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Preis der deutschen Schallplattenkritik — J.S. Ondara auf der Bestenliste

J. S. Ondara
Josh Cheuse
16.05.2019
Ob das mit ausschließlich akustischen Instrumenten eingespielte Album tatsächlich in die Kategorie “Rock” gehört oder nicht doch besser in der Sparte “Folk & Singer/Songwriter” oder auch “Blues” aufgehoben gewesen wäre, darüber könnte man sicherlich mit der Jury des PdSK diskutieren. Aber Genreeinordnungen sind heute letztendlich eine Nebensächlichkeit. Tatsache ist, dass J.S. Ondara mit “Tales Of America” ein außergewöhnlich faszinierendes Debütalbum gelungen ist.  Auf ihm verarbeitet der aus Kenia stammende Singer und Songwriter auf poetische Weise sehr persönliche Eindrücke von seiner neuen Heimat USA. In elf fesselnden Songs wirft er einen liebevollen, aber auch kritischen und mit leiser Ironie getönten Blick auf den amerikanischen Traum, der ihn selbst angelockt hat. Ständig zwischen Blues, Folk und, ja, auch etwas Rock wandelnd, bewegt er sich dabei in den Fußspuren von inspirierenden Vorbildern wie Bob Dylan oder Neil Young, bereichert die Musik zugleich aber auch dezent um einige afrikanische Elemente.
In der Begründung schreibt Jury-Mitglied Manfred Gillig-Degrave: "Mit siebzehn verliert J. S. Ondara in Nairobi, Kenya, eine Wette, dass ‘Knocking On Heaven’s Door’ ein Song von Guns N’Roses sei — und entdeckt so Bob Dylan. Deshalb will er Singer/Songwriter werden. Drei Jahre später, im Februar 2013, kommt er in Minneapolis, Minnesota, an; das Visum hat er in einer Green-Card-Lotterie gewonnen. Nach weiteren sechs Jahren erscheint sein sensationelles Debütalbum. Man hört Referenzen an Dylan und Tracey Chapman, Neil Young und Ray Lamontagne. Vor allem aber hört man einen sechsundzwanzigjährigen Folk- und Blues-Troubadour mitTenor- und Falsettstimme, der in elf spärlich, aber wirkungsvoll arrangierten Songs bereits selbstbewusst seinen eigenen Weg geht."
 

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