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11.05.2016

Charmantes Interview: Lernt Walking On Cars noch besser kennen

Walking On Cars, Charmantes Interview: Lernt Walking On Cars noch besser kennen

Walking On Cars sind derzeit mit ihrem Debüt-Album "Everything This Way" und ihrem Hit "Speeding Cars" in aller Munde. Wir konnten in unserem Interview noch charmante Details aus ihnen herauskitzeln, von denen ihr sicherlich noch nicht wusstet. Ein Ping-Pong aus elf Fragen und Antworten ließ die fünf Iren viel über sich preisgeben - Überraschendes wie Lustiges. Hört im Anschluss, was die Poprocker dabei verraten haben.

Frage 1: Welche CD würdet ihr auf einer einsamen Insel dabei haben wollen?

Die Antworten auf diese Frage sind vielfältig, wie Walking On Cars selbst. Paul Flannery, Bassist der Band, muss darüber nicht lange nachdenken: "Ich nehme Bon Ivers zweites Album, weil es nie alt wird. Immer, wenn du es hörst, gibt es etwas Neues, das dir gefällt." Pianistin Sorcha Durham bevorzugt hingegen ihre Lieblingsband Arcade Fire: "Ich liebe Arcade Fire, also nehme ich 'The Suburbs'." Die Antworten von Lead-Gitarrist Dan Devane und Drummer Evan Hadnett fallen auch sehr unterschiedlich aus. Dan steht auf die "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" von den Brit-Legenden The Beatles. Evan mag es härter, er wählt "Master Of Puppets" von Metallica

Frage 2: Wolltet ihr schon immer Musiker werden?

Patrick verrät sofort: "Ich schätze schon, ja. Ich wollte auch Fußballspieler werden, aber ich war nie gut genug und dann fing ich an Musik zu machen und wollte von da an Musiker sein. (...) Aber irgendwann war ich 18 und war auf der einen Seite nicht gut genug um Fußballer zu werden, auf anderen Seite übte ich nicht ausreichend für eine Musik-Karriere und da realisierte ich: Ich werde nichts davon werden. Also was zur Hölle mache ich? (...) Und dann ging ich zur Uni und war zwei Jahre lang angepisst, weil ich nicht wusste, was ich machen möchte." Die kleine Anekdote von Frontmann Patrick Sheehy wird von Lachen unterbrochen. "Also schmiss ich das und kaufte ein Klavier - und da begann alles", fügt er hinzu. 

Sorcha beeindruckt mit einem ganz anderen Karriere-Weg: "Ich studierte Politik und Geografie und wollte einmal bei der UN arbeiten - etwas mit Menschenrechten machen. Also hieß es irgendwann Musik oder diesen Weg weitergehen. Und da passierte die Musik einfach. Und die Band." Patrick schaut überrascht zu ihr hinüber: "Cool, das wusste ich gar nicht!" Unser Interview hält also selbst für Walking On Cars noch neue Informationen über die anderen Bandmitglieder bereit. 

Frage 3: Welchen Song spielt ihr am liebsten live?

Natürlich interessiert uns auch, welchen Song Walking On Cars bei ihren Live-Performances bevorzugen. Drummer Dan beginnt: "Mein Lieblings-Song live ist 'Catch Me If You Can'. Die ganze Energie, das Tempo - und er macht Spaß." Sorcha trifft eine andere Wahl: "Ich glaube, mein Lieblingslied live ist 'Hand In Hand', einfach weil er massiv ist. Dieser gewaltige Bass - und du musst einfach dazu rocken." Dem schließt sich Patrick an. "Hand In Hand" sei ein Song, zu dem das Publikum immer abginge. "Meiner ist 'Speeding Cars'", unterbricht Paul die einheitliche Meinung. "Wenn da dieses Solo losgeht - und die Bridge. Es ist einfach episch", erklärt er begeistert. 

Frage 4: Wie habt ihr euch kennengelernt?

"Warum guckst du da mich an?", fragt Paul den kichernden Patrick. "Ehm, wir kennen uns alle aus der Schule und sind alle grob aus einer Stadt", erklärt er dann. "Es ist eine wirklich kleine Stadt. Ich, Dan und Evan waren zusammen in einer Band seit wir 12 Jahre alt waren - wir spielten Green Day-Songs", sagt Paul. Ein allgemeines Grinsen macht sich in den Gesichtern der Bandkollegen breit. "Auf die Empfehlung von Dans jüngerem Bruder ging ich zum Gitarren-Unterricht. (...) Nach ein paar Wochen wusste ich trotzdem kaum, was abgeht", erzählt Patrick dann offen. Es frustriere ihn bis heute, die Gitarre nicht zu beherrschen.

Frage 5: Wie war die Reaktion auf euer Album?

Sorcha beginnt: "Es ist ein großartiges Gefühl, das Album final fertig zu haben. Unsere Fans zuhause waren grundsätzlich total geduldig - sie haben immerhin drei Jahre lang nach diesem Album gefragt. (...) Die Reaktion, die wir dann bekommen haben, war einfach nur toll." Patrick ergänzt: "Manchmal muss ich mich kneifen, um zu realisieren, dass Leute es hören, teilen und darüber tweeten. Es ist verrückt, was in den Netzwerken abgeht." Außerdem sei es fantastisch, die neueren Songs endlich live zu performen, meint Bassist Paul. "Es ist cool, diese Songs zu spielen und sie den Leuten vorzustellen", erzählt er. 

Frage 6: Wie war es in Dingle aufzuwachsen?

"Dingle ist ein toller Ort. Es war sehr friedvoll, wir hingen viel rum und machten Musik. Wir gingen aus, trafen Freunde. Aber an dem Punkt, wo wir jetzt sind, sind wir ziemlich glücklich, dort aufgewachsen zu sein - weil der Ort reich an Kultur und Musik ist. Es gab da dieses Festival (...) Wenn wir die Bands auf der Bühne sahen, realisierten wir erstmals: 'Oh, man könnte es schaffen. Man könnte wirklich Fuß fassen'", schwelgt Sorcha in Erinnerungen. Es war eine große Inspiration für die junge Nachwuchs-Band. Außerdem sei Dingle ein sehr isolierter Ort, an dem vor allem die Szene der traditionellen Musik vorherrsche - ihre eigene kleine Blase aus modernen Genres half ihnen somit dabei durchzustarten. 

Frage 7: Habt ihr irgendwelche Nachrichten für Freunde und Familie?

"Wir wären heute nicht hier, wenn nicht alle so geduldig gewesen wären und uns so unterstützt hätten. Freunde und Familie haben mit uns an einem Strang gezogen", erklärt Sorcha zum Zusammenhalt mit ihren Liebsten. Diese brachten der vielbeschäftigten Band viel Verständnis entgegen: "Wir haben viel gearbeitet als wir zuhause waren und waren anschließend viel unterwegs - wir mussten also privat sehr zurückstecken. Und sie unterstützten uns alle in dieser irren Zeit." Patrick ergänzt außerdem: "Die Leute sehen uns als rockende Band auf der Bühne (...) doch dahinter steckt eine lange Liste an Leute, die das erst möglich macht. (...) Wir sind wirklich, wirklich dankbar. Dieses Album gibt es wegen euch, Leute!"

Frage 8: Wart ihr jemals von einem Star beeindruckt? 

Patrick hat da eine witzige Geschichte parat: "Ich habe Ben Howard in Dingle getroffen (...) und jedes Mal, wenn ich meinen Mund öffnete, brach meine Stimme weg - ich benahm mich so bescheuert wie noch nie." Er ahmt überspitzt sein damaliges Verhalten nach: "Ich stotterte ungefähr so. 'Soll ich das unterschreiben?', fragte Ben dann." Daraufhin habe er fiepsend genickt und sei schnell durch die nächstbeste Tür verschwunden. Ähnlich nervös habe Dan einmal vor Paramore-Sängerin Hailey Williams gestanden, als er sie London sah. Sorcha hingegen begegnete Brit-Star Ellie Goulding ausgerechnet auf der Toilette.

Frage 9: Welchen Songtext würdet ihr euch als Tattoo stechen lassen?

Wie aus der Pistole geschossen, antwortet Paul: "Ich denke, das wäre 'Shake It Off' - nein, das war ein Scherz." Mit seinem Witz aufs Korn genommen hat er Popstar Taylor Swift. Dann wird Dan wieder ernst: "Wenn ich mir ein Tattoo stechen lassen würde, würde es vermutlich eine Textzeile von Biffy Clyro sein: 'We are, like lightening, surrounded. You are the human strobe'" Frontmann Patrick würde sich eher etwas etwas lustiges verewigen lassen. Seine Lieblingszeile aller Zeiten sei: "You're just picking your nickles from your ass", von einer irischen Band. 

Frage 10: Wann fühlt ihr euch auf der Bühne am wohlsten?

"Je größer der Gig ist, desto freier fühle ich mich", antwortet Patrick. Gerade er, als Frontmann von Walking On Cars, muss viel mit dem Publikum interagieren. Und doch outet er sich bei unserem Interview niht gerade als Fan dieser Situationen. "Wenn man intimere Shows spielt, muss man sich viel mehr mit der Crowd austauschen und das kann ziemlich seltsam sein (...) Ich fühle mich nicht in der Lage diese Ruhe zu unterbrechen", gibt der Sänger zu. Sorcha erinnert sich außerdem: "Wenn wir vor unserer vertrauten Gemeinschaft gespielt haben, wussten wir, dass sie für uns da ist (...) Du spürst dann nicht so viel Druck, weil du sie nicht mehr von dir überzeugen musst".

Frage 11: Wann habt ihr angefangen eure Instrumente zu spielen?

"Ich habe mit 12 Jahren begonnen mein erstes Instrument zu spielen. Es war eine Gitarre. Was dabei rauskam, war grausam, weil es für mich einfach unmöglich war sie vernünftig zu spielen. Du brauchtest Hulk-Finger dafür. Ich war so froh, als ich das Ding los war", meint Bassist Paul. Sorcha erzählt von einer Anekdote aus der Kindheit: "Mein erstes Instrument war eine Blechflöte, in der Grundschule." Evan hingegen deutet auf seine Bandkollegen und sagt: "Ich setzte mich an die Drums wegen der zwei Kollegen gegenüber." Gemeint sind Paul und Dan. Paul antwortet bestätigend: "Ja, wir brauchten einen Drummer!" Dan entgegnet dann: "Wir haben immer versucht, Leute davon zu überzeugen unser Schlagzeuger zu werden - und du warst einfach am leichtesten zu überzeugen".

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