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07.10.2005

Jazzoriginale zum Mid-Price, Teil 3

Various Artists, Jazzoriginale zum Mid-Price, Teil 3

In diesem Herbst fallen nicht nur die Blätter, sondern auch die Preise einer ganzen Reihe von CDs, von denen wir meinen, daß sie in einer gutsortierten Jazzsammlung nicht fehlen dürften. Ab dem 20. September werden zwanzig Alben aus dem Verve- und Impulse!-Katalog vorübergehend zum Midprice (unverbindliche Preisempfehlung: 6,90 Euro) angeboten. Jazzsammlern bietet sich so eine hervorragende Gelegenheit, für wenig Geld ein paar Lücken in ihrer CD-Kollektion zu schließen.

Jazzoriginale zum Mid-Price, Teil 3

Charlie Parker - Charlie Parker
Die Wirkung, die Charlie Parkers Musik auf den Hörer ausübt, ist auch ein halbes Jahrhundert nach ihrer Entstehung noch ungebrochen. Die Tracks dieser CD, die zwischen 1947 und 1953 in Quartett- oder anderen kleineren Besetzungen gemacht wurden, ermöglichen dem Hörer die Entwicklung von Parkers innovativen Soli zu studieren. Die Quartett-Einspielungen mit Pianist Al Haig, Bassist Percy Heath und Schlagzeuger Max Roach waren auf CD bisher nur als Bestandteil der 10-CD-Box "Bird: The Complete Charlie Parker On Verve" erhältlich. Diese CD enthält außerdem alle Verve-Aufnahmen, die Parker mit dem Pianisten Hank Jones machte. An diesen Einspielungen waren u.a. auch noch Coleman Hawkins, Kenny Dorham, Ray Brown, Buddy Rich und Shelly Manne beteiligt.


Oscar Peterson - We Get Requests
Nicht wenige seiner besten Aufnahmen spielte der kanadische Pianist Oscar Peterson im Laufe der 60er Jahre ein. Gemeinsam mit dem Bassisten Ray Brown und Schlagzeuger Ed Thigpen bildete er damals das klassische Piano-Trio schlechthin. "We Get Requests" war Petersons letztes Album für Verve und präsentierte eine geschmackvoll abgestimmte Mischung aus populären Songs der 60er, Jazzstandards und Eigenkompositionen.


Sonny Rollins - On Impulse
Am 7. September feierte Sonny Rollins seinen 75. Geburtstag. Univeral Jazz macht ihm und allen Rollins-Fans aus diesem Anlaß ein kleines Geschenk: Mit einer CD-Neuauflage des vor 40 Jahren für Impulse! aufgenommenen Albums "Sonny Rollins On Impulse!". Dieser mit dem Pianisten Ray Bryant, Bassist Walter Booker und Schlagzeuger Mickey Roker eingespielte Klassiker enthält neben dem fröhlichen Calypso "Hold 'Em, Joe" vier exzentrische Standard-Interpretationen, die exemplarisch sind für Rollins' formidables Rhythmusgefühl, seinen intelligenten Humor und sein musikalisches Genie.


Tony Scott - Music For Zen Meditation
Als der Klarinettist Tony Scott 1964 mit dem Koto-Spieler Shinichi Yuize und dem Shakuhachi-Flötisten Hozan Yamamoto, zwei Meistern der traditionellen japanischen Musik, "Music For Zen Meditation And Other Joys" aufnahm, waren die Begriffe Weltmusik und New-Age-Musik noch weit davon entfernt, in aller Munde zu sein. Auch nach über 40 Jahren haben diese Einspielungen nichts von ihrer Frische und Originalität eingebüßt.


Nina Simone - High Priestess Of Soul
Um puritanische Konventionen hatte sich die Sängerin und Pianistin Nina Simone nie so recht geschert. Wenn ihr ein Song gefiel, nahm sie ihn ihr Repertoire auf, ganz gleich, ob es sich um einen Jazzstandard, eine Rhythm'n'Blues-Nummer, ein französisches Chanson, einen Country-Blues, ein Gospel-Stück oder einen Soul-Song handelte. Mit ihrer markanten musikalischen Persönlichkeit gab sie jedem Titel ohnehin ihr eigenes Flair. Auf der CD "High Priestess Of Soul" aus dem Jahre 1966 zeigte sich Simone, begleitet vom Orchester Hal Mooneys, vor allem von ihrer souligen Seite.


Jimmy Smith - The Cat
In den Jahren, in denen der Organist Jimmy Smith unter der Ägide des Produzenten Creed Taylor Aufnahmen für das Verve-Label machte, gelang ihm mit vier Einspielungen von bekannten Filmthemen der Einzug in die Billboard-Singles-Charts. Auf "The Cat" befinden sich ausgewählte Songs von zwei Soundtracks. Für das Titelstück erhielt der Komponist, Arrangeur und Bandleader Lalo Schifrin einen Grammy. Als das Album - übrigens wohl die beste Aufnahme, die Smith je mit einer Big-Band gemacht hatte - 1964 erstmals veröffentlicht wurde, begeisterte es Jazz-, Rhythm'n'Blues- und Popfans gleichermaßen.


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