Various Artists | Musik

Stax Number Ones: Various Artists
Stax Number Ones
VÖ: 22. Juni 2010
Stax

Produktinformation

15 US-#1-Hits von Stax sind nun auf einer Compilation erschienen: “Stax Number Ones” – ein üppiges Stück amerikanischer Soulgeschichte!

In der Soul-Landschaft der USA der 1960er und `70er mit ihren Hochburgen New York (Atlantic-Records – in den 1960ern übrigens das “Mutterlabel” von Stax), Chicago (Chess-Records), Detroit (Motown) und Philadelphia (Philadelphia International) stand Stax für rauen R&B, süßen Soul und rockenden Blues, alles mit einem unpolierten, handgemachten, zur Sache kommenden Sound. Zwischen 1962 und 1974 brachte das Label aus Memphis eine andere, ganz eigene Chemie in die Ur-amerikanische Verbindung von Gospel und Rhythm & Blues, genannt Soul: den Southern-Soul oder Memphis-Soul. Mit seiner Gewichtung auf Blues, Country und einer starken Portion Gospel grenzte Stax sich vom Pop-orientierten Motown-Sound ab und wurde zum stärksten Einfluss von Funk. Kopf and Kopf mit Motown landete das Label aus Memphis jährlich Dutzende Hits. In den 1960ern und `70ern (bis zum Bankrott von Stax 1975, aufgrund schluderigen Managements und eines undurchsichtigen Vertriebsdeals mit CBS) platzierten sich die Künstler des Labels aus Memphis 175 Mal in den Top−100 der US–Popcharts (und 250 Mal in den US–R&B–Top 100). Meilensteine der 1960er (die sowohl Stax als auch Atlantic-Records für sich reklamieren) sind Otis Reddings “(Sittin´On) The Dock Of The Bay” und der Monsterhit “Soul Man” von Sam & Dave. “Dock Of The Bay” wurde nur drei Tage vor Reddings tragischem Tod bei einem Flugzeugabsturz im Dezember 1967 aufgenommen. Angeblich ist die Version nicht endgültig gewesen. Die gepfiffene letzte Strophe war provisorisch und sollte eigentlich noch mit Text belegt werden. Co-komponiert wurde “(Sittin´On) The Dock Of The Bay” von Steve Cropper, dem Gitarrist der Hausband von Stax: Booker T & The MGs, deren orgeliger Instrumentaltrack “Green Onions” 1962 auf #1 der US–R&B–Charts kletterte. “(Sittin´On) The Dock Of The Bay” sollte ein ganzes Soul-Subgenre begründen, die Soulballaden des so genannten Quiet Storms, während “Soul Man” die Blaupause unzähliger Uptempo-Party-Smasher bildete. Co-Autor von “Soul Man” wie auch von “Hold On I´m Coming” von Sam & Dave (1966 auf #1 der US–R&B–Charts) ist Isaac Hayes, der dann selbst 1971 mit “Theme From Shaft” sogar die Spitzenposition der US–Popcharts erreichte und zum Architekten des “Blaxploitation”-Sounds wurde. Die Gospel-betonte Seite von Stax repräsentieren auf der Compilation die Staple Singers, Johnny Taylor und Rufus Thomas. “I´ll Take You There” von der Familienband The Staple Singers – aufgenommen in den Muscle Shoals-Studios in Alabama, was dem Song einen noch rootsigeren, Southern-Touch gab – begeisterte die US–Amerikaner im Frühjahr 1972, hielt sich fünfzehn Wochen in den US–Charts, wo der Song schließlich die #1 erreichte. Johnnie Taylor oder Rufus Thomas stehen heute im Schatten von Redding, Sam & Dave, Mavis Staples oder Isaac Hayes. Damals war Taylor jedoch ein verlässlicher Hit-Garant für die Label-Eigentümer Jim Stewart und Estelle Axton. 3 der 15 Chartstürmer von Stax konnte Taylor für sich verbuchen. Rufus Thomas, der in den 1950ern als Radio-DJ den Southern-Soul in die Köpfe der US–Amerikaner brachte, zwischenzeitlich mit seiner Tochter Carla aufnahm, später in seiner Karriere TV–Moderator und Comedian war, landetet mit dem euphemistischen Sex-Song “(Do The) Push And Pull (Part 1)” seinen einzigen #1-Hit für Stax. Zum Abschluss von “Stax Number Ones” spricht Shirley Brown auf “Woman To Woman” (1974 auf #1 der US–R&B–Charts) am Telefon ein Machtwort von Frau zu Frau: Finger weg von meinem Mann! “Can´t you see where I´m coming from?” Oh ja, wo Stax herkommt, darüber besteht kein Zweifel!

Veröffentlichung
2010-6-22
Format
CD
Label
Concord Records
Bestellnummer
00888072320529