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Biografie

03.05.2012

Mic Donet

Es gibt diese Momente, an denen sich auf einmal alles ändert…

Für Mic Donet muss es wohl der Moment gewesen sein, als er einem gewissen Xavier N. aus M. sein Album in die Hand drückte und dieser daraufhin so beeindruckt war, dass er an einem verregneten Sonntagnachmittag in Berlin alle Macher von The Voice of Germany nachsitzen ließ, um ihnen "Plenty of Love" von vorne bis hinten vorzuspielen, ohne nur einmal zu skippen.

Diese zeigten sich davon ebenso berührt, so dass das von Xavier als "grammywürdig" beschriebene Werk nun Ende April über Universal Music erscheint. Zunächst deutschlandweit, doch das englischsprachige Debut-Album des in Berlin lebenden Exil-Bayern hat das Potential zu einem internationalen Meilenstein.

Das Genre ist Soul. In seiner pursten und ehrlichsten Art. Zeitlos. Elegant. Organisch. Und eben voller Liebe. Und diese Liebe hört man in jedem Ton dieser Platte. In Mics wundervoll warmer Stimme, in den ausgefeilten Harmonien und Arrangements und in dem intimen Gefühl, das alle zehn Songs transportieren.

Man erwischt sich immer wieder dabei, dass man glaubt, einen wirklich alten Klassiker zu hören, um kurz darauf festzustellen, dass hier gerade etwas vollkommen Neues passiert. "Wir hatten bei der Produktion die wirklich großen Quincy Jones Alben wie Thriller und Off The Wall vor Augen. Wir wollten dabei nicht retro klingen, sondern wirklich zeitlos.

Das ist ein großer Unterschied. Es war ganz schön kompliziert und zeitaufwändig, so ganz handgemacht zu arbeiten", erinnert sich Mic. "Wir haben sogar echte Streicher aufgenommen. Wir sagten oft zu uns selbst wir müssen verrückt sein uns so einen Wahnsinn anzutun. Aber trotzdem haben wir’s durchgezogen. Einfach weil wir Bock drauf hatten," sagt er lachend.

Liebe in allen Facetten ist das große Thema der Platte. "Wahre Liebe übersteht Raum und Zeit. Die Dinge, die man mit Liebe und Überzeugung tut sind die einzigen, die langfristig zu echtem Erfolg führen … Ich glaube an die Macht des Bewusstseins und daran, dass wir alles erreichen können, wenn wir nur unsere Gedanken in die richtige Richtung lenken. Ein einziger Gedanke verändert unsere Realität und damit die ganze Welt."

Die besondere Ironie: Mic hatte das Album, an dem er mit seinem Songwriting- und Produktionspartner Aristoteles "Ari" Loukissas zwei Jahre lang gefeilt hatte, bereits an den Nagel gehangen. Sprichwörtlich. "Wir haben mit diesem Album an so viele Türen geklopft, sind damit auf eigene Faust getourt und haben dafür zum Teil im Auto gepennt. Aber niemand hat uns damals supportet. Meine Mutter rahmte dann eines Tages das Album ein und sagte zu mir: Wir hängen Deine Platte jetzt an die Wand und wenn die Zeit gekommen ist nehmen wir sie von dort wieder runter. Bis dahin mach dich auf für neue Wege."