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01.03.2011

Willie Nelson & Wynton Marsalis, feat Norah Jones - Here we go again

Für »Here We Go Again: Celebrating The Genius Of Ray Charles« fanden sich die beiden ungewöhnlichen Seelenverwandten erneut auf einer Bühne zusammen, diesmal im Rose Theater, einem weiteren Konzertsaal des Lincoln Center, um dort im Februar 2009 mit einem konzeptionellen Programm rund um die wegweisenden Songs von Ray Charles zu begeistern. Prominent unterstützt wurden die beiden Musiker bei den beiden ausverkauften Konzertabenden von Norah Jones, die mit den Songs von Ray Charles ebenfalls wohlvertraut ist und es als besondere Ehre empfand, gemeinsam mit Nelson und Marsalis aufzutreten. Einfühlsam und voller Experimentierlust singt und swingt sich dieses einmalige Dreigestirn durch ein stilistisch weit gefächertes Repertoire von Songs, mit denen Ray Charles schon zu Lebzeiten zur Ikone wurde und wie selbstverständlich Soul, Rhythm’n’Blues, Country, Jazz und Pop für sich vereinnahmte. Der zwölf Tracks umfassende Songzyklus über den Aufstieg und Fall einer Liebe, den der Konzertmitschnitt »Here We Go Again« bildet, scheint sich jeder vorschnellen Kategorisierung zu entziehen. Einerseits sind hier all jene Songs zu hören, die Ray Charles groß gemacht haben — von »Hallelujah I Love You So« über »Unchain My Heart«, »Hit The Road Jack«, »Makin‘ Whoopie« bis hin zu seinem wohl größten Hit »What I’d Say« — andererseits sorgen die neuen Arrangements von Marsalis und befreundeten Künstlern aus dem Umfeld des Jazz at Lincoln Center für eine erfrischende Neubetrachtung der Klassiker. Die Songs werden hier in denkbar unterschiedlichsten Stilen vorgetragen, als Gospel-Two-Beat, Boogaloo, Countryballade, Bolero, Hard-Bop, Walzer und Swing. Für die kongeniale musikalische Umsetzung sorgen das Marsalis-Quintett — Walter Blanding (Tenorsaxophon), Dan Nimmer (Piano), Carlos Henriquez (Kontrabass) und Ali Jackson (Schlagzeug) — sowie Nelsons langjähriger Begleiter Mickey Raphael an der Mundharmonika. »Ich nenne das Roots-Groove-Musik«, erklärt Wynton Marsalis, der auch mit der Set-List den Handlungsbogen dieses Konzeptalbums gespannt hat. »Roots-Musik reicht über alle Grenzen und Genres in der amerikanischen Musik hinweg. Es gab eine Zeit in den frühen 1950ern, in der Musiker auftauchten, die von jeglicher Art von Musik beeinflusst schienen.« Willie Nelson kann ihm da nur beipflichten: »Du musstest einfach alle möglichen Arten von Musik lieben, um deine eigenen Interpretationen der Songs zu finden.« Besonders angetan hatte es Nelson seinerzeit das Ray-Charles-Countryalbum »I Can’t Stop Loving You«: »Ray hat allein mit diesem einen Album mehr für die Countrymusik bewirkt als jeder andere, weil er Millionen seiner Fans Countrysongs nahegebracht hat und so der Countrymusik ein neues Publikum erschloss.« Norah Jones war sichtlich angetan, zu diesem besonderen Konzertevent eingeladen worden zu sein. »Da gab es nicht viel zu überlegen. Ich liebe Willie über alles und habe zu ihm eine wunderbare künstlerische Beziehung. Und mit Wynton wollte ich auch schon immer etwas machen.« Die Freude war umso größer, als sie erfuhr, dass die Klassiker von Ray Charles im Mittelpunkt stehen würden: »Ich kenne alle seine Songs. Wir lieben sie doch alle. Mehr Gemeinsamkeit kann es kaum geben.« »Here We Go Again: Celebrating The Genius Of Ray Charles« ist fürwahr eine Herzensangelegenheit, eine stilistisch abenteuerliche und doch höchst stimmige Hommage an einen der größten Universalkünstler der Popmusik. Da macht auch das Herz eines jeden Musik-Aficionados »Whoopie«. An instant Blue-Note-Masterpiece! Tracklist: 1. Hallelujah I Love Her So (Gospel 2-beat / Boogaloo / 4/4 Swing) 2. Come Rain Or Come Shine (Walking Ballad) 3. Unchain My Heart (Bolero with Habanera bass) 4. Cryin' Time (Country Ballad) 5. Losing Hand (Dirge with Chain-Gang Shuffle) 6. Hit The Road Jack (Gospel 2-beat / 4/4 Swing) 7. I’m Moving On (Boogaloo with Afro-Latin Backbeat / 4/4 Swing) 8. Busted (Gospel 12/8 Shuffle) 9. Here We Go Again (Rhythm & Blues 12/8 Shuffle) 10. Makin’ Whoopie (Hard-Bop 2-beat / 4/4 Swing) 11. I Love You So Much (It Hurts) (Waltz) 12. What'd I Say (Boogaloo)


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