Bemusterung: Ben Howard

THEMA
Ben Howard

GENRE
ROCK

Aktueller Artikel

30.06.2015
Glastonbury 2015: Das waren die musikalischen Highlights

Vom 26. bis 28. Juni 2015 gab sich das Who-Is-Who der internationalen Musikszene bei dem Glastonbury Festival of Contemporary Performing Arts die Ehre: Die Mutter aller Festivals für Musik und dastellende Kunst glänzte mit einem genre-überfgreifenden Line-Up - hochkarätig besetzt, wie sich von selbst versteht: Neben den Headline-Performances von Kanye West und Florence + The Machine - letztere sprangen als Ersatz für die Foo Fighters ein - konnten knapp 200.000 Festival-Besucher unter anderem zu Aufritten von Years & Years, James Bay, Hozier, The Chemical Brothers, Ben Howard und The Libertines feiern.

Energiegeladener Festival-Auftakt: James Bay rockt die Pyramid Stage

Der BRITs 2015 Critics' Choice Award-Gewinner James Bay eröffente das Glastonbury 2015 am Freitagnachmittag als einer der ersten Acts. Mit "Hold Back The River" heizte er dem Publikum an der Pyramid Stage ein, das direkt lautstark mitsang und jubelte. Der 24-Jährige, der natürlich auch bei diesem besonderen Event seinen Hut trug, spielte neben seinem großaen Hit auch die Songs seiner Debüt-Scheibe "Chaos And The Calm", mit der er in Deutschland bis auf Platz drei der Album-Charts kletterte. Völlig zurecht, wie er es hier unter Beweis stellt.

The Libertines melden sich mit neuen Songs zurück

Aufgrund der vergangenen Eskapaden von Frontmann Pete Doherty, war es eine Weile still um die Kultband The Libertines. Nun gaben die Briten ihr langersehntes Comeback. Als weiterer Nachzügler-Act, wurden The Libertines laut NME Magazin erst wenige Minuten vor ihrem Gig mit dem Hubschrauber eingeflogen. Die Garage-Rocker spielten ein grandioses Set und stellten dem Glastonbury-Publikum zwei neue Songs vor: Unter anderem premierte die Gruppe den Song "Gunga Gin" sowie das Doherty Solostück "Handsome". Ihr neues Album soll noch 2015 erscheinen.

Florence + The Machine zollen Foo Fighters-Frontmann Dave Grohl ihren Tribut

Am Abend übernahmen Florence + The Machine die Rolle des Last Minute-Headliners und ersetzten mit ihrer Performance den Auftritt der Foo Fighters. Die Band musste ihren Festival-Gig streichen, da sich Front-Sänger Dave Grohl vor wenigen Wochen in Göteburg auf der Bühne das Bein brach. Mit den Worten "Dave, we love you!", kündigte Florence Welsh während der Show eine Cover-Version des Songs "Times Like These" an. Das Publkum hatte eine gute Zeit und feierte ausgiebig zu den Titeln des FATM-Albums "How Big How Blue How Beautiful".

Sonnenuntergangs-Kulisse bei Ben Howard 

Ben Howard brachte mit seiner Performance am Samstagabend etwas Ruhe in den hektischen Festival-Trubel: Vor romantischer Sonnenuntergangs-Kulisse zog er das Gelände in den Bann seiner magischen Singer-Songwriter-Produktionen und sorgte für das ein oder andere geschlossene, feuchte Auge bei den anwesenden Festival-Besuchern. Zugegeben, Ben ist kein Mann der großen Worte, wenn es um die Interaktion mit dem Publikum geht. Doch sein Glastonbury-Auftritt zeigte erneut: Weniger ist manchmal eben doch mehr. 

Years & Years setzen Statement zur gleichgeschechtlichen Liebe

Die drei Jungs von Years & Years spielten ihr Glastonbury-Debüt und bewiesen mit ihrer Performance am Samstagnachmittag auf der komplett ausgelasteten John Peel Stage, warum sie als eine der Newcomer-Bands 2015 gehandelt werden. Gute Laune versprühend, feierte das Trio die eigenen Electro-Pop-Titel wie "Shine" oder "King" so, als hätten sie diese selbst zum ersten Mal im Club gehört. Zudem präsentierte sich Sänger Olly im glitzernden T-Shirt in Regenbogenoptik und setzte damit ein ein klares Statement für die gleichgeschlechtliche Liebe. Ihr Album "Communion" erscheint am 10. Juli 2015.

"I am the greatest living Rockstar on the Planet": Kanye Wests umstrittener Auftritt

Für den wohl umstrittensten Glastonbury-Moment 2015 sorgte Kanye West - natürlich. Vorab hagelte es viele Kritiken für den Headliner-Auftritt des Rappers. Die Antwort von Kanye folgte prompt am Samstag: Auf der Pyramid Stage spielte er ein 100 minütiges Set, holte sich Bon Iver-Sänger Justin Vernon auf die Bühne und coverte den Queen-Klassiker "Bohemian Rhapsody". Während dem Track "Black Skinhead" bekam Kanye zudem ungewollten Besuch vom Comedian Lee Nelson, welchen er unbeeindruckt abführen ließen. Am Ende fasst es Mister West noch einmal für alle zusammen:"I am the greatest living Rockstar on the Planet".

Hozier versprüht rockige Sonntags-Vibes

Sonntagnachmittag - das Wochenende hat bei dem ein oder anderen bereits erste Spuren hinterlassen. Da waren die sanften, rockigen Vibes von Hozier genau die richtige musikalische Untermalung. Neben seinem Nummer-1-Hit "Take Me To Church", den er sich ganz für den Schluss aufhob, performte der 25-Jährige unter anderem die aktuelle Single "Someone New" und überraschte mit einer Cover-Version des Ariana Grande-Songs "Problem feat. Iggy Azalea". Seine anfängliche Aufregung konnte Andew Hozier Byrne trotz der riesen Menschenmasse dennoch gut kaschieren, wie wir finden.

The Chemical Brothers liefern imposante Laser-Show als krönenden Abschluss

Zu guter letzt feuerten The Chemical Brothers am Sonntagabend ihre Beats über die Other Stage und feierten den krönenden Glastonbury-Abschluss mit einer sehr eindrucksvollen Lasershow. Damit demonstrierten Tom Rowlands und Ed Simons ganz klar, dass sie es noch immer - wenn nicht gar noch besser als je zuvor - verstehen, eine feierwütige Masse in Ekstase zu versetzen. Unter anderem ließen sie die Lyrics zum legendären Song "Galvanize" in grünen Signalfarben aufleuchten und präsentierten neue Songs aus ihrem bereits achten Studio-Album "Born In The Echoes", das am 17. Juli 2015 erscheinen soll. "Push the button":


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