Sum 41 | Biografie

Sum 41 Bio 2007

SUM 41

Biographie

“Cause it’s us against them/We’re here to represent/The spit in the face of the establishment.” (aus “Underclass Hero”)

Als die Zeit für Sum 41 gekommen war, die Arbeit an ihrem vierten Island Album zu beginnen, war sich Sänger/ Songwriter / Gitarist Deryck Whibley nicht sicher, ob es überhaupt noch eine Band gab, nachdem Gründungsmitglied und Gitarist Dave Brownsound die Band verlassen und hatte und man auch mit dem Management getrennte Wege ging.

“Wir standen allein da”, erzählt Whibley, der das neue Album selbst produziert hat. „Wir hatten die Quote gegen uns. Die Leute sagten, dass wir uns von den ganzen Veränderungen nicht erholen könnten. Es gab viele Zweifel.”

Das Ergebnis, Underclass Hero, steht für den Schritt der Band in eine wagemutigere Richtung und ein neues Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte. Die letzten drei Alben – All Killer No Filler (2001), Does This Look Infected (2002) und Chuck (2004) wurden weltweit über 7 Millionen Mal verkauft.

“Wir waren seit unserem ersten Album nicht so vereint“, beschreibt Deryck die Energie des neuen Albums und fügt hinzu: “Ich hätte das Album sowieso nur gemacht, wenn alle Bock darauf gehabt hätten. Alles andere wäre sinnlos. Da draußen war viel negative Energie.”

Für das neue Album war Whibley gezwungen in sich zu gehen und die Songs persönlicher werden zu lassen als je zuvor. Die Veränderungen in seinem Leben waren daher auch die größte Quelle beim Songwriting: Die Abwesenheit seines Vaters (“Dear Father ” und “Walking Disaster”), Daves Verlassen der Band (“So Long Goodbye”) und seine inneren Dämonen (“Speak of the Devil” and Count Your Last Blessings”) sind nur einige der Themen auf Underclass Hero.

Aber auch die etwas politischeren Songs, wie in der Vergangenheit “Still Waiting” (Does This Look Infected) und “We’re All to Blame” (Chuck), bleiben ein Teil von Sum 41. Kritisch der Regierung gegenüber und insbesondere dem amtierenden Präsidenten Bush gegenüber – mit Songs wie “Confusion and Frustration in Modern Times,” “March of the Dogs” und “The Jester” sagen Sum 41, was sie denken.

“Ich musste entscheiden, was ich mit meiner Musik sagen will“, erklärt Whibley. „Ich fragte mich all diese Fragen und ich begann Antworten zu finden und Songs darüber zu schreiben. Ich wollte ein Album machen, das eine Bedeutung hat von Anfang bis Ende, Ich wollte eine Relevanz und Aussagekraft. Es ist kein Konzeptalbum. Es geht nicht um erfundene Personen in einer Geschichte, aber es gibt eine Grundidee, die sich durch das Album zieht. Es ist ein sehr persönliches Statement, das die Verwirrung und den Frust in der heutigen Gesellschaft widerspiegelt.“

Was den Style betrifft, entwickeln Sum 41 ihr einzigartig explosives Punkrock- und Heavy Metal-Gemisch weiter nach vorne. Aber es sind auch die unterschiedlichen Instrumentierungen und Arrangements wie z.B. das Intro zu “Dear Father (Complete Unkown)” oder das eisige Piano-Element, das “Count Your Last Blessings” eröffnet und beendet sowie das Beatlesque “Ma Poubelle” und die melodiöse Akustikgitarre bei “Best of Me” und “So Long Goodbye“.

“Du kannst gar nicht anders, als ein bisschen erwachsener zu werden“, sagt Whibley über die musikalische und textliche Entwicklung der Band. „Wir erkennen nun die künstlerische Seite von Musik. Wir wollten das künstlerischste Punkrock Album machen, das wir konnten. Wir gehen jetzt ganz anders an Musik heran. Die Dinge haben jetzt einen Zweck. Wir interessieren uns nun mehr für das Handwerk.”

Die Wurzeln dieser Entwicklung sind auf eine Reise der Band in die Demokratische Repubik Congo im Jahre 2004 zurückzuführen. Damals gerieten sie unter Beschuss zwischen zwei Fronten und wurden von dem UN-Mitarbeiter Chuck Pelletier gerettet, nach dem sie ihr drittes Album benannten. Die Politisierung der Band entwickelt sich auch auf dem neuen Album weiter.

“Wir sind immer noch f***ing idiots, die den ganzen Tag scheiße bauen“, sagt Whibley. „Ich fang mir immer noch Ärger ein. Ich kann mir einfach nicht helfen. In den letzen 10 Jahren ist soviel passiert.“

Dieser rebellische Spirit ist bahnt sich seinen Weg in Songs wie dem niederwalzenden “Pull The Curtain,” im Ramones-meets-Sabbath Speed Metal von “King of Contradiction”, dem Kettensägen-Toben in “March of the Dogs” oder dem hymnenartigen Schrei in der Wildnis von “Confusion and Frustration in Modern Times” – bei dem Whibley fragt: “So what went wrong, where’s the voice of reason/It’s long gone we lost it long ago.”

Neben all den neuen Einflüssen, mischen Sum−41 weiterhin die unterschiedlichsten Genres in ihren Sound, was ganz klar von den Erfahrungen geprägt wurde, mit so unterschiedlichen Künstlern – von Iggy Pop bis Ludacris – auf Tour gewesen zu sein und gearbeitet zu haben.

“Worauf ich ganz besonders stolz bin als Songwriter, ist, so viele verschiedene Musikrichtungen zu verschmelzen und es auf eine Weise zu tun, dass es nicht nur funktioniert, sondern sich sehr natürlich anfühlt und anhört“, erklärt Whibley. „Ich wollte unsere Grenzen als Band, wozu wir in der Lage sind, und auch die Grenzen der Bedeutung von Punkrock aufweiten. Ich habe in letzter Zeit viele melodiöse Akustik-Sachen gehört. Ich habe sogar ein paar Song geschrieben, aber sie noch nicht so weit fertig, um sie schon auf Album zu packen.“

Mit Underclass Hero schreiben Sum 41 ein neues Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte

“I broke the mirror to the past,” singt Whibley in “Confusion and Frustration in Modern Times.” “To find what I was looking for/The bleeding heart of broken glass/Is all I found and nothing more regrets.”

Deryck Whibley: Singer/songwriter/guitarist
Cone McCaslin: Bassist
Steve Jocz: Drummer