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Biografie

09.11.2016

Biografie

"… dieser neueste Gewinner des Chopin-Wettbewerbs kann sich stolz neben frühere Preisträger wie Pollini, Argerich und Zimerman stellen", Pianist, Februar 2016

Gedankliche Tiefe und einfühlsamer Ausdruck – zwei Qualitäten, die es Seong-Jin Cho ermöglichen, Fantasie und Emotionen der Zuhörer mit größter Intensität anzusprechen. Die musikalische Reife und die künstlerischen Fähigkeiten des jungen Pianisten aus Südkorea sicherten ihm im Oktober 2015 den ersten Preis beim 17. Internationalen Chopin-Wettbewerb. Seither hat er eine große internationale Anhängerschaft gefunden, sein erstes Album für Deutsche Grammophon eroberte die Pop-Charts, er wurde eingeladen, in den angesehensten Konzertsälen zu spielen und erhielt eine Flut von überwältigenden Kritiken. In dieser Spielzeit wird Cho mehrere wichtige Debüts geben, unter anderem in der Carnegie Hall (Februar 2017) und im Rahmen der Reihe "Meisterpianisten" des Amsterdamer Concertgebouw (Juni 2017). Recital-Tourneen führen ihn nach Japan, Taiwan, Frankreich, in die Schweiz, nach Deutschland, Österreich, Spanien, Italien, Großbritannien und in die USA; Konzerte spielt er auf einer USA-Tournee mit dem Philharmonischen Orchester Warschau, in Großbritannien mit dem Liverpool Philharmonic Orchestra und Vasily Petrenko, in der Philharmonie de Paris mit dem Orchestre de Paris und Tomáš Netopil und in Italien mit dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia und Valery Gergiev sowie dem Philharmonischen Orchester St. Petersburg und Yuri Temirkanov.

"Alles ist poetisch, verinnerlicht, stilvoll", schrieb die Financial Times in ihrer Besprechung von Chos Deutsche Grammophon Aufnahme der 24 Preludes op. 28 von Chopin, während der Guardian urteilte, "die Zurückhaltung und feinsinnige Differenzierung von Chos Spiel, verbunden mit seinem silbernen, nie extremen Klang, sind immer betörend ... es gibt keinerlei Effekthascherei, es geht nur um die Musik." Und auch in Chos Leben geht es seit seiner Kindheit in vielerlei Hinsicht "nur um die Musik". Am 28. Mai 1994 in Seoul geboren, begann er mit sechs Jahren, Klavier zu spielen. Seine Liebe zu dem Instrument wurde bekräftigt, als er 2004 ein ernsthaftes Klavierstudium begann und schon mit 11 Jahren erstmals öffentlich auftrat. Im September 2008 gewann er in Moskau den 6. Internationalen Chopin-Wettbewerb für Nachwuchspianisten und im Jahr darauf den Internationalen Hamamatsu-Klavierwettbewerb in Japan. Seit 2012 lebt Cho in Paris und studiert am dortigen Conservatoire bei Michel Béroff.

Den Weg zu seinem Sieg beim ruhmreichen Internationalen Chopin-Wettbewerb ebneten jeweils dritte Preise beim Tschaikowsky-Wettbewerb 2011 in Moskau und beim Arthur Rubinstein International Piano Master Competition 2014 sowie Konzertauftritte mit führenden Dirigenten wie Myung-Whun Chung, Valery Gergiev, Lorin Maazel und Mikhail Pletnev und großen internationalen Orchestern wie der Tschechischen Philharmonie, dem Concertgebouworkest, Mariinski-Orchester, NHK Symphony Orchestra und den Münchner Philharmonikern.

Seong-Jin Chos Erfolge bei Wettbewerben und seine aufsehenerregenden Auftritte zeigen ihn als einen außergewöhnlich begabten jungen Künstler und haben ihm zu Recht breiten Beifall der Kritik eingetragen. Besonders bemerkenswert ist allerdings die ungeteilte, spontane Begeisterung des Publikums für seine Interpretationen. Als Deutsche Grammophon kurzfristig Mitschnitte von Aufführungen beim Internationalen Chopin-Wettbewerb 2015 herausbrachte, sprang das ausschließlich Chopin gewidmete Album allein aufgrund der Vorbestellungen auf Platz 1 der südkoreanischen Pop-Chart und erreichte innerhalb einer Woche nach Erscheinen im November 2015 Verkaufszahlen von Dreifach-Platin. Inzwischen hat es in Korea Neunmal-Platin und in Polen, dem Heimatland Chopins, Goldstatus erreicht und zudem eine weltweite Fangemeinde gefunden.

Im Februar 2016 unterzeichnete Cho einen Exklusivvertrag mit Deutsche Grammophon. Sein erstes Studio-Album für das gelbe Label erscheint im November 2016 und enthält Werke, die der Pianist als sein "Traum-Repertoire" beschreibt – die unwiderstehliche Kopplung von Chopins vier Balladen, die in Hamburg aufgenommen wurden, und seinem Klavierkonzert Nr. 1 in e-Moll, aufgenommen in den Abbey Road Studios mit dem London Symphony Orchestra und Gianandrea Noseda.

10/2016