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19.08.2005

Preis der Deutschen Schallplattenkritik für Wayne Shorter

Wayne Shorter, Preis der Deutschen Schallplattenkritik für Wayne Shorter

Der Saxophonist und Komponist Wayne Shorter hat für sein letztes Verve-Album "Beyond the Sound Barrier" gerade den Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik erhalten. Das Album enthält Live-Mitschnitte von Konzerten, die Shorter mit seinen Begleitern (Pianist Danilo Pérez, Bassist John Patitucci und Schlagzeuger Brian Blade) zwischen 2002 und 2004 gab.

"Wayne Shorter ist wohl neben John Coltrane und Sonny Rollins der bedeutendste Tenorsaxophonist des neueren Jazz und einer der ganz wenigen, die außer Steve Lacy dem Sopransaxophon eine eigene Stimme verliehen haben", schrieb Thomas Fitterling in einer Rondo-Rezension dieses Albums. " Ihn nur als Instrumentalisten zu würdigen greift allerdings viel zu kurz, immer war er auch Komponist, der die Gruppen, in denen er mitwirkte nachhaltig konzeptionell prägte. Man denke an Art Blakey's Jazzmessengers, das epochale zweite klassische Miles-Davis-Quintett, Weather Report und natürlich an seine eigenen Bands. Vielleicht pflegt er heute das Davis-Erbe am überzeugendsten, weil sein akustisches Quartett eine echte working band darstellt, die mit Danilo Pérez am Klavier, John Patitucci am Kontrabaß und Brian Blade hervorragend besetzt ist, und er so der große Ermöglicher sein kann. Dabei bleibt er der grandiose Geschichtenerzähler, dessen besonderes Gestaltungsmittel die Reduktion ist. Seine Mitspieler reagieren hellwach auf seine Impulse, bringen die ihren ein, bieten ständig Varianten an - und die Kommunikation ist so perfekt, daß nicht simultane Beliebigkeit, sondern Gestaltung entsteht."

Neben Wayne Shorters "Beyond The Sound Barrier" wurden in der Sparte Jazz noch zwei weitere Alben mit dem Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet: die drei CDs umfassende Box "Monk's Casino - The Complete Works Of Thelonious Monk" (Intakt/Records) von dem Berliner Pianisten Alexander von Schlippenbach und das Album "Next Generation" (Concord Jazz/in-akustik) von Vibraphonist Gary Burton.


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