Scott Bradlee's Postmodern Jukebox | News | Haley Reinhart - neuer Komet am Musikhimmel

21.09.2017

Haley Reinhart – neuer Komet am Musikhimmel

Dieser Komet namens Haley verglüht garantiert nicht so schnell: auf ihrem neuen Album beweist sich die Sängerin von Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox erneut als Solistin.
Früher zogen die Stars ins Netz – jetzt macht das Netz die Stars. Dass das nicht unbedingt etwas Negatives sein muss, beweist die amerikanische Sängerin Haley Reinhart. Erst avancierte die 26-Jährige dank Abermillionen von YouTube-Views als Frontfrau von Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox mit Coverversionen aktueller Popsongs zum Internet-Star. Jetzt ist die “American Idol”-Finalistin von 2011 mit ihrem dritten Album “What’s That Sound?” auf dem Sprung, auch endlich abseits des Netzes zum echten Star zu werden. “Jazz, Soul, Rock, Pop, Steampunk – wenn sie ans Mikrophon tritt, darf man auf alles gefasst sein”, hieß es bei Popdose einmal über die Sängerin, die ihre Stimmlage im Handumdrehen von mädchenhaft-unschuldig zu sinnlich-erotisch oder rau und rockig wechseln kann. Auf “What’s That Sound?” überrascht Haley mit oftmals unkonventionellen, aber stets sehr authentisch klingenden Versionen von Sixties-Klassikern der Beatles, Kinks, Turtles, Mamas & The Papas, Jefferson Airplane u.a. Dass sie auch eigene Ideen hat, die sich in diesem zeitlosen Rahmen sehr gut hören lassen können, beweist sie dann noch mit drei selbst geschriebenen Songs wie dem Album-Opener “Let’s Start”.
“Es gibt eine nicht zu leugnende Verbindung zwischen den späten 60ern und heute”, sagt Reinhart. “Beides sind turbulente, aber auch hoffnungsvolle Zeiten. Als ich mir überlegte, welche Songs ich neu interpretieren möchte, wollte ich diese Gemeinsamkeiten in den Vordergrund stellen. Im Übrigen verspüre ich auch den Drang, die nicht mehr ganz so revolutionäre Idee zu verbreiten, dass Liebe und Musik die Menschen zusammenbringt.”
Bei der Produktion von “What’s That Sound?” (bei der ihr der Grammy-Preisträger John Burk zur Seite stand) bemühte sich Reinhart darum, die authentische Klanglandschaft der 60er Jahre wieder auferstehen zu lassen. Das Album wurde im historischen Studio Sunset Sound in Los Angeles aufgenommen, um die warme, lebendige Atmosphäre zu rekreieren, die für diese Ära  typisch war. Laut Reinhart sorgten der Nervenkitzel und die Herausforderung der analogen Aufnahme dafür, der Produktion von “What’s That Sound?” eine starken Energieschub zu geben.
“Wir haben jeden Song als Band live aufgenommen, und wenn alle so zusammen grooven, passiert etwas wirklich Besonderes”, sagt Reinhart. “Natürlich kann man ein solches Feeling nicht replizieren – eigentlich wollte ich später noch einmal ins Studio gehen, um den Gesang alleine neu aufnehmen zu lassen, aber letztendlich haben wir fast alle ‘raw takes’ übernommen. Ich denke, das passt wirklich zu dieser Platte und spiegelt meine Wurzeln wider.”
Abgemischt wurde das Album schließlich von Bill Schnee, der sich in den frühen 1970ern einen Namen durch seine Arbeiten mit Marvin Gaye, Barbra Streisand und Art Garfunkel gemacht hatte und für die Aufnahme der beiden Steely-Dan-Meisterwerke “Aja” und “Gaucho” zwei Grammys gewann. Neben langjährigen Partnern wie Pianist Scott Bradlee und Kontrabassist Casey Abrams begleiteten Haley bei den Aufnahmen für “What’s That Sound?” auch ihre Eltern: Vater Harry Reinhart an der Gitarre und Mutter Patti Miller-Reinhart als Backup-Sängerin.

Weitere Musik von Scott Bradlee's Postmodern Jukebox

Mehr von Scott Bradlee's Postmodern Jukebox