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Banda Magda "Tigre"
15.09.2017

Banda Magda – Geschichten von Mut und Beharrlichkeit

Mit “Tigre” legt die Banda Magda der griechischen Sängerin Magda Giannikou ein ganz besonders farbenfrohes, multikulturelles und optimistisches Album vor.
Was die Welt heute braucht, ist mehr Licht. Zu dieser Erkenntnis gelangte die griechische Sängerin, Komponistin und Multiinstrumentalistin Magda Giannikou, als sie mitbekam, wie ihre Heimat seit der globalen Finanzkrise in immer tiefere, lähmende Dunkelheit versank. Also fasste sie den Entschluss, mit ihrer Musik ein bisschen mehr Helligkeit in die Welt zu tragen. Deshalb schrieb sie für “Tigre”, das dritte Album mit ihrer erprobten multikulturellen Banda Magda, besonders leuchtende und farbenkräftige Songs, die Mut machen und Zuversicht wecken sollen.
Schwelgerische Streichereinlagen und fetzige Bläsersätze, Hackbretter und Röhrenglocken treffen hier auf brasilianische Maracatu- und Forró-Tanzrhythmen. Giannikou erzählt ihre Geschichten stets in der passenden Sprache, sei es in ihrer Muttersprache Griechisch, in Französisch, Englisch, Spanisch oder Portugiesisch. Die polyglotten, globalen Einflüsse verschmelzen miteinander in atemberaubenden Phantasieflügen. “Ich war von Leuten aus aller Welt umgeben, den Mitgliedern meiner Band und anderen Kollegen”, sagt Giannikou über die Aufnahmen. “Und diese Gemeinschaft, die wir aufgebaut haben, kommt mir wie eine von Mut angetriebene Rakete vor.”
“Es ist kein Zufall, dass ich diese Songs schrieb, als in meiner Heimat Griechenland die Wirtschaft zusammenbrach”, erinnert sich die in New York lebende Künstlerin. “Ich sah, wie mir nahestehende Personen litten.
Sie brauchten viel Mut. Auch ich war tief betroffen.” Zu den Sorgen um ihre Heimat gesellten sich eigene Probleme. “Der Schmerz, den ich empfand, wenn ich an Griechenland dachte, wurde dadurch verdoppelt, dass ich weit weg in New York war und versuchte, mich dort zu durchzusetzen”, erzählt Giannikou. “Die Band hatte sich zwar entwickelt, war aber sehr fragil. Ich wusste, dass ich einige Hürden überwinden und einen Weg nach vorne finden musste.”
Also riss sich zusammend und ging ans Limit, um ihre kühne Vision zu verwirklichen. Und “Vision” ist genau das richtige Wort: Denn die vielseitige Künstlerin, die laut NPR Music “aus allen Zylindern feuert”, verarbeitet Ideen und Klänge zu Farben. Von diesem synästethischen Ansatz sind auch ihre Kompositionen und Arrangements, ihre lebhafte Bühnen-Performance und die Bildsprache des neuen Albums geprägt. Mit ihrem ersten Album “Amour, t’es là?” hatte die Banda Magda -  die im Kern aus drei Argentiniern (Gitarrist Ignacio Hernández, Bassist Andrés Rotmistrovsky und Perkussionist Marcelo Woloski) und einem Japaner (Schlagzeuger Keita Ogawa)  besteht, aber durch Gastmusiker u.a. von Snarky Puppy stets kräftig erweitert wird – 2013 die Top 10 der Billboard Worldmusic Charts erobert. Mit ihrem neuen Werk peilen sie dort nun frech den Spitzenplatz an.

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