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08.11.2005

Biografie: Higher Ground.doc

Various Artists
Jazz at Lincoln Center presents:
Higher Ground
Hurricane Relief Benefit Concert

Am 17. September 2005, also noch nicht einmal drei Wochen, nachdem der Hurrikan Katrina New Orleans zerstört hatte, konnte Wynton Marsalis zum "Higher Ground"-Benefizkonzert ins Rose Theater in der Frederick-P.-Rose-Halle in New York einladen. Mit hochkarätigen Künstlern wie Norah Jones, Diana Krall, Joe Lovano, Bette Midler, Art & Aaron Neville, Dianne Reeves, James Taylor und Cassandra Wilson gelang es, allein mit dem Konzert und einer sich anschließenden Auktion mehr als 2 Millionen Dollar Spenden zu sammeln. Jetzt veröffentlicht Blue Note mit "Higher Ground" die Höhepunkte dieses einmaligen Konzerts. Der Erlös aus dem Verkauf dieser CD wird dem Wiederaufbau von New Orleans zugute kommen.

"New Orleans ist einzigartig unter den amerikanischen Städten", sagt Jazztrompeter Wynton Marsalis, "weil es die einzige Stadt auf der ganzen Welt ist, die ihre volle eigene Kultur - Architektur, Musik und Festzeremonien - entwickelt hat. Sie ist von einzigartiger Bedeutung für die Vereinigten Staaten von Amerika, weil sie der originale Schmelztiegel war - eine Mischung aus spanischen, französischen, britischen, westafrikanischen und amerikanischen Menschen lebten in ein- und derselben Stadt. Der Zusammenprall dieser Kulturen brachte den Jazz hervor, und der Jazz ist wichtig, weil er als einzige Kunstform die fundamentalen Prinzipien der amerikanischen Demokratie bestätigt. Deshalb hat er das Land und schließlich die gesamte Welt erobert - er repräsentiert das Beste der Vereinigten Staaten."

Der weltweit gefeierte Musiker Marsalis weiß, wovon er spricht, stammt er doch selbst aus New Orleans geboren und erlernte hier - wie auch der ebenfalls in New Orleans geborene und am Projekt beteiligte Blue-Note-Künstler Terence Blanchard - das Trompetenspiel. Als künstlerischer Leiter des Jazz at Lincoln Center war Marsalis dabei die treibende Kraft hinter dem Benefizkonzert. Seiner Initiative und Überzeugungskraft ist es zu verdanken, dass sich auf "Higher Ground" gleichsam wie an einer Perlenkette Höhepunkt an Höhepunkt reiht. Da gibt es Shirley Caesars berührenden Opener "This Joy", Terence Blanchards hochemotionale Interpretation von "Over There", Art und Aaron Nevilles funkige Darbietung von "Go To The Mardi Gras" oder Diana Kralls entspannte Fassung des "Basin Street Blues" mit einem brillanten Cyrus Chestnut am Piano. Nicht minder großartig sind James Taylors tief aus dem Herzen kommende Version von "Never Die Young", Norah Jones' zärtliche Solo-Piano-Interpretation von Randy Newmans "I Think It's Going To Rain Today", Wynton Marsalis' souveräne Louis-Armstrong-Reverenz "Dippermouth Blues", Joe Lovanos meisterhaftes "Blackwell's Message" und Cassandra Wilsons großartiges "Come Sunday", das sie gemeinsam mit dem Lincoln Center Jazz Orchestra eingespielt hat und das dieses Album wie ein Schlussgebet beendet.

Die Einnahmen aus dem Verkauf von "Higher Ground" kommen direkt der Stiftung Higher Ground Relief zugute. "Der Fokus der Stiftung zielt darauf, direkt den Einzelpersonen und Familien zu helfen, die aus dem Großraum New Orleans evakuiert wurden. Es geht um Unterkunft, Ernährung, Erziehung, medizinische Versorgung und weitere grundlegende Überlebenshilfen. Darüber hinaus wird die Stiftung auch Ressourcen zur Verfügung stellen, um denjenigen Personen zu helfen, die ihr Zuhause und ihre Nachbarschaft wieder aufbauen wollen", erklärt Derek E. Gordon, Präsident und Chief Executive Officer von Jazz at the Lincoln Center.

Unmittelbar nachdem Katrina die Deiche von New Orleans brechen ließ, wurde darüber spekuliert, New Orleans vollständig aufzugeben. Seit Mitte Oktober 2005 ist New Orleans wieder trockengelegt. Jetzt bedrohen weitere Hurrikane die Stadt und ihre Bevölkerung - doch New Orleans denkt nicht daran, aufzugeben. "Wir sind nur so zivilisiert wie es der Grad unserer Großzügigkeit ist", erklärt Wynton Marsalis. "Lasst uns der Welt zeigen, dass es nicht Waffen, Pornografie oder materieller Reichtum sind, die Amerika zur mächtigsten Nation der Welt machen, sondern die Kraft unseres Gemeinschaftsgefühls. Vielleicht haben wir dies etwas vernachlässigt, aber diese Katastrophe gibt uns die großartige Möglichkeit, unser Handeln zu korrigieren." Oktober 2005

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