Newsletter

Hol Dir jetzt den offiziellen Anna Netrebko Newsletter

OK
Backstage
Anna Netrebko BACKSTAGE EXCLUSIV

Aktuelles Album

Facebook

Biografie

16.08.2016

Anna Netrebko Biografie

Nur selten wird ein Künstler über die Grenzen der klassischen Musik hinaus berühmt und findet weithin Anerkennung, aber Anna Netrebko hat genau dies erreicht und noch weit mehr. In ihrer erst ein Dutzend Jahre währenden Aufnahmetätigkeit hat sie nicht nur die Welt der Klassik mit der Schönheit ihrer Stimme, ihrer ausgezeichneten stimmlichen Kontrolle und ihrer überragenden Musikalität erobert – sie ist auch zu einem internationalen Idol geworden. Anna Netrebko ist nicht einfach eine große Diva, sondern eine außerordentlich charismatische Frau, deren ausdrucksvoller Stil und beeindruckende Bühnenpräsenz ebenso gefeiert werden wie ihre musikalischen Fähigkeiten.

Seit Anna Netrebko erstmals das internationale Publikum bei ihrem triumphalen Debüt bei den Salzburger Festspielen 2002 als Donna Anna in Mozarts Don Giovanni begeisterte, ist sie an nahezu allen bedeutenden Opernhäusern der Welt aufgetreten. Jede neue Rolle verkörpert sie mit vollkommener Meisterschaft und Natürlichkeit, und viele davon hat sie sich ganz zu eigen gemacht. Dazu gehören Mozarts Susanna (Le nozze di Figaro); Puccinis Mimì (La bohème) und Manon Lescaut; Verdis Violetta (La traviata), Lady Macbeth und Giovanna d’Arco; Bellinis Giulietta (I Capuleti e i Montecchi), Elvira (I Puritani) und Amina (La sonnambula); Donizettis Norina (Don Pasquale), Adina (L'elisir d'amore), Lucia di Lammermoor und Anna Bolena; Massenets Manon; Gounods Juliette; sowie Tchaikowskys Tatjana (Eugen Onegin) und Jolanthe.

Einige ihrer größten Triumphe konnte sie an weltberühmten Opernhäusern feiern. Ihr Debüt an der Metropolitan Opera in New York gab sie 2002 und kehrte seitdem in jeder Spielzeit dorthin zurück, um ihre Paraderollen zu singen. Dabei war sie die einzige Sopranistin, die in drei aufeinander folgenden Jahren die Met-Saison eröffnete (2011–13). Im Herbst 2015 trat sie dort als Leonora in Verdis Il trovatore auf, und ihre New Yorker Aufführungen wurden im Rahmen der "Live in HD"-Übertragungen der Met von Zuschauern in der ganzen Welt gesehen. Im Februar 2016 gab sie vor ausverkauftem Haus ihr von den Kritikern gerühmtes erstes Recital an der Met.

Anna Netrebko steht auch in jeder Spielzeit auf der Bühne der Wiener Staatsoper – sie lebt seit vielen Jahren in Wien und erhielt 2006 die österreichische Staatsbürgerschaft. An der Staatsoper verkörperte sie erstmals die Titelrolle in Donizettis Anna Bolena, die Aufführung ist auf DVD dokumentiert. Sie sang die Partie dort erneut im April 2015 und kehrte im Oktober des Jahres zurück, um Tatjana zu singen. 2011 gab sie als Donna Anna ihr Debüt an der Mailänder Scala und 2012 erhielt sie dort für ihre denkwürdige Mimì gleichermaßen den Beifall der Kritik und des Publikums. Im Dezember 2015 eröffnete sie die Saison der Mailänder Scala in Giovanna d’Arco: Es war seit mehr als 150 Jahren die erste Aufführung des Werks an diesem Haus, und Netrebko trat in der Titelrolle erstmals in einer szenischen Aufführung auf, nachdem sie Giovanna bei den Salzburger Festspielen 2013 in einer konzertanten Aufführung gesungen hatte. In den letzten Jahren war sie auch in Brittens War Requiem am Mariinski-Theater in St. Petersburg und bei den Salzburger Festspielen zu hören und gab an der Bayerischen Staatsoper ihr Rollendebüt als Lady Macbeth in Verdis Meisterwerk.

2015 sang sie Mimì an der Seite von Joseph Callejas Rodolfo am Covent Garden (die Aufführung vom 10. Juni wurde europaweit in Kinos übertragen). Ein Höhepunkt ihrer Konzerttätigkeit des Jahres war ein gemeinsamer Auftritt mit Jonas Kaufmann, Thomas Hampson, Ildar Abdrazakov und Elena Zhidkova in einem Open-Air-Konzert auf dem Münchner Königsplatz im Juni.

Ein besonderes Ereignis der jüngsten Zeit war auch Anna Netrebkos stürmisch gefeiertes Rollendebüt als Elsa in Lohengrin mit Piotr Beczala in der Titelrolle unter der Leitung von Christian Thielemann an der Dresdner Semperoper, gefolgt von weiteren Aufführungen des Werks am Mariinski-Theater in St. Petersburg unter Valery Gergiev. Netrebko triumphierte zudem als Manon Lescaut in Wien und gab Konzerte und Recitals in einigen der renommiertesten Konzertsälen der USA, Asiens und Europas.

In nächster Zukunft wird sie erneut an die Met zurückkehren, diesmal als Manon Lescaut (November/Dezember 2016), sowie an der Bayerischen Staatsoper Lady Macbeth singen (Dezember 2016). Davor wirkt sie in diesem Sommer bei drei konzertanten Aufführungen von Manon Lescaut bei den Salzburger Festspielen mit, Partner ist ihr Ehemann, der Tenor Yusif Eyvazov. Mit ihm gibt sie auch Konzerte in Hamburg und Köln als Vorspiel der für den 2. September geplanten Veröffentlichung von Verismo, ihrem neusten Album bei Deutsche Grammophon.

Immer wieder erforscht Anna Netrebko in ihrer Karriere Neuland. Verismo, aufgenommen mit dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia und Sir Antonio Pappano, bringt die jüngsten Entwicklungen ihrer Arbeit zur Geltung, indem sie sich einigen der dunkleren Bereiche des Sopranrepertoires zuwendet. Nachdem sie erfolgreich die gewichtigeren Verdi-Rollen der Giovanna d’Arco und Lady Macbeth erobert hat, vergrößert sie nun weiterhin ihr stimmliches und künstlerisches Spektrum, wie auf diesem neuen Album unter anderem ihre Porträts von Puccinis Manon, Butterfly und Tosca, Cileas Adriana Lecouvreur und Giordanos Maddalena (Andrea Chénier) zeigen.

Deutsche Grammophon begleitet die Sängerin seit Beginn ihrer bemerkenswerten Aufnahme­karriere. Bis heute hat Netrebko beim Gelblabel über 4,3 Millionen CDs verkauft. Seit sie 2013 nach mehr als fünf Jahren ihr erstes im Studio aufgenommenes Solo-Album herausbrachte – Verdi, eine einzigartige Anthologie von Arien unter Leitung des angesehenen Verdi-Spezialisten Gianandrea Noseda –, hat sie in Aufnahmen von Eugen Onegin, Giovanna d’Arco und Il trovatore mitgewirkt. Im November 2014 erschien eine eindrucksvolle Aufnahme von Strauss’ Vier letzte Lieder (gekoppelt mit Ein Heldenleben) mit der Staatskapelle Berlin unter Leitung von Daniel Barenboim, und im Januar 2015 folgte eine Live-Aufnahme von Tschaikowskys Jolanthe, in der Netrebko die Titelheldin verkörpert, eine der rätselhaftesten Figuren der Operngeschichte. Macbeth, aufgeführt an der Met unter Leitung von Fabio Luisi, und Don Giovanni, an der Scala mit Bryn Terfel und Daniel Barenboim, kamen im Oktober beziehungsweise November 2015 auf DVD und Blu-ray heraus.

Zu den vorangehenden Höhepunkten in Netrebkos umfangreicher Diskografie gehören überaus erfolgreiche Solo-Alben – Sempre libera, Russian Album, Souvenirs, In the Still of Night und Anna Netrebko: Live at the Metropolitan Opera – sowie Gesamtaufnahmen der Opern La traviata, Le nozze di Figaro, La bohème und I Capuleti e i Montecchi. Unter den herausragenden Videoaufnahmen der Sängerin auf DVD bzw. Blu-ray sind La traviata, Le nozze di Figaro, I Puritani, Manon, Lucia di Lammermoor, Don Pasquale und Anna Bolena; hinzu kommt eine DVD mit Musikvideos unter dem Titel Anna Netrebko: The Woman, The Voice. Ihre CD Duets mit dem Tenor Rolando Villazón hatte den besten europäischen Start, den ein klassisches Album je erreichte, und kletterte in mehreren Ländern an die Spitze der Pop-Charts.

Anna Netrebko wurde 1971 im russischen Krasnodar geboren und erhielt ihre Gesangsausbil­dung am Konservatorium von St. Petersburg. Als sie am Mariinski-Theater vorsang, wurde sie von Valery Gergiev entdeckt, der ihr künstlerischer Mentor wurde. Mit 22 Jahren gab sie ihr Bühnendebüt am Mariinski-Theater als Susanna in Le nozze di Figaro. Ein Jahr später sang sie an der San Francisco Opera erstmals in Amerika. Die 14 Jahre seit ihrem ersten Auftritt an der Metropolitan Opera und ihrem großen internationalen Durchbruch bei den Salzburger Festspielen 2002 sind eine sensationelle Erfolgsstory nicht endender künstlerischer Triumphe in der ganzen Welt.

Anna Netrebko erhielt im Laufe ihrer rasanten Karriere zahlreiche Preise und Auszeichnungen: Grammy-Nominierungen für ihre CDs Violetta und Russian Album; einen Bambi und zehn ECHO Klassik-Preise, darunter 2014 als "Sängerin des Jahres"; Musical America wählte die Sängerin zur "Musikerin des Jahres 2008"; bei den Classical BRIT Awards wurde sie als "Sängerin des Jahres" und "Künstlerin des Jahres" geehrt. Präsident Putin verlieh ihr 2005 den Staatspreis, die höchste russische Auszeichnung im Bereich der Literatur und der schönen Künste. 2008 ernannte er sie zur "Künstlerin des Volkes", und 2014 sang sie live die olympische Hymne bei der weltweit im Fernsehen übertragenen Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Sotschi.

 Die Sängerin setzt sich leidenschaftlich für die Belange von Kindern ein und unterstützt eine Reihe wohltätiger Organisationen wie SOS-Kinderdorf International und die Russian Children’s Welfare Society. Sie ist internationale Botschafterin der Uhren- und Schmuckmanufaktur Chopard. Ihre vielseitigen Interessen bereichern ihre musikalischen Fähigkeiten und tragen dazu bei, dass sie sich so intensiv in jede ihrer Rollen einfühlen kann, seien sie tragisch oder heiter. Man kann leicht nachvollziehen, warum die Zeitschrift Gramophone schrieb: "Wenn ich Anna Netrebko live singen höre, wünsche ich mir, dass sie niemals aufhört . . . Erinnern Sie sich noch an die Zeit der begeisterten Standing Ovations, als die Stimme eines Sängers die Leute wirklich in Ekstase versetzen konnte? Über eine derartige Stimme verfügt Netrebko . . . Sie ist zudem ein Theatermensch . . . getragen von ihrer großen Begabung und ihrem Instinkt . . . Ich würde Anna Netrebko allen gegenüber vorziehen, jederzeit."

8/2016