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18.11.2011

Biografie 2011

Yelawolf: Der neue Star des ‚Dirty South’

Die Rap-Entdeckung der USA

Zweites Album „Radioactive“ am 25.11.

 

Michael Wayne Atha alias Yelawolf hat etwas erreicht, was man in den vergangenen Jahren im Rap-Genre meist vergeblich suchte: Er hat dem Stil neue Nuancen verpasst und klangliche Innovationen geschaffen. Sein eigenwilliger, spannender Sound changiert zwischen harten, kantigen Beats und überraschenden Ausflügen in den amerikanischen Classic Rock. Zwischen diesen beiden Polen hat der ausgezeichnete Rapper, der seine Reime mit stakkatohafter Präzision kickt, sein klangliches Zuhause gefunden. Damit stößt er in seiner Heimat derzeit auf große Begeisterung. Insbesondere seine Live-Shows, eine Mischung aus Rap- und Rock-Konzerten, zählen zu den derzeit spannendsten Perfomances im HipHop-Genre. Am 25.11. erscheint sein zweites Album „Radioactive“, zuvor kommt Yelawolf für ein Konzert nach Deutschland.

 

Wollte man einen passenden Begriff für Yelawolfs Sound finden, so bietet sich vor allem das Wort ‚heterogen’ an. Denn es gibt einfach nicht den Yelawolf-Sound – dafür agiert der Rapper aus den amerikanischen Südstaaten schlicht zu freigeistig und unberechenbar. Ob er zu schweren, kraftvollen und zuweilen geradezu angsteinflößenden Beats rappt oder seine Musik mit Sound-Samples von Lynyrd Skynyrd, The Doors, Pink Floyd oder The Allman Brothers untermalt: In seiner unkonventionellen Herangehensweise an Rapmusik lässt sich jederzeit ein hoch talentierter, visionärer junger HipHopper entdecken.

 

Seine für einen HipHopper ungewöhnliche Affinität zum Classic Rock vergangener Tage erklärt sich aus seiner selbst gewählten Herkunft. Als Kind zog er mit seiner allein erziehenden Mutter von Ort zu Ort, quer durch die USA. So lernte er die Eigenheiten verschiedener amerikanischer Regionen kennen: Das schnelllebige New York, die gemütlichen Provinzen des Mittelwestens, das sonnig leichtfüßige Leben Kaliforniens. Als er sein Leben auf eigene Füße stellte, wählte er den Süden, genauer: Alabama. Die natürliche Verbindung aus großem Traditionsbewusstsein und modernem Leben empfand er als optimalen Nährboden für seine eigene Kreativität.

 

2005 erschien sein erstes Album „Creek Water“ auf einem kleinen Indie-Label. Jenes brachte es zu ersten Achtungserfolgen und einem Plattenvertrag mit Columbia Records, der jedoch noch vor einer Veröffentlichung wieder aufgelöst wurde. Stattdessen reiste er viel durch die USA und übertrug seine Erlebnisse in Songs – die Presse beschrieb ihn fortan als „einen modernen Jack Kerouac mit den Reimskills eines LL Cool J“. Diese Songs mischte er unter seine mittlerweile hoch gehandelten Mixtapes, die er unter Eigenregie veröffentlichte. Auf dem Mixtape „Stereo“ (2008) lebte er erstmals intensiv seine Begeisterung für Classic Rock aus, indem er über die Instrumental-Versionen großer Rock-Hits rappte. Das im vergangenen Jahr erschienene Mixtape „Trunk Muzic“ zeigt hingegen seine ganze stilistische Breite und beweist: Es gibt kaum noch Grenzen von Yelawolf. Nun erscheint im Spätsommer sein zweites Album „Radioactive“. Es dürfte der Auftakt für eine mittlerweile mehr als überfällige Weltkarriere sein.


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