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Gregg Allman
01.12.2017

Grammy Awards 2018 – Gregg Allman winken postum zwei Trophäen

Obwohl er hart mit den gesundheitlichen Spätfolgen seiner früheren Alkohol- und Drogenexzesse zu kämpfen hatte, blühte der Sänger, Keyboarder und Songwriter Gregg Allman in seinen letzten Lebensjahren kreativ noch einmal so richtig auf. Bevor der frühere Frontmann der legendären Allman Brothers Band am 27. Mai 2017 von der Bühne des Lebens abtrat, stellte er mit Hilfe des Produzenten Don Was das Album “Southern Blood” fertig, das wenige Monate nach seinem Tod erschien und weithin als kraftvolles musikalisches Vermächtnis gefeiert wurde. Nun hat es Allman postum auch zwei Grammy-Nominierungen eingebracht: für “Southern Blood” selbst (Best Americana Album) und für das Lied “My Only True Friend” (Best American Roots Song). Parallel wurde das Album – zusammen mit Vijay Iyers “Far From Over” und Ornette Colemans “Celebrate Ornette” – gerade in der US–Ausgabe des Rolling Stone in die Liste der besten Alben des Jahres 2017 aufgenommen. Die letzte Grammy-Nominierung hatte Gregg Allman 2011 für sein Solo-Comback-Album “Low Country Blues” erhalten.
Mit bereits 27 gewonnenen Grammys besetzt Alison Krauss derzeit gleichauf mit Quincy Jones Platz 2 der ewigen Grammy-Gewinner-Rangliste. Im März brachte die Fiddle spielende Sängerin mit “Windy City” nach achtzehn Jahren endlich wieder ein neues Soloalbum heraus. Mit zwei Songs von ihm geht sie nun ins Rennen um die Grammys: “Losing You” ist für die “Best Country Solo Performance” nominiert und “I Never Cared For You” für die “Best American Roots Performance”. Gleich drei Preise könnte wiederum die Rhythm’n’Blues-Sängerin Ledisi absahnen: in der Kategorie “Best R&B Album” ist sie mit “All The Way” am Start, während sie mit dem Titelsong für die “Best Traditional R&B Performance” und mit “High” schließlich für die “Best R&B Performance” nominiert ist.
Einen Heimvorteil genießt bei der Grammy-Verleihung am 28. Januar 2018 der New Yorker Pianist Bill Charlap. Denn die Veranstaltung wird erstmal seit 2003 wieder im New Yorker Madison Square Garden über die Bühne gehen. Charlaps Trio wurde mit “Uptown, Downtown” für den Grammy für das “Best Jazz Instrumental Album” vorgeschlagen. In der Kategorie “Best Traditional Pop Vocal Album” sind Crooner Seth MacFarlane mit “In Full Swing” und Singer/Songwriter Sarah McLachlan mit ihrem etwas anderen Weihnachtsalbum “Wonderland” nominiert. Seth MacFarlanes Arrangeur Joel McNeely ist außerdem mit seiner Überarbeitung des Songs “I Like Myself” für das “Best Arrangement, Instruments and Vocals” aufgestellt. Das Duo Taj Mahal & Keb’ Mo’ buhlt mit seinem Meisterwerk “TajMo” um den Grammy für das “Best Contemporary Blues Album”.
Eine Liste sämtlicher Grammy-Nominierungen finden sich hier.
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