Rise Against | News | Politische und persönliche Kämpfe auf dem neuen Rise Against-Album "Wolves"

Rise Against "Wolves" 2017
08.06.2017

Politische und persönliche Kämpfe auf dem neuen Rise Against-Album “Wolves”

Musik machen, die völlig unberührt von der Situation auf der Welt für sich im Raum schwebt? Die politische und soziale Missstände ungeachtet lässt? Für eine Band wie Rise Against ist das schlichtweg unvorstellbar. Mit “Wolves” präsentiert uns das Quartett aus Chicago ein vielschichtiges Album, das politisch, persönlich und musikalisch mitten in die Magengrube trifft. 

Elf Songs über das Kämpfen

Rund elf Songs verzeichnet die Tracklist von “Wolves”. Eigentlich hatten Rise Against für die LP den Titel “Mourning In Amerika” angedacht. “Weil es während des US–Wahlkampfes entstand, der für uns sehr frustrierend war”, erklärte Basser Joe Principe in einem Interview. Doch vielschichtig wie wir Rise Against kennen, hat auch diese Platte neben der politischen Ebene eine persönliche: Während Songs wie “The Violence” oder “Welcome To The Breakdown” mit dem Punkgeist und dem Druck der alten Schule trumpfen, thematisiert “House On Fire” den Tiefpunkt einer Beziehung. Es ist der Gedanke des Nicht-Aufgebens, des Kämpfens, der über diesem Album schwebt. 
“The Violence” (Lyric Video)

Rise Against brachen für “Wolves” in neue Gefilde auf

Seit Jahren vertrauten Rise Against auf den Produzenten Bill Stevenson. Ebenfalls Drummer und Gründungsmitglied der Punk-Legenden Descendents, war Bill dieses Mal jedoch verhindert. Also ging es in das Studio des Grammy-dekorierten Produzenten Nick Raskulinecz nach Nashville, Tennessee. Ein Staat, in dem ein Großteil der Einwohner Republikaner ist. Auch das sollte die Band nachhaltig prägen: “Als wir in Nashville waren, sahen wir ein, dass wir uns nicht auf unsere Differenzen versteifen sollten”, so McIlrath.Wenn wir innehalten könnten, um miteinander zu reden, von Angesicht zu Angesicht, könnten wir unseren gemeinsamen Nenner finden. Denn wir sind doch alle Wölfe in einem Rudel, das am Zaun auf und ab wandert.” Ein Tier, das sich – wie wir euch bereits berichteten – zum bandeigenen Wahrzeichen entwickeln sollte. 
“House On Fire” (Audio Video)

Rise Against wurden als “anti-staatlich” eingestuft

Schon seit ihrer Bandgründung 1999 zählen Rise Against zu den politisch und sozial engagiertesten Gruppen ihres Genres – und gleichzeitig zu den Erfolgreichsten. Und während der Ruhm manch anderen in  eine rosarote Blase der Verblendung hüllt, drängt er Rise Against zu Klarsicht und Auflehnung. Dass auf ihre Worte auch Taten folgen, bewies das Quartett, als es sein Musikvideo zu “The Violence” auf einem Freilichtmuseum in Virginia drehen wollten, auf dem 43 überlebensgroße Büsten der amerikanischen Präsidenten stehen. Dies durften sie jedoch nicht – und wurden von den Verwaltern des Museums als “anti-staatlich” eingestuft. Eine Betitelung die, die diese Band mit Stolz trägt. 

Rise Against Album “Wolves”

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