertonte er Dani Levys STILLE NACHT mit großem Erfolg, so brachte ihm der Soundtrack 1996 den BAVARIAN FILM AWARD für die beste Musik ein. Im Jahr 1996 fand auch die erste Begegnung mit Caroline Link statt. Ihr Debütfilm JENSEITS DER STILLE wurde für den ACADEMY AWARD nominiert. Gleichzeitig wurde die Filmmusik von Niki Reiser ein riesiger Erfolg. Allein in Deutschland verkaufte sich der Soundtrack über 200.000 Mal und gewann 1997 den GERMAN FILM AWARD für die beste Musik. Neben Kino- und TV-Filmen komponierte Niki Reiser ab 1997 auch für das Theater. Die zweite Welttournee mit KOL SIMCHA von 1997-1999 war ebenfalls sehr erfolgreich. Unter anderem gab es Konzerte in der CARNEGIE HALL und beim MONTREUX JAZZFESTIVAL.

Unter erneuter Zusammenarbeit mit Dani Levy entstand 1998 der Thriller MESCHUGGE. Im darauf folgendem Jahr komponierte er wieder die Musik zum neuen Film von Carolin Link: PÜNKTCHEN UND ANTON. Für diese beiden Filmescores gewann er 1999 wieder den GERMAN FILM AWARD für die beste Musik. Einen weiteren Filmmusikpreis, den SWISS FILMMUSIC AWARD, bekam Niki Reiser 2001 für das Drama KALT IST DER ABENDHAUCH. Des weiteren schrieb er die Filmmusik zur neuen Adaption von HEIDI und komponierte zusätzliche Musik zum Drama HEAVEN von Tom Tykwer.

Für das dritte gemeinsame Filmprojekt mit Caroline Link - NIRGENDWO IN AFRIKA wurde er 2002 wieder für die beste Musik mit dem GERMAN FILM AWARD ausgezeichnet. Darauf folgend entstand die Filmmusik zu dem Drama VÄTER von Dani Levy und zur Neuverfilmung des Kinderbuches von Erich Kästner, DAS FLIEGENDE KLASSENZIMMER.
Erst kürzlich gewann Niki Reiser für sein jüngstes Werk zu Dani Levys Komödie ALLES AUF ZUCKER! den Deutschen Filmpreis 2005 in der Kategorie "Beste Filmmusik". Was macht diesen Mann so besonders? Was macht seine Filmmusik so einzigartig? "Das Schreiben der Filmmusik", sagt Niki Reiser, "entsteht oft durch Improvisation zum Bild. Es ist mir ein Anliegen, mich in möglichst vielen Stilen der Weltmusik auszukennen, um jedem Film sein persönliches Gesicht verleihen zu können." Bei DIE WEISSE MASSAI ist es ihm wieder einmal gelungen!


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