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Anna Netrebko © Felix Broede / DG
02.03.2011

Netrebkos Pergolesi

Giovanni Battista Pergolesi ungewöhnliche Werke sorgten dafür, dass er neben Alessandro Scarlatti zu den wichtigsten Komponisten seiner Generation gezählt wird. Allen voran das im Stil eines Lamento gehaltene zwölfteilige „Stabat Mater“. Pergolesi schrieb es während seiner letzten Lebensmonate im Winter 1735/36, als er im nahe Neapel gelegenen Franziskanerkloster von Pozzuoli versuchte, die Tuberkulose zu besiegen. Die Textvorlage stammte aus dem 13.Jahrhundert und war in seiner Heimatstadt durchaus populär. Der junge Mann jedoch gab der in Gedichtform gehaltenen Passionsgeschichte aus der Perspektive der Jungfrau Maria einen neuen Hintergrund.

Denn er komponierte trotz des ernsten Inhaltes stellenweise durchaus fröhlich, populär und vor allem transparent. Und das macht auf für eine Künstlerin wie die Sopranistin Anna Netrebko den Reiz aus, sich nach ihren Erfahrungen mit der Oper und mit Liedprogrammen auch geistlicher Musik zuzuwenden. Mitte März erscheint ihre Deutung von „Stabat Mater“, an der Seite von Marianna Pizzolato (Mezzo-Sopran) und gerahmt von den Barockspezialisten des Orchestra Dell’Academia di Santa Cecilia unter der Leitung von Antonio Pappano. Ein Projekt, das neugierig macht.
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